"Greenwashing" im großen Maßstab! Ohne jemals die Intention zu haben, etwas wirklich zu verändern.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich konnte jetzt über die Zeit gut verfolgen, dass von einigen Kollegen die Bewertungen gelöscht wurden. Was wiederum genau das zeigt, was ich kritisiere. Statt was zu ändern und den Grund für die enorme Unzufriedenheit im Kollegium zu finden und diese dann zu Lösen. Wird einfach nur der Schein gewahrt, dass das ZDF ein attraktiver Arbeitgeber sei.
(Diese Bewertung wurde von mir Dokumentiert! Sollte es zu einer Löschung kommen, wende ich mich umgehend an meinen Vorgesetzten sowie dem Personalrat. Zudem fühle ich mich genötigt die Bewertung so lange neu hochzuladen, bis diese nicht mehr gelöscht wird!)
Verbesserungsvorschläge
1. Neuaufstellung der Führungsebene
(Da müssen mal neue Leute ran, die auch dem Zeigtest entsprechen)
2. Realitätsnähe der Führungsebene
(Große Gruppen-/Fachgespräche bilden nicht den Alltag ab! Bezieht die Leute mehr ein, geht in Einzel Gespräche, macht euch einen richtigen Überblick! Solange ihr nicht genau wisst, was in eurem Haus passiert könnt ihr nicht effektive und lösungsorientierte Entscheidungen treffen)
3. Fokus auf Qualität statt Quantität
(Fördert und fordert die Fachkräfte, Fokus auf das notwendige, Reduktion der Masse an Formaten und Beiträge, enorme Erhöhung der Qualität in allen Aspekten, Stärkung und Förderung von Spezialisten. Nutzt die Vorteile, die ein so großes Haus mit sich bringt, nicht ohne Grund hat das ZDF über Jahrzehnte so viele Abteilungen und Spezialisten-Berufe aufgebaut.)
4. Anreize für Mehrarbeit schaffen
(Statt Kollegen effektiv zu bestrafen, wenn sie mehr machen als von ihnen verlangt wird, fördert diese! Das ZDF profitiert enorm, wenn es ein klares Zeichen setzt, dass es motivierte Leute fördert und faule bestraft. Karrierewege durch Leistung und Ehrgeiz und nicht durch Zeit. Nur weil jemand seit Jahrzehnten in einer Position war heißt es nicht automatisch, dass er nun qualifiziert ist für eine andere Position.)
5. Kein "Greenwashing" mehr
(Wir sind in einer Krise, ein fundamentaler Kurswechsel ist schon längst überfällig! Den Schein zu waren man würde was verändern hilft nur denen, die in den nächsten 5 Jahren in Rente gehen.)
6. Update der gesellschaftlichen Verantwortung vom ZDF
(Seit der Gründung hat sich das Konsumverhalten und das mediale Angebot enorm verändert.
Es reicht nicht mehr von allem etwas zu machen. Heutzutage ist es viel wichtiger eine Neige zu finden und diese vollends auszufüllen. Es ist ein Fehler den Versuch zu machen das "Internet" zu imitieren und seine Standards dementsprechend runter zu setzten. Stattdessen sollte man genau das machen, was das "Internet" nicht kann: Qualität und Garantie für die Richtigkeit von Informationen. Besonders im Zeitalter von KI muss sich das ZDF ganz klar davon distanzieren und einen "Sicheren Harfen" für Informationen darstellen.)
Arbeitsatmosphäre
Ist ok, durch die sehr angenehme Dutz-Kultur besteht der Eindruck, dass sich alle auf Augenhöhe begegnen.
Verschleiert aber damit auch, dass es eine enorme Lücke in der Altersstruktur des Kollegiums gibt.
Image
Leider sehr ausbaufähig! Aufgrund der ganzen Entscheidungen der Geschäftsführung und Intendanz passieren immer mehr Fehler im Alltag und es wird schlampiger/schneller gearbeitet als es gut wäre. Da das ZDF auf Quantität setzt, spielt es denn Gegnern direkt in die Karten und macht teils genau das, was ihm vorgeworfen wird. (Was vor den Einsparmaßnahmen nicht der Fall war)
Work-Life-Balance
Einer der sehr wenigen ausgesprochen positiven dinge beim ZDF!
Karriere/Weiterbildung
Nahezu unmöglich! Der einzige weg Karriere zu machen, ist alt zu werden und so lange wie möglich beim ZDF zu bleiben. Sodass man noch kurz vor der Rente das Machen darf, wohin man sich eigentlich die ganze Zeit entwickeln wollte.
Man wird Systematisch klein gehalten, weswegen früher oder später die qualifizierten Fachkräfte das ZDF verlassen (Brain Drain).
Gehalt/Benefits
Ist ok, das Einstiegsgehalt ist teils überdurchschnittlich, dafür gibt es kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Weswegen man effektiv keine Karriere im ZDF machen kann, wenn man nicht einen typischen Bürojob ausübt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In der Hinsicht kein klarer roter Faden erkennbar.
Auf der einen Seite versucht das ZDF auf Biegen und Brechen Produktionen nun in "grün" zu produzieren, was teils den gesamten Prozess erschwert sowie verlangsamt und dadurch nicht wirklich effektiv Umweltschutz betrieben wird. Auf der anderen Seite werden z.B. nigelnagelneue Diesel Dienstfahrzeuge statt Elektroautos angeschafft, wobei 90 % aller Einsätze Kurzfahrstrecken sind.
Kollegenzusammenhalt
Enorme Zwei-Klassen-Gesellschaft! Unter Fest-Angestellten ist der Zusammenhalt sehr gut, da diese gruppe ganz klar von der Geschäftsebene priorisiert und geschützt wird.
Bei Frei-Mitarbeitenten ist das leider nicht der Fall. Leider steht die Geschäftsführung überhaupt nicht hinter dieser Gruppe, weshalb regelmäßig die Feien-Kollegen gegeneinander vom ZDF ausgespielt werden (unter Vorwand der "Einspaarmaßnahmen").
Umgang mit älteren Kollegen
Ganz dem Motto; "Je älter, desto besser!"
Das ZDF zieht ganz klar ältere Kollegen vor Jüngeren vor, was zu merkwürdigen Konstellationen führt.
Vorgesetztenverhalten
Es fehlt an Rückrad, Visionen und Veränderungswillen, insbesondere in der Geschäftsführung!
Das ZDF steht zwei riesigen Problemen gegenüber, einerseits muss es enorme Einsparungen vornehmen, andererseits verliert das ZDF immer mehr Zuschauergruppen sowie ansehen in der Bevölkerung. Statt effektive, konsequente und nachhaltige
Lösungen zu schaffen, wird versucht das alte System so lange wie möglich am Laufen zu lassen. Während der Schein gewahrt wird Gelder zu sparen, welche aber in Wirklichkeit nur in andere Töpfe umverteilt werden.
Arbeitsbedingungen
Ungleiche Verteilung, Bürokratie und Redaktionen werden bevorzugt behandelt. Andere Bereiche die keinen typischen Bürojob haben (die, die wirklich Fernsehen machen), werden so behandelt als wären sie ein Fremdkörper im Haus.
So gibt es keine ausreichenden Arbeitsplätze und Verweilmöglichkeiten, sowie Drehorte im eigenen Haus. Auch die Ausstattung ist teils fragwürdig und ähnelt eher einer Restekammer der Hausverwaltung als ein ordnungsgemäßer Arbeitsplatz.
Kommunikation
Es gibt keine klaren und transparenten Kommunikationswege zwischen Abteilungen. Was ein effizientes und fehlerfreies arbeiten verhindert.
Daher muss man ständig hinter allem her rennen, was einem dann von der eigentlichen Arbeit abhält.
Gleichberechtigung
Geschlechtergleichstellung ist seit ein paar Jahren in Ordnung, dagegen ist die Gleichstellung in anderen Bereichen teils sehr mangelhaft.
Unter anderem werden Feste-, Älteren- und weniger motivierten Kollegen, gegenüber Ferein-, jüngeren, und motivierten Kollegen bevorzugt und gefördert. (Siehe Vergabe beider Kamerastellen EB-Berlin drittes Quartal 2025)
Auch die Vergütung der Exakt gleichen Stelle wird von Jahr zu Jahr immer schlechter. Wenn man also Später in die gewünschte Position kommt, hat man deutlich weniger finanzielle Entwicklungsmöglichkeiten, als sein Vorgänger.
Interessante Aufgaben
Durch den Unwillen der Führungsebene eines fundamentalen Wandels hat sich langsam aber sicher die Priorisierung von Quantität über Qualität durchgesetzt.
Dadurch ähnelt immer mehr das Arbeiten eines industriellen Fließbandes. Aufgaben werden immer weiter simpler heruntergebrochen, die Aufgaben-Last wird erhöht und die Abwechslung reduziert. Parallel dazu werden spezialisierte Positionen einfach abgeschafft und auf alle umverteilt, dadurch hat man immer mehr mit Aufgaben zu tun, für die man nicht
qualifiziert ist und angestellt sowie vergütet wurde.

