Wertschätzung Fehlanzeige – Fluktuation kein Zufall
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen. Ohne das Team hätte ich es dort nicht lange ausgehalten. Viele gute Leute, die sich gegenseitig auffangen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man ist hier schnell nur eine Nummer. Wertschätzung gibt’s kaum. Kommunikation läuft ins Leere – entweder man wird ignoriert oder es wird plötzlich nur noch kritisiert.
Gehalt passt nicht zur Erwartung, über alles muss diskutiert werden. Dauerhafte Unterbesetzung sorgt für Stress. Von Work-Life-Balance kann man nicht reden, Kontrolle ist wichtiger als Vertrauen. Kein Wunder, dass die guten Leute gehen.
Verbesserungsvorschläge
Kann man sich sparen weil sich sowieso NIE was ändern wird
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung ist meistens eher angespannt als locker. Man kommt nicht wirklich gern in die Arbeit, weil ständig so ein Druck in der Luft liegt. Wertschätzung fühlt sich anders an – hier hat man oft das Gefühl, man ist einfach nur ersetzbar. Gute Arbeit geht schnell unter, aber wenn was nicht passt, wird’s sofort groß gemacht. Auf Dauer zieht einen das echt runter.
Image
Nach außen versucht man, ein modernes Bild zu zeigen. Wenn man dort arbeitet, merkt man aber schnell, dass Anspruch und Realität auseinandergehen. Der Ruf leidet nicht ohne Grund – viele Eindrücke von (ehemaligen) Mitarbeitern kommen nicht von ungefähr.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist hier eher Theorie als Realität. Überstunden sind offiziell nicht gern gesehen – außer bei bestimmten Personen, da scheint es plötzlich doch zu gehen. Wenn man selbst länger bleibt, muss man sich gefühlt für jede Minute rechtfertigen. Gleichzeitig wird erwartet, dass alles fertig ist, sonst gibt’s am nächsten Tag Stress.
Homeoffice ist auch so ein Thema: Für ein paar Auserwählte möglich, für die meisten nicht. Gleichbehandlung sieht anders aus.
Pausen werden sehr genau beobachtet, teilweise auf die Minute. Insgesamt fühlt sich das eher nach Kontrolle als nach Vertrauen an.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind eher begrenzt. Entwicklungsgespräche oder klare Perspektiven fehlen oft. Weiterbildung ist kein großes Thema, da muss man sich eher selbst kümmern. Es wirkt nicht so, als würde gezielt in Mitarbeiter aufgebaut werden.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist eher unterdurchschnittlich für das, was verlangt wird. Nachverhandeln fühlt sich unangenehm an und bringt selten wirklich was. Bei Benefits muss man über alles diskutieren, nichts ist selbstverständlich. Insgesamt hat man nicht das Gefühl, dass viel investiert wird, um Mitarbeiter langfristig zu halten.
Kollegenzusammenhalt
Das Beste an der Firma sind definitiv die Kollegen. Im Team hält man zusammen, unterstützt sich und versucht, das Chaos irgendwie gemeinsam aufzufangen. Ohne die Kollegen wäre die Zeit dort deutlich schwerer gewesen. Viele tolle Menschen schade, dass so viele davon gehen.
Vorgesetztenverhalten
Als Mitarbeiter hat man hier schnell das Gefühl, keinen großen Wert zu haben. Wertschätzung bleibt eher die Ausnahme. Oft fühlt man sich wie eine austauschbare Arbeitskraft, die einfach funktionieren soll. Spricht man Themen an, verläuft vieles im Sande – gehört fühlt man sich selten.
Der Umgang ist extrem wechselhaft: Entweder man wird ignoriert oder plötzlich stark kritisiert, und dann wird nur noch auf Fehler geschaut. Konstruktive Gespräche auf Augenhöhe sind selten. Unterstützung oder echtes Interesse an den Mitarbeitern kommt kaum rüber.
Am Anfang hatte man bei der jüngeren Führungskraft noch Hoffnung auf Veränderung. Mit der Zeit wirkte es aber so, als würde sich alles wieder an alte Muster anpassen. Nach außen moderner Eindruck, im Alltag wenig davon spürbar.
Viele gute Leute gehen irgendwann, weil sie sich das auf Dauer nicht geben wollen. Die Arbeit an sich wäre machbar – das Problem ist der Umgang.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsbedingungen sind eher mau. Ergonomie ist kein großes Thema, obwohl viele Beschwerden haben. Überstunden sind offiziell nicht gern gesehen, praktisch aber erwartet – nur bitte nicht offen. Pausen werden sehr genau kontrolliert. Homeoffice gibt’s nur für wenige Ausnahmen. Insgesamt fühlt sich das mehr nach Kontrolle als nach Vertrauen an.
Kommunikation
Kommunikation läuft hier ziemlich einseitig. Man spricht Sachen an, aber es fühlt sich oft so an, als würde man gegen eine Wand reden. Entweder es passiert gar nichts oder man bekommt nur Kritik, ohne dass vorher klar gesagt wurde, was überhaupt erwartet wird. Vieles läuft hintenrum oder wird nicht richtig erklärt. Transparenz ist eher Mangelware.
Gleichberechtigung
Gleichbehandlung fühlt sich hier nicht wirklich gegeben an. Manche bekommen Sonderregelungen, andere kämpfen um Kleinigkeiten. Ob Homeoffice, Überstunden oder Freiheiten – es wirkt oft so, als würde mit zweierlei Maß gemessen. Das sorgt natürlich für Frust im Team.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst können wirklich interessant sein, daran liegt es nicht. Man könnte viel lernen und aus dem Job was machen. Das Problem ist eher die Gesamtsituation: Viele Abteilungen sind dauerhaft unterbesetzt, weil ständig Leute gehen oder gekündigt werden. Dadurch wird selbst spannende Arbeit irgendwann nur noch stressig.
Schade ist, dass viel Potenzial da wäre – aber es fühlt sich so an, als würde eher gespart als aufgebaut. Am Ende halten oft nur noch die Kollegen zusammen, nicht die Strukturen. Und genau die guten Leute gehen leider nach und nach.