Hoher Stress, schlechte Führung und kaum Benefits
Gut am Arbeitgeber finde ich
Home Office
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
leider fast alles. Viele der Probleme habe ich bereits erwähnt – hohe Arbeitsbelastung, schlechte Kommunikation, wenig Unterstützung durch das Management und wenig interessante Aufgaben.
Hinzu kommt, dass das Unternehmen kaum Benefits anbietet. Die Urlaubstage sind mit nur 20 Tagen für Deutschland sehr niedrig und wirken im Vergleich zu anderen Arbeitgebern nicht zeitgemäß.
Außerdem wird erwartet, dass man an Feiertagen arbeitet, teilweise sogar an Weihnachten. Insgesamt entsteht dadurch der Eindruck, dass wenig Wert auf eine gute Work-Life-Balance gelegt wird.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge für das Management gibt es durchaus. Allerdings entsteht der Eindruck, dass Feedback von Mitarbeitenden kaum ernst genommen wird. Selbst wenn Probleme oder konkrete Verbesserungsideen angesprochen werden, wird selten darauf reagiert oder etwas verändert.
Dadurch verlieren viele im Team mit der Zeit die Motivation, überhaupt noch Vorschläge einzubringen. Es wirkt, als wäre die Kommunikation eher einseitig und als ob kritisches Feedback nicht wirklich gewünscht ist. Eine offenere Feedbackkultur und echtes Zuhören seitens des Managements würden hier viel verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war wirklich furchtbar. Der Stresslevel ist extrem hoch, weil man so viele Aufgaben gleichzeitig bekommt, dass es praktisch unmöglich ist, alles zu schaffen. Anstatt Unterstützung vom Manager zu bekommen, wird man komplett allein gelassen.
Besonders frustrierend ist, dass ständig Vergleiche mit anderen Teams gezogen werden, ohne überhaupt zu verstehen, unter welchen Bedingungen man arbeitet. Dabei scheint das Management auch kaum Ahnung davon zu haben, wie komplex das Arbeitsrecht in Deutschland tatsächlich ist.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt wirkt auf den ersten Blick zwar stark, aber das liegt vor allem daran, dass viele Mitarbeitende gemeinsam unter den schwierigen Arbeitsbedingungen leiden. Man könnte fast von „Trauma Bonding“ sprechen: Durch den hohen Druck und die stressige Situation entsteht ein Zusammenhalt unter Kolleginnen und Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten haben wenig Verständnis für die tatsächlichen Herausforderungen im Team. Es entsteht der Eindruck, dass sie selbst nicht genau wissen, wie sie das Team sinnvoll unterstützen können.
Außerdem hat man häufig das Gefühl, dass Anliegen oder Feedback nicht wirklich gehört werden. Probleme werden angesprochen, aber es passiert wenig oder gar nichts danach. Statt sich mit den realen Schwierigkeiten auseinanderzusetzen, wirken manche Entscheidungen sehr realitätsfern.
Dadurch fehlt es an echter Führung und Unterstützung, was die ohnehin stressige Arbeitssituation zusätzlich erschwert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst sind leider auch wenig interessant oder abwechslungsreich. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, immer wieder denselben Sachverhalt verschiedenen Kunden zu erklären.
Ein Großteil des Tages geht für Calls mit Kunden oder internen Mitarbeitenden drauf. Wenn man nicht in Meetings ist, arbeitet man eine große Menge an Tickets ab. Dadurch fühlt sich die Arbeit sehr repetitiv an und bietet kaum Raum für Entwicklung oder wirklich spannende Aufgaben.