Super für flexible Jobs, aber Vorsicht bei Krankmeldungen (Lohnfortzahlung nicht automatisch!)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Flexibilität bei der Schichtbuchung über die App. Wenn man das System verstanden hat und sich auf Supermärkte wie REWE fokussiert, kann man recht problemlos regelmäßige Schichten bekommen und sich die Arbeitszeit selbst einteilen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Umgang mit Krankmeldungen. Der Support versucht bei Absagen gerne die Ausrede mit den Tagesverträgen zu nutzen. Man muss der Lohnfortzahlung aktiv hinterherrennen und Fristen setzen, damit überhaupt etwas passiert.
Verbesserungsvorschläge
Gesetzliche Vorgaben bei Krankheit (Lohnfortzahlung nach § 3 EntgFG) sollten von sich aus transparent und automatisch abgewickelt werden, ohne dass Mitarbeiter erst nachfragen, Nachweise mehrfach einreichen oder mit rechtlichen Schritten drohen müssen. Der Support sollte bei Krankmeldungen lösungsorientierter antworten, statt Standardfloskeln zu verschicken.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeiten in den Märkten vor Ort ist meist ganz in Ordnung, aber das unkooperative Verhalten bei Ausfällen und Krankmeldungen drückt die Stimmung gewaltig.
Image
Nach außen präsentiert sich die Plattform als moderne, faire Job-App für Studierende. Hinter den Kulissen zeigt sich bei Krankmeldungen leider ein sehr ungenügendes Verhalten gegenüber den eigenen Beschäftigten.
Work-Life-Balance
Die Schichtbuchung ist extrem flexibel und man kann sich die Zeit gut einteilen. Wenn man aber krank wird und seinem Geld hinterherrennen muss, verfliegt dieser Vorteil schnell.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Soziale Verantwortung sieht anders aus. Ein Unternehmen, das sich primär an Studierende richtet, sollte gesetzliche Sozialleistungen wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von sich aus korrekt abwickeln, anstatt darauf zu hoffen, dass die Beschäftigten ihre Rechte nicht kennen.
Karriere/Weiterbildung
Es handelt sich um ein reines Aushilfs- und Vermittlungssystem für Tagesjobs. Aufstiegschancen, Weiterbildungsmöglichkeiten oder eine langfristige berufliche Perspektive gibt es hier konstruktionsbedingt nicht.
Kollegenzusammenhalt
In Ordnung. Man wechselt durch das App-System ständig die Schichten und Einsatzorte, lernt aber vor Ort immer wieder nette andere Aushilfen kennen.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt kein echtes Eingehen auf Probleme. Bei Anfragen zu gesetzlichen Ansprüchen verweist man auf fehlerhafte Ausreden, anstatt lösungsorientiert zu helfen.
Arbeitsbedingungen
Die Schichtbuchung per App ist technisch unkompliziert. Dass man allerdings bei rechtlichen Absicherungen wie dem Krankengeld im Regen stehen gelassen wird, untergräbt das Fundament für faire Arbeitsbedingungen massiv.
Kommunikation
Der Support arbeitet überwiegend mit automatisierten Standard-Mails. Bei rechtlichen Themen wie der Lohnfortzahlung wird stur abgeblockt oder versucht abzuwimmeln.
Gehalt/Benefits
Für tatsächlich erbrachte Schichten wird der Lohn pünktlich gezahlt. Der riesige Haken ist aber das Thema Lohnfortzahlung bei Krankheit (§ 3 EntgFG): Nach meiner Erfahrung wird das Krankengeld oft nicht einfach automatisch mit der Abrechnung überwiesen. Man muss Nachweise einreichen, Fristen setzen und dem Geld aktiv hinterherrennen, bis was passiert.
Interessante Aufgaben
Das Aufgabenspektrum hängt stark vom jeweiligen Einsatzort ab. Typische Tätigkeiten im Einzelhandel wie Kasse oder Warenverräumung sind unkompliziert und leicht zu lernen, aber auf Dauer natürlich sehr monoton.