"Der Niedergang einer Hochkultur" - ein chaotisches Unternehmen kurz vor dem Ende
Gut am Arbeitgeber finde ich
- kostenloser Kaffee (schmeckt aber nicht besonders, da billige Bohnen und
Milchpulver)
- Firma spendiert bei Samstags Arbeit reichlich Brotzeit
- rauchen während der Arbeitszeit ohne ausstempeln
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Der Chef fühlt sich als König, der über allem steht und seine Mitarbeiter schlecht behandelt. In der heutigen Zeit ist dieser Mensch mit seinem respektlosen Verhalten gegenüber Mitarbeitern (werden lauthals angeschrien) noch lange nicht angekommen. Außerdem sollte er mal lernen, Kritik bzw. Verbesserungsvorschläge an ihm und seinem Unternehmen anzunehmen und diese umzusetzen. Hat leider in meiner Zeit nie statt gefunden und so die komplette Firma kaputt gemacht.
Verbesserungsvorschläge
- Der Inhaber sollte sich zurückziehen, sich Hilfe suchen und einen fähigen Geschäftsführer einstellen, der als erste Amtshandlung den Produktionsleiter und seinen Gehilfen vor die Tür setzt und fähige Leute einstellt. Vielleicht hat dieses Unternehmen dann noch eine Zukunft, all zu lange wird es mit diesem unfähigen Management nicht mehr gut gehen.
Arbeitsatmosphäre
Stets geprägt vom Kontrollwahn des querdenkenden Inhabers. Ruhiges und zielorientiertes Arbeiten gibt es hier nicht. Egal was man macht, man kann es den Verantwortlichen nie recht machen.
Image
Ganz mieser Ruf, die Fluktuationsrate ist enorm!
Durch sehr aufdringliche Werbung auf Social Media und eine Instagram Seite, die einfach nur zum fremd schämen ist, mittlerweile sogar in den benachbarten Landkreisen negativ bekannt.
Man schämt sich, wenn man mit einem T-Shirt dieser Firma durch die Gegend läuft.
Häufig wird man sogar bemitleidet, wenn man erzählt, wo man arbeitet.
Work-Life-Balance
Wer hier arbeitet, hat sein Privatleben hinten anzustellen.
6-Tage Woche und viele Überstunden sind der ganz normale Wahnsinn.
Schließlich muss der Geldbeutel des Inhabers stets gut gefüllt sein.
Karriere/Weiterbildung
Gab es in meiner Zeit nicht. Man ist für den Inhaber nur Mittel zum Zweck und wird als austauschbare Ware behandelt.
Gehalt/Benefits
Man wird meiner Meinung nach nicht gut bezahlt, teilweise verdienen die Leute nur etwas über Mindestlohn.
Benefits wie in anderen Firmen üblich (Fahrtgeld, Jobrad, kostenloses Obst, Vergünstigungen für Essen und Trinken,...) gibt es nicht.
Dass der Inhaber wegen angeblichen finanziellen Sorgen bei jeder noch so kleinsten Möglichkeit seine Mitarbeiter voll jammert, ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.
Noch dazu war in meiner Zeit bewiesenermaßen manchmal der Lohn zu spät oder am letzten Tag (10. des Folgemonats) auf meinem Konto.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Juckt in diesem Laden von den Verantwortlichen niemanden. Papier wird verschwendet ohne Ende, nichts ist digitalisiert. Man kommt sich so vor, als arbeite man bei einer Firma in den 90er Jahren. Noch dazu brennen in der halben Firma nachts die Lichter, soviel zum Thema Umwelt-/Sozialbewusstsein...
Kollegenzusammenhalt
Gibt es nicht. Jeder rammt dem anderen das Messer in den Rücken und ist nur auf seine eigenen Vorteile aus. Aber auch kein Wunder, schließlich wird es so von den Vorgesetzten vorgelebt.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es kaum und wenn mal einer dort anfängt, ist dieser meist wieder schneller weg, als wie andere bis 3 zählen können.
Vorgesetztenverhalten
Schauen alle nur auf ihre Lohntüte. Den Mut, Entscheidungen zu treffen, hat keiner.
Mitarbeiter die nicht nach ihrer Pfeife tanzen und auch mal Kritik äußern, werden gnadenlos rausgemobbt.
Gespräche auf "Augenhöhe" mit dem Inhaber gibt es nicht, es redet die ganze Zeit nur er und man selbst kommt kaum zu Wort. Teilweise schafft er es dann nicht einmal, seinem Mitarbeiter ins Gesicht zu schauen. Noch dazu werden Dinge mehrmals wiederholt, als wäre man in einer Zeitschleife gefangen. Auf Dauer sehr nervig. Kritik wird nicht angenommen und die Fehler der Vorgesetzten/des Inhabers werden den Mitarbeitern angelastet.
Arbeitsbedingungen
Wer wissen möchte, wie es ist hier zu arbeiten, muss sich nur einmal in eine feucht- warme, nach Abgasen stinkende Garage stellen. Ein Klima, so tropisch wie im Dschungel, sehr schlechte Arbeitsbedingungen.
Selbst bei Höchsttemperaturen im Sommer gab es nicht einmal kostenloses Wasser für die Mitarbeiter(eig. Standard in jedem Unternehmen!), stattdessen soll man wohl lieber umkippen...
Der Maschinenpark ist schon sehr alt(manche fast 20 Jahre oder sogar schon älter!) und dementsprechend in einem sehr schlechten Zustand. Dass das auf Dauer dann keinen Spaß macht, ist denke ich selbsterklärend. Große Investitionen des Inhabers gab es in meiner Zeit keine.
Kommunikation
Es wurden in meiner Zeit viele ausländische Mitarbeiter eingestellt. Dementsprechend hoch war die Sprachbarriere.
Gleichberechtigung
Es gibt kaum Frauen in diesem Unternehmen, die meisten verlassen das Unternehmen bereits wieder nach kurzer Zeit, aufgrund des respektlosen Verhaltens des Inhabers.
Interessante Aufgaben
Nach einer gewissen Zeit immer der gleiche Käse. Der Kundenstamm ist mittlerweile auch stark geschrumpft. Noch dazu sind die Rüstarbeiten immer unter starkem Zeitdruck zu erledigen, nicht einmal die Meister schaffen es ihre eigenen Zeitvorgaben einzuhalten. Diese sind größtenteils völlig an den Haaren herbei gezogen.