Kein Betriebsrat, kein Weihnachtsgeld – nur harmloses Schulhof-Gremium. Peinlich bei über 250 Mitarbeitern
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist sehr fragil. Hinter der nach außen präsentierten „tollen Kultur“ steckt viel Unsicherheit durch ständige Veränderungen und gescheiterte Projekte.
Image
Nach außen wird ein modernes, werteorientiertes Image gepflegt. Intern wird jedoch schnell klar, dass vieles davon nur Fassade ist. Die Geschäftsführung scheint große Sorge zu haben, dass ein echter Betriebsrat die künstlich aufrechterhaltene Kultur sofort zum Einsturz bringen würde.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen und Weiterbildung werden groß angekündigt, aber durch permanente Umstrukturierungen und immer neue, völlig missglückte Tool-Einführungen von selbsternannten ‚Experten‘ kommt man kaum voran. Die gesamte Struktur wirkt sehr instabil.
Gehalt/Benefits
Bei einem Unternehmen dieser Größe ist es schon ziemlich peinlich, dass es keinen Betriebsrat gibt, sondern nur ein sogenanntes ‚Vertrauensgremium‘, das eher an ein Schulhof-Projekt erinnert. Seit Jahren schafft es dieses Gremium nicht, auch nur Sommer- oder Urlaubsgeld oder realistische Gehaltsanpassungen durchzusetzen. Die versprochenen Sozialleistungen bleiben größtenteils Theorie.stattdessen gibt es Pseudo Gesundheitskurse, die keiner braucht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialthemen werden nach außen schön kommuniziert, intern passiert jedoch so gut wie nichts Konkretes. Es bleibt bei reiner Imagepflege ohne echte Taten.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist eigentlich sehr gut. Die Kollegen halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig – das ist einer der wenigen wirklich positiven Aspekte.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden offiziell wertgeschätzt, in Wirklichkeit wirken sie aber oft abgehängt und verunsichert durch die ständigen Veränderungen und fehlende langfristige Perspektiven.
Vorgesetztenverhalten
Viele Führungskräfte sind persönlich nett, dennoch spürt man deutlich, dass kritische Stimmen oder der Wunsch nach mehr Mitbestimmung nicht wirklich willkommen sind. Die Führungsebene wirkt eher abgeschottet.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen leiden stark unter dem permanenten Chaos durch Umstrukturierungen und schlecht durchdachte neue Systeme. Statt Stabilität und Planbarkeit herrscht Dauerfrust.
Kommunikation
Die Kommunikation läuft fast ausschließlich von oben nach unten und dient hauptsächlich der Pflege des gewünschten Bildes. Echte Kritik oder Verbesserungsvorschläge stoßen auf wenig Interesse.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird zwar ständig betont, in der täglichen Praxis fühlt es sich jedoch wie leere Worthülsen an. Es fehlt an echter Umsetzung und spürbaren Maßnahmen.
Interessante Aufgaben
Die eigentlichen Aufgaben könnten durchaus spannend sein, werden aber durch die vielen Umstrukturierungen und die katastrophalen Ergebnisse neuer Tools stark entwertet. Die Firma scheint mehr mit sich selbst beschäftigt als mit der eigentlichen Arbeit.

