Versprochenes 50%-Home‑Office gestrichen – Vertrauen verspielt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ehrlich gesagt fällt es schwer, etwas Positives zu benennen. In einem Umfeld, das von Misstrauen und internen Spielchen geprägt ist, bleibt wenig Raum für echtes Miteinander oder konstruktive Zusammenarbeit.
Zum Glück ist den meisten Mitarbeitenden längst klar, wie „es da oben" läuft - entsprechend begegnet man jeder Entscheidung mit einer großen Portion Vorsicht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der derzeitige Umgang mit den meisten Beschäftigten ist schlicht enttäuschend. Seit Monaten häufen sich Hilferufe, Warnungen und Kündigungen – doch selbst die fortlaufende Abwanderung von Fachkräften führt zu keinerlei spürbaren Kurskorrektur.
Man fragt sich zwangsläufig, was noch passieren muss, bis die Unternehmensleitung endlich erkennt, dass hier etwas grundlegend falsch läuft und dringend gehandelt werden muss.
Verbesserungsvorschläge
Ehrlicherweise lassen sich kaum noch konstruktive Vorschläge machen. Zahlreiche Ideen wurden bereits mehrfach eingebracht, schriftlich dokumentiert und bis in höhere Hierarchieebenen weitergegeben – ohne sichtbares Ergebnis. Solange Rückmeldungen konsequent ignoriert und bestehende Probleme nicht ernsthaft angegangen werden, verlieren selbst engagierte Mitarbeitende den Glauben daran, dass Verbesserungen überhaupt erwünscht oder möglich sind.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre bei 123.tv ist leider sehr schlecht. Man spürt im gesamten Unternehmen eine angespannte und negative Stimmung. Es herrscht ein Klima des Misstrauens, sodass man sich teilweise regelrecht dazu gezwungen fühlt, Türen zu schließen, aus Angst, dass Gespräche abgehört und Worte verdreht werden, um sie gegen einen zu verwenden.
Glücklicherweise sind sich die meisten Mitarbeitenden dieser Situation bewusst und gehen damit vorsichtig um. Dennoch gibt es einige wenige, die offenbar in der Idealvorstellung der Geschäftsführung leben und dadurch vertrauliche Informationen weitergeben, was das Vertrauen im Team zusätzlich belastet.
Karriere/Weiterbildung
Die Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen scheinen stark von persönlichen Beziehungen abzuhängen. Mitarbeitende, die nicht der Erwartungshaltung der Geschäftsführung entsprechen oder eine andere Sichtweise vertreten, scheinen es deutlich schwerer zu haben, beruflich voranzukommen. Fachliche Leistung und Kompetenz treten dabei häufig hinter persönliche Präferenzen zurück.
Arbeitsbedingungen
Viele Mitarbeitende hatten die 50 %-Home-Office-Regel ausdrücklich als Einstellungsbedingung - sie war sogar in der damaligen Betriebsvereinbarung verankert.
Umso enttäuschender ist es, dass dieses Versprechen inzwischen einseitig zurückgenommen wurde und nur noch ein einziger Home-Office Tag pro Woche erlaubt ist.
Kommunikation
Kommunikation findet bei uns kaum statt.
Wichtige Informationen erhält man oft nicht direkt von der Führungskraft, sondern erfährt sie über den Flurfunk. Häufig wird erst dann offiziell kommuniziert, wenn die Gerüchte schon im Umlauf sind - meist nur, um nicht negativ dazustehen, wie zuletzt bei der aktuellen Unternehmenssituation.

