206 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
206 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
206 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich wurde vom Hiring Manager und Recruiter schlichtweg geghostet und beim vereinbarten Vorstellungsgespräch sitzen gelassen. Der Hiring Manager ist zum vereinbarten Termin nicht erschienen. Trotz mehrerer Nachfragen beim Recruiter habe ich anschließend zwei Monate lang keinerlei Rückmeldung oder Erklärung erhalten – nur eine standardisierte Absage.
So eine schlechte Bewerbungserfahrung hatte ich bisher noch nie. Für mich steht fest: Bei 1&1 werde ich mich nicht noch einmal bewerben und das Unternehmen auch nicht weiterempfehlen.
Ich hatte zunächst einen positiven Eindruck von der Kontaktaufnahme und dem Erstgespräch. Auch im Anschluss des Gespräches wurde mir positives Feedback vermittelt.
Leider war der weitere Bewerbungsprozess enttäuschend. Nach dem Gespräch musste ich zunächst längere Zeit auf eine Rückmeldung warten und trotz mehrfacher eigener Nachfrage wurde ich damit vertröstet, dass sich der Prozess verzögert und man sich zeitnah bei mir melden würde und man sich für meine Initiative bedankt. Leider blieb eine konkrete Rückmeldung aus und seit meiner letzten Nachfrage werde ich ignoriert.
Zwischenzeitlich musste ich im Bewerberportal selbst feststellen, dass die Stelle inzwischen geschlossen ist.
Ich habe selbstverständlich Verständnis, dass sich Bewerbungsprozesse aufgrund interner Abstimmungen verzögern. In diesem Fall hätte ich mir jedoch deutlich mehr Verbindlichkeit und Transparenz gewünscht. Eine kurze Information darüber, dass sich die Entscheidung verzögert oder der Bewerbungsprozess beendet wurde, wäre vollkommen ausreichend gewesen - insbesondere nachdem bereits ein persönliches Gespräch stattgefunden hat.
Keine. Der Prozess war von Anfang bis Ende professionell und absolut positiv.
Will man überhaupt Stellen besetzen? Diese sind teilweise seit Monaten online – und es sind keine Spezialistenjobs, für die man keinen finden würde. Als qualifizierter Bewerber erhält man dennoch nur Standardabsagen. So kann man potenzielle Mitarbeiter auch vergraulen.
Sehr lange Rückmeldezeit ohne Zwischeninfo
Ich habe mich Anfang Dezember 2025 beworben. Außer der automatischen Eingangsbestätigung gab es bis zur Absage am 20.02.2026 keinerlei Rückmeldung. Das sind über zehn Wochen Funkstille.
Was ich zusätzlich unglücklich finde: Es war nirgends eine E-Mail-Adresse für Rückfragen angegeben. Nachfragen war damit praktisch nur über LinkedIn möglich.
Die Stelle wurde in der gesamten Zeit weiterhin aktiv auf Jobportalen beworben. Ohne Statusupdate wirkt das für Bewerbende wenig wertschätzend.
Eine kurze Zwischenmeldung nach zwei bis drei Wochen plus eine erreichbare Kontaktadresse würden schon viel ausmachen.
Wenn die Entscheidung am Ende ohnehin eine Absage ist, steht das in der Regel sowieso deutlich früher fest.
Reaktion und Prozess sollte schon vorhanden sein. Das was ich hier erlebt habe war wirklich das schlimmste was man sich in einem Bewerbungsprozess vorstellen kann. Von Respektlosigkeit bis hinzu Ghosting ist alles dabei.
Das Erstgespräch wurde nur mit HR und ohne Einbeziehung des Fachbereiches geführt. Vorgesehen waren eigentlich zwei Teilnehmer/innen seitens HR, ein Teilnehmer war aber kurzfristig verhindert. Im Erstgespräch wurde nur der kulturelle Fit durchleuchtet und auf fachliches nicht eingegangen. Ich hätte mir die Bewertung von mindestens zwei Ansprechpartnern, im Idealfall aus einem Mix fachlich/HR gewünscht, da insbesondere eigene Fragen im Erstgespräch nicht beantwortet werden konnten.
Mehr Benefits und Hund(e) im Büro zulassen
Gründe für Wechsel, Motivation, Ziele
Ich habe mich bei 1&1 auf die Position als AI Product Owner beworben und im Verlauf vier Gespräche geführt – beginnend mit einem sehr angenehmen, persönlichen und informellen Erstgespräch aus dem Bereich Recruiting & Interne Kommunikation, gefolgt von mehreren fachlichen Gesprächsrunden. Ab dem dritten Gespräch begleitete auch der Senior Recruiter den Prozess, der sich durch verbindliche, sympathische, zugängliche und offene Kommunikation positiv hervorgetan hat.
Die Gespräche wirkten durchweg authentisch, geerdet und angenehm offen auf mich. Keine künstlichen Phrasen, keine aufgesetzte Rhetorik, keine starr formalisierte Abarbeitung vorgefertigter Fragen – wie ich sie in anderen Prozessen bei anderen Unternehmen oder Institutionen durchaus erlebt habe. Stattdessen: klare Gedanken, ehrliche Einschätzungen und ein offener Austausch auf Augenhöhe. Es wurde nicht einfach geprüft, sondern wirklich zugehört. Auch persönliche Noten und situative Rückfragen machten die Gespräche nahbar und menschlich.
Alle Beteiligten kommunizierten klar, ohne Floskeln, aber mit Substanz. Es ging nicht um bloße Wissensabfragen, sondern um Absichten, Inhalte, Entwicklungen und Einschätzungen – auch auf der Metaebene. Die Gespräche wirkten reflektiert und gegenwartsbezogen. Rückmeldungen erfolgten zügig und nachvollziehbar, der Ablauf insgesamt war transparent und gut abgestimmt.
Im Vergleich zu anderen Verfahren hebt sich der Bewerbungsprozess bei 1&1 deutlich ab – weil er nicht wie ein geskripteter Parcours oder eine starre Codeschleife wirkt, sondern Raum für echte Gespräche lässt. Statt eines starren Fragebogens entstand Raum für situative Tiefe, für mehrere Ebenen des Denkens und Sprechens – was ich als Bewerber sehr wertgeschätzt habe. Komplexität zeigt sich nicht in Standardfragen, sondern darin, wie man sie situativ, kontextabhängig und wechselseitig erkundet.
Für mich ist das ein Bewerbungsprozess, der nicht nur professionell organisiert war, sondern auch ein klares Bild der Unternehmenskultur vermittelt hat: respektvoll, zugänglich, menschlich.
Ein kleiner, nicht zwingender Verbesserungsvorschlag – eher eine Beobachtung aus verschiedenen Bewerbungsverfahren unternehmensübergreifend: Ein grober Hinweis auf die Anzahl der geplanten Gesprächsrunden zu Beginn – sofern nicht bereits gegeben – wäre zur Orientierung hilfreich gewesen. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass dies je nach Profil unterschiedlich verläuft und nicht immer im Vorfeld festgelegt werden kann.
Insgesamt: ein durchweg überzeugender Prozess – inhaltlich fundiert, atmosphärisch angenehm und menschlich spürbar; ein Prozess, der Vertrauen aufbaut – so, wie man es sich als Bewerber wünscht.
So verdient kununu Geld.