Früher hat die Arbeit Spaß gemacht. Heute gehe ich mit Angst zur Arbeit.
Gut am Arbeitgeber finde ich
In der Vergangenheit bin ich sehr gerne zur Arbeit gegangen. Die Zusammenarbeit im Team war von gegenseitigem Vertrauen, Kollegialität und Freude geprägt. Man hat sich unterstützt, offen kommuniziert und gemeinsam an Lösungen gearbeitet. Dieses positive Miteinander hat sich spürbar auf Motivation und Produktivität ausgewirkt.
Viele der hier beschriebenen positiven Erfahrungen aus früheren Zeiten kann ich aus eigener Wahrnehmung bestätigen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner persönlichen Sicht hat sich die Arbeitskultur in den letzten Jahren deutlich verändert. Ich erlebe eine zunehmende personelle Fluktuation – Kolleginnen und Kollegen verlassen das Unternehmen plötzlich sehr kurzfristig und sind von dem ein auf den anderen Tag einfach weg. Gleichzeitig werden frei werdende Stellen nach meinem Eindruck nur in Ausnahmefällen oder mit erheblicher Verzögerung nachbesetzt.
Dies führt aus meiner Sicht dazu, dass sich die Arbeitsbelastung kontinuierlich auf weniger Schultern verteilt. Der Arbeitsdruck ist spürbar gestiegen. Aufgaben, Projekte und zusätzliche Verantwortlichkeiten nehmen zu, während Ressourcen begrenzt bleiben. Ich persönlich empfinde die Situation als sehr belastend und erlebe zunehmend organisatorische Herausforderungen sowie ein Gefühl permanenter Überlastung.
Zudem nehme ich eine kulturelle Entwicklung hin zu einer stark leistungsorientierten Umgebung wahr, in der dauerhaft ein sehr hohes Engagement erwartet wird. Überstunden scheinen aus meiner Sicht implizit vorausgesetzt zu werden. E-Mails außerhalb regulärer Arbeitszeiten, auch spät abends oder am Wochenende, sind nach meiner Erfahrung keine Ausnahme.
Ich habe persönlich den Eindruck, dass eine klare Abgrenzung zwischen Arbeits- und Freizeit zunehmend schwieriger wird.
Darüber hinaus empfinde ich die Entwicklungsmöglichkeiten als nicht ausreichend transparent. Trotz Übernahme zusätzlicher Aufgaben und gestiegener Verantwortung habe ich persönlich keine entsprechende Anpassung in Form von Gehalt oder Weiterentwicklung erfahren.

