Guter Arbeitgeber mit Ecken, Kanten und viel Potenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den neuen CEO empfinde ich grundsätzlich als positive Veränderung und vor allem als Chance für das Unternehmen. Ein neuer Blick auf bestehende Strukturen, neue Ideen und frische Impulse können gerade in der aktuellen Situation wichtig sein. Natürlich braucht Veränderung Zeit und nicht alles kann von heute auf morgen umgesetzt werden. Trotzdem würde ich mir an der einen oder anderen Stelle wünschen, dass noch etwas engagierter, mutiger und konsequenter vorangegangen wird. Manchmal braucht es eben auch den Mut, alte Wege zu verlassen und Dinge anders zu machen.
Was ich nach wie vor sehr am Unternehmen schätze, ist der Zusammenhalt unter vielen Kollegen. Gerade wenn es schwieriger oder stressiger wird, merkt man, dass man sich gegenseitig unterstützt. Auch die Flexibilität durch die Homeoffice-Regelung ist für mich ein großer Pluspunkt und alles andere als selbstverständlich.
Positiv finde ich außerdem, dass der Arbeitsalltag abwechslungsreich ist und es immer wieder neue Themen und Aufgaben gibt. Wer sich einbringen möchte, findet grundsätzlich Möglichkeiten dazu. Genau hier würde ich mir für die Zukunft noch mehr Offenheit für unterschiedliche Ideen und Sichtweisen wünschen – unabhängig davon, von wem eine gute Idee kommt.
Das Unternehmen hat aus meiner Sicht viele gute Seiten und vor allem viel Potenzial. Es ist sicherlich nicht alles perfekt, aber das muss es auch nicht sein. Entscheidend ist für mich, dass man die vorhandenen Stärken nutzt, die weniger guten Dinge ehrlich angeht und gemeinsam daran arbeitet, das Unternehmen wieder erfolgreich und zukunftsfähig aufzustellen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was ich teilweise schwierig finde, ist das Festhalten an alten Strukturen und Denkweisen. Erfahrung und langjähriges Wissen sind wichtig und für ein Unternehmen definitiv wertvoll. Trotzdem darf das nicht dazu führen, dass man immer wieder die gleichen Wege geht, nur weil sie in der Vergangenheit funktioniert haben.
Die Welt draußen verändert sich, der Markt verändert sich und auch die Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern entwickeln sich weiter. Deshalb finde ich es wichtig, regelmäßig über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich auch damit zu beschäftigen, was andere Unternehmen anders oder vielleicht sogar besser machen.
Manchmal würde ich mir hier mehr Mut für neue Wege wünschen. Nicht jede neue Idee ist automatisch eine gute Idee – aber sie sollte zumindest gehört, geprüft und nicht direkt mit „Das haben wir schon immer so gemacht“ abgetan werden. Erfahrung und neue Impulse schließen sich für mich nicht aus. Im Gegenteil: Wenn beides zusammenkommt, kann daraus etwas wirklich Gutes entstehen.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir wünschen, dass an einigen Stellen wieder stärker darauf geschaut wird, was langfristig gut für die Mitarbeiter und gleichzeitig für das Unternehmen ist. Dazu gehören für mich eine frühzeitigere und transparentere Kommunikation sowie ein einheitlicheres Verständnis von guter Führung.
Auch beim Thema Gehalt und Benefits sehe ich Handlungsbedarf. Benefits sollten nicht überwiegend einzelnen Bereichen vorbehalten sein und eine angemessene Vergütung trägt aus meiner Sicht auch dazu bei, gute und erfahrene Kollegen langfristig im Unternehmen zu halten.
Bei Karriere und Weiterbildung wünsche ich mir mehr Transparenz und gleiche Chancen. Leistung, Engagement und Potenzial sollten zählen – und nicht persönliche Kontakte oder die Tatsache, dass gerade niemand anderes zur Verfügung steht.
Was ich ebenfalls wichtig finde: Ideen und Vorschläge sollten unabhängig davon gehört und ernst genommen werden, von wem sie kommen. Gute Ideen entstehen nicht nur im eigenen Umfeld oder bei den Menschen, mit denen man sich besonders gut versteht. Gerade unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen können ein Unternehmen weiterbringen. Hier würde ich mir an manchen Stellen mehr Offenheit wünschen.
Ein entscheidender Punkt ist für mich außerdem, wieder nachhaltig und gewinnbringend zu arbeiten und schwarze Zahlen zu schreiben. Dabei sollte es nicht ausschließlich darum gehen, Kosten zu reduzieren. Prozesse hinterfragen, effizienter werden, gute Ideen zulassen und die richtigen Prioritäten setzen, gehört für mich genauso dazu.
Und zuletzt: wieder mehr für die eigene Marke und das Image tun. Es gibt viele gute Seiten und einen starken Kollegenzusammenhalt. Diese Stärken sollte man nutzen, weiter ausbauen und auch nach außen zeigen. Die Basis ist da – jetzt kommt es darauf an, was man daraus macht.
Arbeitsatmosphäre
Ich empfinde die Arbeitsatmosphäre insgesamt als gut und fühle mich im Unternehmen nach wie vor wohl. Natürlich merkt man gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation, dass die Stimmung auch mal angespannter sein kann – gerade in einem vertriebsorientierten Unternehmen. Für mich ist aber entscheidend, wie man damit umgeht. Ich habe das Gefühl, dass gemeinsam an den Herausforderungen gearbeitet wird und auch die Bereitschaft da ist, Dinge zu verändern. Sicherlich gibt es an der einen oder anderen Stelle noch Luft nach oben, besonders bei Kommunikation und Transparenz. Trotzdem überwiegt für mich ganz klar das Positive und ich gehe gerne zur Arbeit.
Kommunikation
Die Kommunikation ist grundsätzlich in Ordnung, bietet aus meiner Sicht aber noch Verbesserungspotenzial. Gerade bei Veränderungen von Prozessen, organisatorischen Entscheidungen oder Neuerungen, die den Arbeitsalltag betreffen, könnten Informationen teilweise früher und transparenter weitergegeben werden. Auch bei Zuständigkeiten oder neuen Abläufen ist nicht immer sofort klar, wer informiert ist oder wo der aktuelle Stand liegt. Hier würde ein einheitlicher und verlässlicher Informationsfluss vieles einfacher machen. Positiv finde ich, dass es bereits verschiedene Möglichkeiten zum Austausch gibt und das Thema Kommunikation durchaus gesehen wird. Insgesamt also eine gute Basis, die an einigen Stellen noch ausgebaut werden kann.
Kollegenzusammenhalt
Den Kollegenzusammenhalt empfinde ich insgesamt als sehr gut. Besonders im direkten Umfeld unterstützt man sich gegenseitig und kann sich aufeinander verlassen. Auch über den eigenen Bereich hinaus funktioniert die Zusammenarbeit in vielen Fällen gut, auch wenn das natürlich nicht überall gleichermaßen der Fall ist. Gerade in stressigen oder herausfordernden Situationen zeigt sich für mich, dass der Zusammenhalt da ist. Unterschiedliche Meinungen gehören dazu, aber insgesamt schätze ich das kollegiale Miteinander sehr.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance empfinde ich als gut. Besonders die Homeoffice-Regelung ist für mich ein großer Pluspunkt und bietet viel Flexibilität im Arbeitsalltag. Natürlich führt das auch dazu, dass das Büro an manchen Tagen etwas verlassener aussieht – das ist dann wohl die Kehrseite der Flexibilität. Für mich ist die Homeoffice-Möglichkeit aber definitiv ein großes Goodie des Unternehmens, das ich sehr schätze.
Vorgesetztenverhalten
Beim Vorgesetztenverhalten gibt es aus meiner Sicht deutliche Unterschiede. Es gibt Führungskräfte, die ihre Rolle sehr gut ausfüllen, ansprechbar sind, Vertrauen schenken und ihren Mitarbeitenden auf Augenhöhe begegnen. In anderen Bereichen fehlt es dagegen teilweise an wirklicher Führung oder sie wird für mein Empfinden zu stark gelebt. Denn Führung heißt für mich nicht einfach nur „führen“, sondern auch zuhören, unterstützen, Verantwortung übernehmen und den Mitarbeitenden den nötigen Freiraum geben. Hier wäre ein einheitlicheres Verständnis von guter Führung sicherlich wünschenswert.
Interessante Aufgaben
Interessante Aufgaben gibt es aus meiner Sicht definitiv. Der Arbeitsalltag ist abwechslungsreich und bietet immer wieder neue Themen und Herausforderungen. Besonders positiv finde ich die Flexibilität und die Möglichkeit, sich auch mit neuen Aufgaben einzubringen. Wer Interesse zeigt und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, bekommt aus meiner Erfahrung auch die Chance dazu.
Gleichberechtigung
Das Thema Gleichberechtigung empfinde ich im Unternehmen als sehr positiv. Ob Mann oder Frau, jung oder alt – für mich spielt das im täglichen Miteinander keine wirkliche Rolle. Unterschiedliche Persönlichkeiten, Erfahrungen und Sichtweisen gehören einfach dazu und werden aus meiner Sicht auch so angenommen.
Ich habe nicht das Gefühl, dass Alter oder Geschlecht darüber entscheiden, welche Möglichkeiten jemand im Unternehmen bekommt. Vielmehr zählen die eigene Leistung, das Engagement und die Bereitschaft, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Natürlich gibt es wie in jedem Unternehmen unterschiedliche Menschen und Sichtweisen, aber grundsätzlich erlebe ich den Umgang miteinander als offen und gleichberechtigt. Für mich ist das definitiv einer der positiven Punkte des Unternehmens.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren Kollegen empfinde ich als sehr gut und eigentlich genauso, wie er sein sollte. Das Alter spielt im täglichen Miteinander aus meiner Sicht keine besondere Rolle. Langjährige Erfahrung und das Wissen, das sich über viele Jahre aufgebaut hat, werden durchaus geschätzt und sind gerade bei vielen Themen ein echter Mehrwert.
Gleichzeitig habe ich nicht den Eindruck, dass ältere Kollegen bei neuen Themen, Veränderungen oder Entwicklungsmöglichkeiten außen vor bleiben. Jeder hat die Möglichkeit, sich einzubringen, Neues zu lernen und seine Erfahrungen weiterzugeben. Gerade die Mischung aus langjähriger Erfahrung und neuen Impulsen empfinde ich als sehr positiv. Für mich wird hier nicht in „jung“ oder „alt“ gedacht, sondern danach, was jeder Einzelne mitbringt und zum gemeinsamen Arbeiten beitragen kann.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind für mich insgesamt wirklich gut und ich habe grundsätzlich alles, was ich für meinen Arbeitsalltag brauche. Natürlich gibt es auch hier Punkte, bei denen noch Luft nach oben ist.
Was ich persönlich manchmal schwierig finde, ist der Umgang mit der Arbeit, wenn Kollegen das Unternehmen verlassen. Die Aufgaben verschwinden dadurch natürlich nicht und werden dann häufig auf die verbleibenden Kollegen verteilt. Das funktioniert eine gewisse Zeit, kann auf Dauer aber auch zu einer zusätzlichen Belastung führen. Hier würde ich mir wünschen, dass noch stärker darauf geschaut wird, wie die Arbeit langfristig sinnvoll aufgefangen und verteilt werden kann.
Unterm Strich empfinde ich die Arbeitsbedingungen aber als gut – es sind eher einzelne Punkte, an denen man noch arbeiten kann.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein empfinde ich im Unternehmen als gut. Es gibt verschiedene Ansätze und Maßnahmen, die zeigen, dass diese Themen durchaus einen Stellenwert haben. Besonders den sozialen Aspekt nehme ich im Unternehmen positiv wahr.
Natürlich kann man beim Thema Nachhaltigkeit immer noch einen Schritt weitergehen und neue Ideen entwickeln. Für mich zählt aber vor allem, dass ein Bewusstsein dafür vorhanden ist und Verantwortung nicht nur als Schlagwort gesehen wird. Insgesamt ist das für mich ein Bereich, den ich positiv bewerten kann.
Gehalt/Benefits
Beim Thema Gehalt und Benefits sehe ich ehrlich gesagt noch deutlich Luft nach oben. Benefits sind aktuell überwiegend dem Vertrieb vorbehalten, während andere Bereiche davon kaum oder gar nicht profitieren. Hier würde ich mir wünschen, dass auch die übrigen Mitarbeiter stärker berücksichtigt werden.
Auch beim Gehalt gibt es aus meiner Sicht Handlungsbedarf. In einigen Bereichen bewegt sich die Vergütung nur knapp oberhalb des Mindestlohns. Das ist besonders schade, weil gute und erfahrene Kollegen dadurch teilweise den Weg aus dem Unternehmen gewählt haben. Gerade langjährige Erfahrung und gute Arbeit sollten sich meiner Meinung nach auch in einer angemessenen Vergütung widerspiegeln.
Ich finde es schade, wenn man gute Mitarbeiter nicht wegen der Arbeit oder des Unternehmens verliert, sondern weil die Vergütung langfristig nicht mehr passt. Hier sehe ich definitiv Potenzial und würde mir wünschen, dass sich in Zukunft etwas bewegt.
Image
Das Image wird dem Unternehmen aus meiner Sicht nicht immer gerecht. Vieles von dem, was man von außen liest oder hört, entspricht nicht unbedingt dem, wie ich das Unternehmen selbst erlebe. Natürlich ist auch bei uns nicht alles rosig – aber mal ehrlich: Wo ist das schon so?
Trotzdem denke ich, dass deutlich mehr für die eigene Marke und das Image getan werden könnte. Es gibt durchaus viele positive Seiten, die nach außen stärker gezeigt werden sollten. Gleichzeitig gehören für mich aber auch Veränderungen und Verbesserungen im Inneren dazu, damit das Bild nach außen authentisch bleibt.
Das Unternehmen hat schon viele Jahre hinter sich und sicherlich auch einige Höhen und Tiefen erlebt. Wenn wir an den richtigen Stellen weiterarbeiten und uns als Unternehmen weiterentwickeln, erleben wir vielleicht gemeinsam auch noch das 40-jährige Jubiläum.
Karriere/Weiterbildung
Beim Thema Karriere und Weiterbildung sehe ich noch deutliches Verbesserungspotenzial. Mein Eindruck ist, dass Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildungen nicht für alle Mitarbeiter gleichermaßen transparent und zugänglich sind. Teilweise entsteht das Gefühl, dass persönliche Kontakte und das Verhältnis zu den entsprechenden Personen eine größere Rolle spielen, als es eigentlich sollte.
Ich würde mir wünschen, dass Entwicklung und Karriere stärker nach Leistung, Engagement, Fähigkeiten und tatsächlichem Potenzial gefördert werden. Eine Weiterentwicklung sollte aus meiner Sicht bewusst erfolgen, weil jemand für eine Aufgabe geeignet ist und sich entsprechend eingebracht hat – und nicht nur, weil gerade keine andere Person zur Verfügung steht.
Mehr Transparenz, klare Kriterien und gleiche Chancen für alle würden diesem Bereich aus meiner Sicht sehr guttun.