Veraltete Denkweise trifft auf Ausbeutung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Leider gibt es aus meiner Sicht keine positiven Aspekte, die ich hervorheben könnte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Deutlicher als in den vorherigen Punkten kann ich die negativen Erfahrungen kaum noch zusammenfassen. Es gibt viele schwerwiegende Mängel, die den Arbeitsalltag stark belasten.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre dringend notwendig, die Unternehmenskultur komplett zu überdenken und neu aufzubauen.
Arbeitsatmosphäre
Ich würde gerne lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Der Arbeitsplatz wirkt wie ein Museum für schlechte Führung: Es entsteht der Eindruck, dass Frauen hauptsächlich oberflächlich berücksichtigt werden. Überstunden scheinen als Loyalitätsbeweis erwartet zu werden, und Wertschätzung fehlt weitgehend. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende eher demotiviert werden. Das Arbeitsklima empfinde ich als sehr belastend – sowohl körperlich als auch psychisch.
Image
Das Image der Firma ist in meinem Umfeld leider sehr schlecht. Viele ehemalige Mitarbeitende berichten, dass sie erst nach dem Weggang wieder aufatmen und sich deutlich wohler fühlen. Von aktuellen oder ehemaligen Bekannten, die noch mit der Firma zu tun haben, höre ich überwiegend negative Rückmeldungen. Es wirkt, als würde versucht, das Image mit eigenen Bewertungen aufzubessern, was bei mir den Eindruck von mangelnder Transparenz hinterlässt.
Work-Life-Balance
Wir lassen das Wort „Life“ aus „Work-Life-Balance“ einfach weg – dann ist eigentlich alles gesagt. Überstunden sind die Regel, nicht die Ausnahme. Wer am Wochenende arbeitet, tut das stillschweigend, denn bezahlt wird das in der Regel nicht. Würde man für die ganze Mehrarbeit fair entlohnt, müsste sich hier vermutlich niemand über Geld Sorgen machen. Freizeit ist hier jedenfalls kein fester Bestandteil des Konzepts.
Karriere/Weiterbildung
Was ich in diesem Umfeld gelernt habe: Dass ich niemals wieder in so einer Arbeitsatmosphäre arbeiten möchte. Persönliche und fachliche Weiterentwicklung wurden kaum unterstützt – stattdessen stand das Durchhalten unter schwierigen Bedingungen im Vordergrund.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war im Verhältnis zu den Anforderungen und der Arbeitsbelastung deutlich zu niedrig. Es fühlte sich an, als wolle die Bezahlung die Mitarbeitenden eher zum Wegrennen motivieren als halten. Eine faire und marktgerechte Vergütung sucht man hier vergeblich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Homeoffice wurde zwar angeboten, aber darüber hinaus gab es kaum Bemühungen, den Umweltschutz aktiv zu fördern oder zu verbessern. Das Thema scheint wenig Priorität zu haben.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Frauen ist spürbar – man stärkt sich gegenseitig, weil man sieht, was tagtäglich passiert. Leider ist das auch nötig. Einige männliche Kollegen verhalten sich leider oft dominant und egozentrisch, was das Arbeitsklima zusätzlich belastet. Die restlichen Kollegen schauen weg und nehmen das Klima schweigend hin. Eine aktuelle Werbekampagne sagt: „Augen verschließen hilft nicht“ – leider beschreibt das die Haltung vieler hier sehr treffend. Echte Solidarität oder aktives Eintreten füreinander findet kaum statt.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Anteil älterer Kollegen ist sehr gering, weshalb sich zum Umgang mit dieser Gruppe kaum Aussagen treffen lassen. Insgesamt wirkt das Team eher jung und dynamisch, ältere Mitarbeitende sind kaum vertreten.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung war in meinem Erleben weder professionell noch empathisch. Entscheidungen wirkten oft impulsiv und wenig durchdacht, Kritik wurde schnell persönlich genommen. Konstruktives Feedback von Mitarbeitenden wurde selten angenommen – stattdessen wurde man eher belächelt oder nicht ernst genommen. Es fehlte an Führungsstärke, Souveränität und dem nötigen Maß an Menschlichkeit, das eine moderne Führungskraft auszeichnen sollte. Insgesamt entstand der Eindruck von Unsicherheit, die durch Autorität überdeckt werden sollte – was das Arbeitsklima spürbar belastete.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind geprägt von dauerhaftem Druck, vielen Überstunden und fehlender Wertschätzung. Die Bezahlung steht in keinem angemessenen Verhältnis zum Arbeitspensum. Kommunikationswege sind oft unklar und führen zu Missverständnissen. Insgesamt entsteht ein belastendes, oft toxisches Arbeitsumfeld, das weder die persönliche noch die berufliche Entwicklung fördert.
Kommunikation
Die Kommunikation ist oberflächlich und intransparent. Absprachen laufen fast ausschließlich über Teams oder WhatsApp, wichtige Informationen kommen spät oder gar nicht. In Gesprächen wird Kritik häufig nicht ernst genommen – stattdessen wird man belächelt, angegangen oder als „zu sensibel“ abgestempelt. Aussagen werden verdreht oder missinterpretiert, was Vertrauen und Offenheit unmöglich macht. Eine gesunde Feedbackkultur existiert schlichtweg nicht.
Gleichberechtigung
Im Unternehmen herrscht aus meiner Sicht ein deutliches Ungleichgewicht bei der Gleichberechtigung. Frauen werden meiner Erfahrung nach nicht auf Augenhöhe behandelt, und Diskriminierungen werden entweder ignoriert oder heruntergespielt. Es fehlt an wirklichem Engagement für eine faire und respektvolle Unternehmenskultur, die alle Mitarbeitenden gleichwertig behandelt. Das wirkt sich negativ auf das Arbeitsklima und die Motivation aus.
Interessante Aufgaben
Gab bestimmt welche, aber habe die unter dem ganzen Druck nicht sehen können.