adesso insurance solutions GmbH als Arbeitgeber

  • Dortmund, Deutschland
  • BrancheIT
adesso insurance solutions GmbH

Empathielose Führungskräfte, gestresste Kollegen, starre Strukturen

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich IT bei adesso insurance solutions GmbH in Dortmund gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Katastrophal!!! Anders kann man es nicht beschreiben. Die Kolleg*Innen sind fast alle durchweg gestresst, einsilbig und auskunftsunwillig, man dümpelt vor sich hin und jeder scheint darauf bedacht zu sein, seine Arbeit irgendwie erledigt zu bekommen, ohne einen Anranzer der Führungskräfte zu kassieren. Ich habe mich noch nie so unwohl gefühlt, so unwillkommen und sosehr wie eine bloße Nummer.

Kommunikation

Auch hier muss ich leider sagen: Katastophal! Wichtige Entscheidungen werden durch die Führungskräfte entweder gar nicht oder erst auf Anfrage hin kommuniziert. Unnötige Mehrarbeit entsteht. Die Teammitglieder werkeln alle stumm vor sich hin, wollen kaum helfen, unterstützen oder Know-how teilen. Hier scheint sich jeder selbst der Nächste zu sein. Die Führungskräfte lassen sich kaum sehen, und wenn, dann kommunizieren sie "von oben herab" und behandeln ihre Mitarbeiter*Innen wie bloße Nummern oder Arbeitsmaschinen.

Kollegenzusammenhalt

Gemeinsames Mittagessen oder Kaffeetrinken gibt es hier, aber das scheint auch schon das Maximum an Zwischenmenschlichkeit zu sein. Unterstützung bei der Arbeit, Know-how-Transfers, Anpacken als Team, der "Wir"-Gedanke: alles Fehlanzeige! Wenn überhaupt, dann bekommt man Informationen hektisch und bruchstückhaft "über den Zaun" geworfen - und die müssen noch nicht mal stimmen. Der Eine interessiert sich kaum bis gar nicht für den Anderen. Wenn man dann doch noch mal nachfragt, heißt es: "Wie? Das hast du immer noch nicht verstanden?" Man merkt den Leuten zu jeder Zeit an, dass sie an dem, was sie tun, überhaupt keinen Spaß haben.

Work-Life-Balance

Ein 8h-Tag war, zumindest für mich, ohne Probleme drin. Ich habe von etlichen Leuten gehört, bei denen das beileibe nicht immer so war, aber ich kann meine Bewertung natürlich nur auf Grundlage meiner eigenen Erfahrungen abgeben. Allerdings: Obwohl sich Adesso/ais als sehr modernes Unternehmen präsentiert und man alle nötigen technischen Ausrüstungen dafür hat, ist "Home Office" ein tiefrotes Tuch und sehr ungerne gesehen. Aus meiner Sicht gibt es dafür keinen objektiven Grund. Vor allem nicht in einem Unternehmen, in dem durch den Berater-Charakter sowieso ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Letztlich scheint es wohl auf Misstrauen gegenüber den Mitarbeiter*Innen hinauszulaufen.

Vorgesetztenverhalten

Empathielos, desinteressiert, von oben herab, eigenbrötlerisch und unnahbar, gefühlskalt, fragwürdige Sozialkompetenz, viel Motzen und kein Lob ... sucht euch was aus. Ich erwarte beileibe nicht, dass mir die Führungskräfte jeden Morgen um den Hals fallen und mit mir auf Brüderschaft trinken, aber DAS war ECHT der Hammer! Ein so herabwürdigendes Verhalten gegenüber seinen Mitarbeiter*Innen habe ich noch nicht erlebt. Und ich mache den Job schon seit ein paar Jährchen.

Interessante Aufgaben

Prinzipiell ist der Versicherungsbereich sehr interessant - die ais schafft es aber, sogar diesen zu einem langweiligen Moloch zu machen. Das hat vor allem technische Gründe, aber die zu nennen verbietet mir leider die Kununu-Richtlinie.

Gleichberechtigung

Einer der wenigen Pluspunkte der ais (bzw. der Adesso per se): Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, das spielt hier alles keine Rolle. Es gibt Mitarbeiter*Innen aller Couleur.

Umgang mit älteren Kollegen

Viele davon habe ich nicht gesehen. Das Unternehmen hat meiner Meinung nach eine ganz klare Präferenz, vor allem junge und sehr Junge Mitarbeiter*Innen einzustellen. Das muss nicht schlecht sein, aber dadurch fehlt auch wichtiges Know-how. Und das merkt man leider ...

Arbeitsbedingungen

Furchtbar! Unpersönliche, laute, steril eingerichtete De-facto-Großraumbüros, die viel zu voll sind. Tische und Stühle entsprechen dem Standard der 70er- oder 80er-Jahre, aber definitiv nicht mehr der Gegenwart. Die meisten Plätze scheinen ohnehin "Springer"-Plätze zu sein: Fast nirgendwo sieht oder findet man eine persönliche "Note" der Kolleg*Innen, und sei es auch nur ein Foto des Partners oder eine Topfpflanze. Die Beleuchtung ist eine Zumutung: grelles, kaltweißes Neonlicht. Die technische Ausrüstung ist prinzipiell OK, moderner Laptop, aktuelles Handy, allerdings sind die Laptops fürs Entwickeln nahezu ungeeignet, da zu langsam und mit zu wenigen Ressourcen ausgerüstet (und LAUT!). Eine Kantine gibt es keine, dafür aber einen nett gestalteten Pausenraum. Toiletten sind Mangelware: zwei Kabinen und zwei Pissoirs für gut und gerne 60 Mitarbeiter und mehr. Da kann es schon mal "eng" werden. Grob gesagt ist die ais bzw. Adesso vor allem dort schön anzusehen und gut eingerichtet, wo Kunden hinkommen. Dort präsentiert man sich von seiner besten Seite. Überall dort, wo die Arbeit getan wird, herrscht Fabrik- und Lagerhallenatmosphäre - und zwar sowohl optisch als auch menschlich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird viel damit geworben, wie sozial man ist, wie familienfreundlich und was weiß ich. Meiner Meinung nach ist das aber vor allem eine hübsche Fassade. Wer einerseits sein angebliches Sozialbewusstsein so betont, andererseits aber herablassend und respektlos mit seinen Mitarbeiter*Innen umgeht, der macht sich schlicht unglaubwürdig.

Gehalt/Sozialleistungen

Der zweite echte Pluspunkt an der ais bzw. an Adesso: Gehälter gibt es hier teilweise deutlich über den Branchendurchschnitt. Das hat aber auch seinen "Preis". Ich habe mein Gehalt irgendwann nur noch als "Schmerzensgeld" bezeichnet - denn genau das war es auch. Dann doch lieber etwas weniger verdienen und dafür in einem Umfeld arbeiten, in dem man wertgeschätzt wird und sich wohlfühlt.

Image

Die Außenwirkung von Adesso und seiner Töchter scheint sehr gut zu sein - wenn sie etwas können, dann ist es, sich nach außen hin zu präsentieren. Man wirkt wie ein hippes, flexibles, agiles und sehr menschliches Unternehmen. Allerdings hat diese Außenwirkung wenig mit der gelebten Realität zu tun - und das dringt mittlerweile auch nach außen.