Großartige Kollegen und Ausstattung, aber Auslastung geht vor Entwicklung und Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen und die ursprüngliche Kultur. Dazu die sehr gute Hardware, kostenlose Getränke und Snacks, oft unkomplizierte Entscheidungen und die Freiheit bei der Aufgabengestaltung. Man kann mit jedem ins Gespräch kommen und fast jeder unterstützt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mittlere und obere Führungskultur. Ich hatte den Eindruck, dass aktuell eher auf Kennzahlen als auf die Weiterentwicklung von Unternehmen und Kultur geschaut wird. Wer Leistungsträger nicht fördert, riskiert, dass diese gehen.
Verbesserungsvorschläge
Wieder mehr Fokus auf Kultur, Mitarbeitende aktiv nach Ideen fragen, den Führungskreis verschlanken, Gehalts- und Aufstiegsentscheidungen transparenter und leistungsbezogener gestalten, Management-Termine nicht auf Freitagnachmittag legen und Neueinstellungen sorgfältiger planen, sodass Kündigungen in der Probezeit vermieden werden können.
Arbeitsatmosphäre
Der Einstieg bei adesso war hervorragend: Welcome Days, offene und hilfsbereite Kollegen, viel Inspiration. Die Kollegen waren für mich das Beste am Unternehmen. Im Projektgeschäft stand aber schnell die kundenverrechenbare Auslastung an erster Stelle und das wurde auch häufig so kommuniziert. Die ursprüngliche Kultur habe ich mit der Zeit weniger spürbar erlebt. Informationen kamen oft über den Flurfunk und bei Management-Terminen wurden kritische Fragen aus meiner Sicht eher ausweichend beantwortet. Die Führung erlebte ich sehr unterschiedlich: Einzelne Führungskräfte haben sich ehrlich bemüht, insgesamt war aber wenig Rückhalt spürbar und Entscheidungen von oben konnten kaum beeinflusst werden. Teamevents fielen je nach Bereich sehr unterschiedlich aus. Bei Kunden wird adesso positiv wahrgenommen, intern hatte ich jedoch den Eindruck, dass Umsatz vor dem bestmöglichen Projektergebnis steht.
Gleichberechtigung
Ich habe zum Thema Gleichberechtigung nur gute Erfahrungen gemacht. Der Umgang war ausgeglichen und respektvoll, Diskriminierung habe ich nie erlebt.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist erstklassig: aktuelles MacBook Pro, iPhone, Bluetooth-Headset, zusätzliche Hardware nach Absprache, KI-Budget für Projekte, Projektserver und VMs bei Bedarf sowie ein großer Softwarekatalog. Dazu kommen kostenlose Getränke, Obst und Kaffee/Tee/usw. Homeoffice war bei mir immer problemlos möglich, Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit wurde nicht erwartet. Ich habe im Schnitt 40 bis 45 Stunden gearbeitet, Überstunden wurden nie verlangt. Abzüge gibt es für die Großraumbüros, die bei vielen parallelen Telefonaten sehr laut werden können, sowie dafür, dass Reisezeit als Freizeit gilt und es gerne gesehen wird, wenn interne Termine zusätzlich zu den kundenverrechenbaren Stunden gebucht werden.
Gehalt/Benefits
Das Schulungsangebot ist groß und bezahlte Zertifizierungen werden mit motivierter Führungskraft gemeinsam geplant und anstandslos finanziert. Der Aufstieg in die nächste Laufbahnstufe schien mir dagegen verzögert zu werden. Das Einstiegsgehalt war für mich gut. Danach gab es trotz deutlich mehr Verantwortung, durchgehender Projektauslastung und gutem Umsatz keine Gehaltserhöhungen, nur geringe Steigerungen beim Laufbahnstufenwechsel waren vorgesehen. Dies betraf alle Kolleginnen und Kollegen und es wurde auch kommuniziert, dass der Spielraum für Gehaltserhöhungen nicht vorhanden ist. Gehaltsspannen existieren zwar, sind der Belegschaft jedoch nicht bekannt. Die Benefits sind branchenüblich: Jobbike, vergünstigtes Deutschlandticket, Getränke, Obst und Events, die zuletzt jedoch seltener wurden aufgrund von Sparmaßnahmen (Sommerfest, Teamevents, etc.).


