adesso SE Logo

adesso 
SE
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Wachsender IT-Dienstleister im Charme einer Zeitarbeitsfirma

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT bei adesso SE in Dresden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den Zusammenhalt der Kollegen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der ständige Wachstumswahn getrieben durch den Vorstand, der zu schlechter Auslastung und niedrigem Gewinn und schlussendlich unzufriedenen Mitarbeitern führt.
Der Mitarbeiter ist eine Ressource, wie es ihm geht und was er will wird sich zwar angehört aber schlussendlich ignoriert.

Verbesserungsvorschläge

Stoppt das irrsinnige Wachstum, was seit Jahren zu niedrigen Gewinnen und immer mehr Frust bei den Mitarbeitern führt.
Nehmt euch den Kritiken der Mitarbeiter an und sorgt dafür, dass diese nicht nur eine KV-Ressource sind.
Überarbeitet das KV-Gehaltsmodel: Weiterbildungen und (Kind) Krankheit gehören nicht abgestraft. Es muss transparent und nachvollziehbar einsehbar sein.

Arbeitsatmosphäre

Jahrelang als Body Leasing für Kunden ausgeliehen. Trotz vielen Gesprächen war ein Projektwechsel nicht möglich und es wurde auf Verschleiß gefahren bis zur schlussendlichen Kündigung meinerseits. Projektbetreung war stark ausbaufähig: Der Projektleiter war nur oberflächlich für das Projekt tätig und kannte nicht die richtigen Kunden-Ansprechpartner. Es traten immer wieder die gleichen Probleme auf (die angeblich jedes mal gelöst sein sollten). Man fühlt sich wie ein Ressource, die möglichst viele "Kunden verrechenbare Stunden" in Rechnung stellen muss.

Work-Life-Balance

Man kann sich die Arbeitszeit frei einteilen (so lange es das Projekt zulässt). Elternzeit wurde immer ohne Probleme genehmigt.
Aber: Man muss wenn man sein Ziel erreichen will 95% seiner Arbeitszeit KV Stunden buchen. Es bleiben 24 Minuten am Tag für: Weiterbildung, Pflichtschulungen, (mehrtägige) adesso Veranstaltungen, interne Weeklys, Projektleerlauf und (Kind) Krankheit. Ja auch Krankheit wird gegengerechnet. Ist man nur einen Tag krank, arbeitet man fast einen Monat 100% um das wieder auszugleichen. Wenn man hier arbeitet, sich weiterbilden will und eventuell mal krank ist und trotzdem die Ziele voll erreichen will, sollte definitiv mehr als 40h die Woche einplanen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Müll wird getrennt. Fokus liegt auf Elektro-Firmenfahrzeugen inkl. Ladesäulen am Standort. Firmenfahrzeug kann auch gegen eine Bahncard 100 eingetauscht werden.

Karriere/Weiterbildung

Karriereschritte sind nicht transparent. Man unterhält sich zum jährlichen Gespräch über neue Ziele und Weiterbildungen. Was davon und wann zu einem Karriereschritt führt, liegt im Nebel.
Weiterbildungen sind theoretisch möglich. Es gibt ein Onlineportal mit Schulungen. Zertifikate sind möglich, die Firma übernimmt auch die Kosten. Teilnahme an Konferenzen war auch kein Problem.
Aber: Man macht das alles in seiner Freizeit, da man sonst seine KV-Zeit "ruiniert". D.h. man wird eigentlich indirekt dafür bestraft, dass man sich weiterbildet.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen sind super und man hat immer einen guten Austausch. Auch die Team Events machen Spaß. Zusammen gearbeitet habe ich mit Ihnen leider nur wenig.

Vorgesetztenverhalten

Ich hatte ein gutes Verhältnis zu meinem Vorgesetzten.
Aber: Diese haben allerdings auch ihre Ziele und sind sehr stark ins Projektgeschäft eingebunden, sodass sie ihrer eigentlichen Aufgabe nicht immer nachkommen können. Bei Problemen die auf Widerstand in einer höherer Führungsetage treffen, neigt der Vorgesetzte zur Hinhaltetaktik oder Ghosting um Probleme auszusitzen. Ein Jahresgespräch zieht sich dann gerne mal über 3 Monate. Kommt man beim Jahresgespräch nicht überein, gibt es keinerlei Konfliktbeseitigung und der Status quo wird weitergelebt und eine daraus resultierende Kündigung in Kauf genommen.
Mündliche Absprachen mit Auswirkungen auf das Gehalt werden nicht eingehalten. Im nächsten Gespräch will man davon nichts mehr wissen mit der Begründung "adesso hat festgelegt, dass das doch nicht geht".

Arbeitsbedingungen

Man schafft förmlich goldene Büro-Tempel, auf die der Architekt stolz sein kann. Zentrumsnahe Lage mit guter Verkehrsanbindung. Es gibt auch Getränke, Snacks usw.
Aber: Es sind Großraumbüros mit Sitzplatzbuchung und hoher Lautstärke. Dementsprechend viele Leute saßen freiwillig im Home Office. Da es sehr viel Leerstand gab, hat man erst überlegt Büroflächen unterzuvermieten und hat sich dann entschieden, wieder eine Office Pflicht mit 2 Tagen die Woche einzuführen. Die Office Pflicht unabhängig davon, ob das im Projekt überhaupt Sinn macht und man in der GS überhaupt mit jemanden zusammen arbeitet.
Es wurde eine "European Forum" ins Leben gerufen (das einem Betriebsrat ähneln soll, allerdings ohne Biss). Dieses hat tatsächlich mal damit angefangen, Mitarbeiterumfragen zu versenden, um die Missstände zu ergründen.

Kommunikation

Im Rahmen von Zahlen, Daten, Fakten gibt es ungefähr aller 2 Monate ein eher zahlen lastiges MA Frühstück. Es gibt auch immer eine Fragerunde, bei denen die kritischen Fragen der Mitarbeiter meist an erster Stelle stehen und vom Vorstand dann aber eloquent umschifft werden.

Gehalt/Benefits

Zum Einstellungszeitpunkt marktüblich. Allerdings gibt es für die gleiche Position in unterschiedlichen Abteilungen teils starke Schwankungen.
Es gibt verlässlich jedes Jahr eine Nullrunde, auch bei durchgehender guter Auslastung (KV) beim Kunden. Ein Ex-CFO prägte während der letzten Inflationsphase das Zitat "Bei einer Deflation senken wir ja auch nicht die Löhne." Eine Inflationsausgleichsprämie gab es z.B. auch nie.
Das einzige was möglich war, war den Bonusanteil unter Absenkung des Festgehalts zu steigern, mit den damit verbundenen Risiken bei Krankheit/Projektleerlauf. D.h. eine Negativentwicklung ist möglich.
Es ist nicht transparent wie sich die KV-Zeiten auf das Gehalt auswirken. Es gibt schlicht kein Tool, was einen den aktuellen Bonus anzeigt. Informationen bekommt man nur über seine Führungskraft per Nachfrage oder man baut sich eine nicht ganz triviale Excel zum selber ausrechnen.
Es werden über Nacht Benefits gestrichen. Am Anfang war es möglich zwischen verschiedenen Gehaltsmodellen jährlich zu wechseln (damit wurde auch während des Mitarbeitergesprächs geworben, dass man es ja mal ausprobieren kann). Über Nacht war man dann in dem Modell für immer gefangen.

Interessante Aufgaben

Beim Vorstellungsgespräch: Wir haben interessante Projekte und ein Wechsel zwischen den Projekten ist kein Problem.
Realität: Die ersten 3 Monate ein spannendes Projekt gehabt, danach mehrere Jahre als Body Leasing ausgeliehen. Wechsel war nicht möglich, da man ja gutes Geld reinholt und erst mal die vielen neuen MAs, die noch auf der Bank sitzen, Vorrang haben.


Gleichberechtigung

4Hilfreichfinden das hilfreich11Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Svea Britt Bansemer, HR Management
Svea Britt BansemerHR Management

Liebe:r ehemalige:r adessi,

vielen Dank für deine ausführliche und ehrliche Bewertung. Es tut uns wirklich leid zu hören, dass du negative Erfahrungen bei uns gemacht hast.

Deine Kritikpunkte nehmen wir sehr ernst und würden gerne mehr über deine Erfahrungen erfahren, um daraus zu lernen. Falls du Lust auf einen Austausch hast, melde dich gerne bei mir unter svea-britt.bansemer@adesso.de

Viele Grüße
Svea

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.