It was fun while it lasted
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es war mal eine Menge. adesso war mal der Arbeitgeber, von dem ich gerne und auch stolz erzählt habe, was alles geboten wird. Die Betonung liegt nur leider auf "war".
Heute sind es vor allem die Kollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Abhandengekommende Persönlichkeit durch massives Wachstum.
Teilweise unverständliche Sparmaßnahmen. Events wie das Sommerfest werden eingestampft, aber ein zweitägiges Meeting aller Manager, inklusive Catering und gemieteter Location, oder ein großes Gänseessen für Vertriebler finden statt?
Verbesserungsvorschläge
Utopisch wäre es, dahin zurückzukehren, wo man vor ein paar Jahren war.
Das enorme Wachstum der letzten Jahre hat dazu geführt, dass viel Charakter verloren gegangen ist. Da hilft auch kein Culter Code. Ein Unternehmen mit 12.000 Mitarbeiten funktioniert nun mal nicht wie eins mit 2.000.
Aber lasst den "normalen" adessi doch wenigstens die Events. Es muss nicht die "Seminarfahrt" sein, aber Sommerfeste und auch Abteilungs-/Teamevents?
An die Führungskräfte, schenkt euren Mitarbeitern wieder ein kleines bisschen mehr Vertrauen und zeigt ehrliche Wertschätzung.
Habt ein Auge auf eure Mitarbeiter und schaut nicht weg, wenn sie geradewegs in einen Burnout marschieren.
Es heißt häufig genug "People leave mangers, not companies".
Arbeitsatmosphäre
Es hat mal wirklich viel Spaß gemacht. Aber nach und nach ging es bergab.
Image
Nach innen wird es, speziell bei Kollegen mit langer Firmenzugehörigkeit, schlechter. Für neue Kollegen ist alles erstmal ganz toll.
Nach außen kennt man adesso häufig als den Discounter unter den Body Leasing Unternehmen.
Work-Life-Balance
Man ist ziemlich flexibel, was Arztbesuche, Mobile-Work etc. angeht. Allerdings wird auch fast schon ausgenutzt, wenn Mitarbeiter "die Extrameile" gehen.
Überstunden auch mal abbauen geht nur dann, wenn die Führungskraft Wert darauf legt oder man hartnäckig selbst dokumentiert, wie viel man gearbeitet hat.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung wird häufig in die Freizeit verschoben. Zuletzt wurden Schulungen, die nicht im Inhouse Katalog sind, stark eingeschränkt. Da mussten teilweise einige Verrenkungen gemacht werden, damit eine notwendige Schulung bezahlt wird.
Gehalt/Benefits
Wenn man keine Führungskraft hat, die sich wirklich darum bemüht, ist man verloren.
Bei einem Wechsel sind auch schon mal locker 20-30% mehr drin.
Kollegenzusammenhalt
Wenn der nicht so gut wäre, wären viele Kollegen schon viel früher gegangen.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt solche und solche.
Speziell auf höheren Ebenen wird häufig versucht sich zu profilieren.
Da werden auch schonmal Teamleiter umgangen und direkt die Mitarbeiter angesprochen, damit ein Projekt, was beim Vorstand toll aussieht, auch ja priorisiert wird. Wenn das Projekt dann erfolgreich über die Bühne geht, wird sich mit fremden Lorbeeren geschmückt.
Auch externen Vertrieblern wird schon mal mehr Glauben geschenkt, als den eigenen Mitarbeitern.
Einige Teamleiter versuchen sich zu zerreißen, damit ihr Chef nicht dafür sorgt, dass alles auseinanderbricht.
Arbeitsbedingungen
Hardware und auch die Büros als solche sind wirklich gut. Störend sind nur die Großraumbüros, wenn sie gut besucht sind. Es ist halt lauter, wenn 20 Personen ohne Schallschutz zusammen sitzen und ein Teil davon in unterschiedlichen Meetings sitzt und spricht.
Gleichberechtigung
Ich hatte lange Zeit das Gefühl, dass viel Wert auf Gleichberechtigung gelegt wird. Das Bild hat aber stark gebröckelt.


