Ihr Unternehmen?

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agap2 
- 
Deutschland
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Teils spannende Projekte mit schwierigen Rahmenbedingungen. Bleibt deutlich hinter den geweckten Erwartungen zurück...

2,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung bei agap2 (münchen, deutschland) in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Je nach Projekt bieten sich spannende und abwechslungsreiche Aufgaben, durch die man insbesondere als Berufseinsteiger wertvolle Praxiserfahrung sammeln und sich fachlich weiterentwickeln kann.
Angebot von Wellpass

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ein aus meiner Sicht unangemessenes Verhältnis zwischen Gehalt, Qualifikationsanforderungen und geforderter Flexibilität. Hinzu kommen regelmäßige Einsatzortwechsel, die das Privatleben erheblich erschweren, in meinen Augen begrenzte Weiterbildungsmöglichkeiten (auch wenn anders kommuniziert) sowie eine teilweise fehlende Wertschätzung für die Bedürfnisse der Fachspezialisten.

Verbesserungsvorschläge

Eine angemessene Vergütung für die hohen fachlichen Anforderungen und die geforderte Flexibilität sowie nachvollziehbare Gehaltsentwicklungen.
Mehr Transparenz und Verbindlichkeit bei Vertragsbedingungen und Kommunikation. Zudem sollten private Lebensumstände bei der Projektplanung stärker berücksichtigt und Weiterbildungen fachlich relevanter sowie als bezahlte Arbeitszeit angeboten werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre im Münchner Büro ist insgesamt angenehm und kollegial. Gemeinsame Mittagessen und Kaffeepausen tragen zu einem guten Miteinander bei und bieten Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Allerdings kann es phasenweise auch etwas unruhig und unkonzentriert werden, was konzentriertes Arbeiten beeinträchtigen kann.

Image

Kann ich nicht viel dazu sagen.

Work-Life-Balance

Je nach Projektumfang. In der IC-Phase sitzt man seine Stunden ab und das passt dann.

Karriere/Weiterbildung

Bei entsprechender Auftragslage und etwas Glück hinsichtlich des Timings kann man spannende und abwechslungsreiche Projekte bekommen und sich fachlich relativ schnell weiterentwickeln. Gerade für Berufseinsteiger klingt das zunächst vielversprechend. Allerdings hängen diese Möglichkeiten stark von der verfügbaren Projektlage ab und sind daher nicht unbedingt planbar.

Bei den Weiterbildungsangeboten sollte man sich nicht täuschen lassen. Vor allem weil es einer der am stärksten Beworbenen Vorteile dieses Arbeitgebers sein soll. Die beworbene interne Online-Lernplattform empfand ich als fachlich nicht relevant (Meinung gestützt durch den Austausch mit anderen Fachspezialisten); für die praktische Arbeit in den Projekten waren die Inhalte wenig bis gar nicht hilfreich.

Die regelmäßigen unterjährigen Schulungen sind grundsätzlich positiv zu bewerten, da sie von anerkannten Schulungsinstituten durchgeführt werden. Allerdings finden sie unentgeltlich an Wochenendtagen, i.d.R. Regel samstags, statt. Da die einzelnen Schulungen i.d.R. nur einen Tag umfassen, vermitteln sie eher einen Überblick als fundiertes Wissen.

Gehalt/Benefits

Gemessen an den hohen Qualifikationsanforderungen, mit denen Fachspezialisten gegenüber Kunden vermarktet werden, fällt das Grundgehalt aus meiner Sicht eher gering aus. Insbesondere die geforderte Flexibilität, vor allem hinsichtlich des Einsatzortes, sollte deutlich besser vergütet werden.

Zwar wird mit jährlichen Gehaltsanpassungen geworben, diese gleichen jedoch eher die Inflation aus, als dass sie echte Gehalts- oder Karrieresprünge ermöglichen. Zudem müssen entsprechende Anpassungen teilweise hart mit dem zuständigen TBM verhandelt werden.

Kritisch sehe ich auch, dass es negativ ausgelegt werden kann, wenn man unverschuldet längere Zeit keinem Projekt zugeteilt wird. Die Verantwortung für eine ausreichende Projektpipeline liegt aus meiner Sicht jedoch nicht bei den Fachspezialisten, sondern maßgeblich beim Management.

Mit Corporate Benefits und Wellpass sind zwar Zusatzleistungen vorhanden, diese gleichen die genannten Schwächen bei Gehalt und Gehaltsentwicklung keinenfalls aus.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nicht vorhanden! TBMs fliegen mehrmals jährlich durch ganz Europa für lächerliche ein bis zwei Tage. Selbst die einfachsten Dinge wie Mülltrennung sind nicht gegeben.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der jeweiligen Gruppen ist der Kollegenzusammenhalt grundsätzlich gut. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass zwischen den TBMs und den Fachspezialisten eine gewisse unsichtbare Barriere besteht. Beide Gruppen scheinen, was wahre Offenheit/Ehrlichkeit im Gespräch angeht, weitgehend unter sich zu bleiben.
Dadurch entsteht für mich weniger ein gemeinsames Wir-Gefühl auf Unternehmensebene, sondern eher ein Nebeneinander verschiedener Gruppen.

Umgang mit älteren Kollegen

Tendenziell ein junges Team, was sicher an der geforderten Flexibilität und der Aufgabe des sozialen Umfelds liegt (Details siehe Arbeitsbedingungen).

Vorgesetztenverhalten

Grundsätzlich in Ordnung. Es handelt sich schließlich um eine professionelle Beziehung und keine Freundschaft. Ausreißer nach oben werden durch andere nach unten ausgeglichen.

Arbeitsbedingungen

Wer nicht bereit ist, sein soziales Umfeld regelmäßig hinter sich zu lassen, hat es bei diesem Arbeitsmodell schwer. Die Arbeit vor Ort kann in manchen Projekten durchaus angenehm sein. Das relativiert sich jedoch schnell, wenn dafür regelmäßig der Wohn- bzw. Einsatzort gewechselt werden muss. Ein stabiles Privatleben aufrechtzuerhalten, Freundschaften zu pflegen oder eine Familie aufzubauen, wird dadurch erheblich erschwert.

Besonders kritisch finde ich, dass der Wunsch nach mehr örtlicher Stabilität vom Office-Personal wiederholt negativ kommentiert wird. Aus meiner Sicht fehlt hier das Verständnis dafür, wie stark sich die wechselnden Einsatzorte auf das Privatleben auswirken – gerade im Vergleich zu Mitarbeitern, die selbst einen festen Arbeitsort haben.

Kommunikation

Die Kommunikation empfand ich insgesamt als verbesserungswürdig. Bereits im Einstellungsprozess wurden Erwartungen geweckt und Zusagen in Aussicht gestellt, die sich im späteren Arbeitsalltag nicht wie angekündigt widerspiegelten.
Auch bei den vertraglichen Rahmenbedingungen fehlte es an Transparenz. Der übermittelte Arbeitsvertrag enthielt nicht alle relevanten Informationen, sondern verwies lediglich auf einen Mantelvertrag. Diesen musste ich mehrfach anfordern. Dabei wurde mir sogar mitgeteilt, dass nicht sicher sei, ob es sich um die aktuelle Version handelt. Gerade bei vertraglichen Vereinbarungen hätte ich mir mehr Klarheit und Verlässlichkeit gewünscht.
Während der Projektphasen finden ein- bis zweiwöchentliche Updates mit den zugeordneten Technical Business Managern (TBM) statt. Außerhalb laufender Projekte (IC-Phase) empfand ich es hingegen als dürftig. Zwar gibt es wöchentliche Standortmeetings, darüber hinaus fehlte es jedoch häufig an konkretem. Teils wurde mir mitgeteilt, dass mein Profil bei einem Kunden eingereicht worden sei. Ob daraus etwas wurde oder warum es nicht weiterging, erfuhr ich anschließend jedoch nicht.

Gleichberechtigung

Scheint gegeben zu sein.

Interessante Aufgaben

Im Projekt teilweise schon, wobei nicht immer so wie man es sich wünscht.
In der IC-Phase definitiv nicht. Es ist regelrechtes Zeitabsitzen, oder man soll Aufgaben der TBM übernehmen (Business Development, freie Stellen und neue Projekte suchen).

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.