Es war mal ein toller Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die flexiblen Arbeitszeiten, da man seinen Arbeitstag dadurch grundsätzlich gut einteilen konnte. Auch die Möglichkeit, Hunde mitzubringen, war angenehm und nicht selbstverständlich.
Ebenfalls positiv war, dass benötigtes Arbeitsmaterial gestellt wurde. Die höhenverstellbaren Tische an den Sharing-Plätzen waren ein guter Ansatz, auch wenn die ergonomische Umsetzung insgesamt noch ausbaufähig war.
Gut fand ich außerdem die neue, funktionale Küche sowie die grüne Wiese mit Sonnenliegen und Schirmen, die in den Pausen eine angenehme Möglichkeit zum Abschalten geboten hat. Auch die Rabatt-App war ein netter Benefit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht fand ich vor allem die fehlende Transparenz und die sehr unstrukturierte Kommunikation. Wichtige Informationen kamen oft zu spät, unvollständig oder teilweise gar nicht bei allen Teams an. Dadurch entstanden Unsicherheit, Flurfunk und das Gefühl, nicht richtig eingebunden zu sein.
Auch das Führungsverhalten war aus meiner Sicht problematisch. Der Umgangston war teilweise nicht angemessen, und es fehlte oft an Wertschätzung für bereits geleistete Arbeit. Durch den Wechsel in der Geschäftsführung hat sich vieles negativ verändert, wodurch das Unternehmen deutlich weniger menschlich wirkte als früher.
Zudem fehlte eine klare und faire Struktur bei Gehalt, Benefits, Boni und Sonderleistungen. Manche Mitarbeitende erhielten Vorteile, andere nicht, ohne dass die Kriterien nachvollziehbar waren. Auch Weiterbildungen wurden zwar beworben, aber trotz mehrfacher Nachfrage nicht wirklich umgesetzt.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass viele interne Probleme nicht konsequent angegangen wurden. Stattdessen wurde eher am Image gearbeitet, während die Arbeitsatmosphäre, der Zusammenhalt und die Motivation zunehmend gelitten haben.
Verbesserungsvorschläge
Der Arbeitgeber sollte vor allem an einer offenen, ehrlichen und einheitlichen Kommunikation arbeiten. Wichtige Informationen sollten transparent und rechtzeitig an alle Teams weitergegeben werden, damit nicht einzelne Mitarbeitende oder kleinere Teams vergessen werden.
Auch beim Führungsverhalten besteht Verbesserungsbedarf. Teamleiter sollten besser auf ihre Rolle vorbereitet werden, sowohl fachlich als auch menschlich. Ein respektvoller Umgangston, klare Zuständigkeiten und mehr Wertschätzung für geleistete Arbeit würden viel zur Motivation beitragen.
Zudem sollte mehr Transparenz bei Gehalt, Benefits, Boni und Sonderleistungen geschaffen werden. Wenn es Regelungen zu Tankgutscheinen, Geschäftswagen, Präsenzpflicht oder Gehaltserhöhungen gibt, sollten diese für alle nachvollziehbar und fair gelten.
Weiterbildungen sollten nicht nur beworben, sondern auch tatsächlich umgesetzt werden. Wenn Mitarbeitende sich entwickeln möchten, sollte das ernst genommen und aktiv unterstützt werden.
Außerdem wäre es wichtig, interne Probleme nicht nur über das Image nach außen zu überdecken, sondern diese ehrlich aufzuarbeiten. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen, eine fairere Teamkultur, weniger Flurfunk und mehr echter Zusammenhalt.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Es gab viele Kündigungen, was für große Unsicherheit im Team gesorgt hat und die Stimmung spürbar belastete. Dadurch entstand zunehmend der Eindruck, dass Stabilität und Wertschätzung im Unternehmen fehlen.
Auch die Kommunikation war sehr schlecht. Wichtige Informationen wurden entweder gar nicht, zu spät oder nur unvollständig weitergegeben. Das führte häufig zu Missverständnissen, Frust und einem Gefühl, nicht richtig eingebunden zu sein. Insgesamt war die Atmosphäre dadurch angespannt und wenig motivierend.
Image
Das Image des Unternehmens hat aus meiner Sicht im vergangenen Jahr deutlich gelitten, unter anderem durch die vielen Kündigungen und die spürbaren Veränderungen im Unternehmen. Seit Ende letzten Jahres beziehungsweise Anfang dieses Jahres entsteht der Eindruck, dass aktiv versucht wird, das Image wieder aufzubauen.
Dabei wirkte es teilweise so, als würde stark daran gearbeitet, das Außenbild zu verbessern, während die eigentlichen internen Probleme nicht ausreichend aufgearbeitet wurden. Auch der Umgang mit Bewertungen hinterlässt bei mir einen fragwürdigen Eindruck, da positive Eindrücke offenbar stärker in den Vordergrund gerückt werden sollten.
Insgesamt wirkt es für mich so, als würde aktuell sehr viel am Image poliert. Vor einigen Jahren hatte ich diesen Eindruck noch nicht. Damals wirkte das Unternehmen nach außen und innen deutlich authentischer.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war grundsätzlich in Ordnung. Positiv waren die flexiblen Arbeitszeiten, da man seinen Arbeitstag dadurch relativ gut planen konnte. Auch die Möglichkeit, Hunde mitzubringen, war angenehm. Benötigtes Arbeitsmaterial wurde ebenfalls gestellt.
Es gab zwei Präsenztage, was grundsätzlich fair geregelt war. Allerdings haben sich nicht alle gleichermaßen daran gehalten, wodurch schnell ein Gefühl von Ungleichbehandlung entstanden ist. Das wirkte teilweise unfair und hat den positiven Eindruck etwas geschmälert.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen wurden zwar immer wieder beworben und nach außen positiv dargestellt, in der Praxis kam davon aus meiner Sicht jedoch wenig an. Trotz mehrfacher Nachfragen und konkretem Ansprechen des Themas wurde letztendlich nichts unternommen.
Versprechen oder Ankündigungen in Richtung Weiterbildung verliefen immer wieder ins Leere. Das war sehr schade, da dadurch der Eindruck entstand, dass persönliche Entwicklung zwar kommuniziert, aber nicht wirklich aktiv gefördert wurde.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war teilweise vorhanden, allerdings sehr unterschiedlich ausgeprägt. Mit einigen Kolleginnen und Kollegen konnte man gut zusammenarbeiten, und auch in meinem direkten Team gab es mit einer Kollegin ein gutes Verhältnis.
Gleichzeitig hatte man oft das Gefühl, dass sich einzelne Gruppen gebildet haben. Es wurde regelmäßig gemeinsam gekocht, jedoch wirkten solche Aktionen nicht wirklich offen für alle. Häufig entstand der Eindruck, dass nur ausgewählte Personen gefragt oder einbezogen wurden. Dadurch fühlte sich der Zusammenhalt eher eingeschränkt und nicht wirklich teamübergreifend an.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war aus meiner Sicht sehr durchwachsen. Teilweise wurden Mitarbeitende zu Teamleitern gemacht, bei denen fraglich war, ob die nötige fachliche oder persönliche Qualifikation für diese Rolle wirklich vorhanden war. Das hat sich im Alltag leider auch bemerkbar gemacht.
Der Umgangston einzelner Teamleiter war teilweise schwierig. Natürlich sind auch Führungskräfte nur Menschen, trotzdem sollte man als Mitarbeitender nicht das Gefühl haben, Fragen lieber nicht zu stellen, weil man möglicherweise eine pampige Antwort bekommt oder die Führungskraft gerade „auf dem falschen Fuß“ erwischt. Das hat die Zusammenarbeit und das Vertrauen deutlich erschwert.
Auch durch den Wechsel in der Geschäftsführung hat sich vieles negativ verändert. Früher wirkte der Umgang noch menschlicher, später hatte man eher das Gefühl, nur noch funktionieren zu müssen. Anerkennung oder Lob für bereits geleistete Arbeit gab es kaum, wodurch die Motivation zunehmend gelitten hat.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren gemischt. Positiv war, dass vor einiger Zeit umgebaut wurde und dabei unter anderem eine neue, funktionale Küche entstanden ist. Das war grundsätzlich eine gute Verbesserung.
Die Büroräume selbst waren jedoch eher klein, dunkel und schlecht beleuchtet. Im Sommer wurde es dort zudem ziemlich warm, was das Arbeiten zusätzlich erschwert hat. Auch das Thema Barrierefreiheit war aus meiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt.
Durch den Umbau wurden Sharing-Plätze geschaffen. Die höhenverstellbaren Tische waren zwar ein klarer Pluspunkt, allerdings wirkte die restliche Ausstattung nicht wirklich ergonomisch durchdacht. Besonders die Computerhalterung und die Tischgröße waren aus meiner Sicht unpraktisch und für längeres Arbeiten nicht optimal.
Positiv hervorzuheben ist die grüne Wiese mit Ausstattung wie Sonnenliegen und Schirmen. Das war eine angenehme Möglichkeit, in Pausen kurz abzuschalten.
Kommunikation
Die Kommunikation war insgesamt sehr unstrukturiert und oft wenig hilfreich. Es wurde zwar viel gesprochen, allerdings häufig auch über Themen, die mit der eigentlichen Arbeit wenig zu tun hatten. Dadurch gingen wichtige Punkte unter oder der rote Faden ging verloren.
Unser kleines Team wurde zudem mehrfach bei relevanten Informationen vergessen, sodass wir Neuigkeiten oft erst über andere Teams erfahren haben. Zusätzlich gab es viel Flurfunk und Gespräche hinter dem Rücken, was die Zusammenarbeit und das Vertrauen deutlich erschwert hat.
Auch zwischen den zwei Teams wurde wenig für Harmonie gesorgt. Statt eine gute Abstimmung und Zusammenarbeit zu fördern, entstand eher der Eindruck, dass die Kommunikation zwischen den Teams zusätzlich erschwert wurde.
Gehalt/Benefits
Bei den Benefits gab es grundsätzlich positive Ansätze, zum Beispiel eine App, über die Mitarbeitende Rabatte nutzen konnten. Das war ein netter Zusatz, hat aber die Schwächen beim Thema Gehalt und faire Verteilung nicht ausgeglichen.
Das Gehalt wirkte insgesamt wenig transparent und teilweise fragwürdig geregelt. Eine klare Struktur war für mich nicht erkennbar. Manche Mitarbeitende erhielten Tankgutscheine, andere wiederum nicht, ohne dass nachvollziehbar war, nach welchen Kriterien entschieden wurde.
Auch bei den Gehältern entstand der Eindruck, dass Neuankömmlinge teilweise mehr verdient haben als Mitarbeitende, die schon viele Jahre im Unternehmen waren. Zusätzlich schien es je nach Team Unterschiede zu geben: In manchen Teams gab es bestimmte Leistungen oder Regelungen, in anderen nicht. Insgesamt fehlte aus meiner Sicht eine faire und einheitliche Struktur.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung wurde aus meiner Sicht sehr unterschiedlich gelebt. Es gab Situationen, in denen manche Mitarbeitende Tankgutscheine erhalten haben und andere nicht. Auch Gehaltserhöhungen wirkten nicht immer nachvollziehbar oder einheitlich geregelt.
Teilweise wurden Vorteile wie Geschäftswagen vergeben, bei denen für Außenstehende nicht klar war, nach welchen Kriterien entschieden wurde. Ähnlich war es bei den Präsenztagen: Die Regelung von zwei Tagen Anwesenheit galt offenbar nicht für alle gleichermaßen, was schnell unfair wirkte.
Auch in Jahresgesprächen wurden teilweise Boni in Aussicht gestellt, allerdings waren die dafür gesetzten Ziele aus meiner Sicht oft unrealistisch und kaum erreichbar. Selbst wenn Ziele erreicht wurden, entstand der Eindruck, dass der versprochene Bonus am Ende nicht ausgezahlt wurde. Insgesamt wirkte vieles wenig transparent und nicht wirklich gleichbehandelnd.
Interessante Aufgaben
Durch die Systemumstellung hat sich vieles verändert, allerdings leider nicht unbedingt zum Positiven. Das neue System war aus meiner Sicht nicht ausreichend ausgereift und brachte viele Mängel mit sich. Statt Arbeitsabläufe zu vereinfachen, wurde vieles eher komplizierter und umständlicher.
Anfangs waren manche Aufgaben noch abwechslungsreich, zum Schluss hin wurde die Arbeit jedoch zunehmend langweilig und eintönig. Es fehlten interessante Herausforderungen und echte Entwicklungsmöglichkeiten im Arbeitsalltag.