Verbesserungspotenziale im Arbeitsalltag und in der Struktur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Büroausstattung
ÖPVN Ticket
Kollegen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Keine gute Klimaanlage
und alle Punkte von oben unter "Verbesserungsvorschläge"
Verbesserungsvorschläge
- Zeiterfassung
- 3 Tage Homeoffice
- 13. Gehalt, ist echt Standard mittlerweile
- Gehaltssprünge, alles wird teurer.
- Workflows automatisieren, Zeitalter der Automatisierung leider komplett verschlafen
Arbeitsatmosphäre
Lockere Atmosphäre, mit den meisten Kolleg:innen kommt man gut zurecht. Es gibt gelegentlich Teamevents – die könnten allerdings gerne häufiger und besser planbar sein. Oft habe ich den Eindruck, dass erst ein Anstoß von außen nötig ist, damit etwas ins Rollen kommt. Dabei halte ich solche Aktivitäten für wichtig, um den Teamzusammenhalt zu stärken und Kolleg:innen auch einmal außerhalb des Arbeitskontexts besser kennenzulernen.
Kommunikation
Regelmäßige Jour fixe sorgen dafür, dass man gut abgeholt wird, und die Wege zur Führungskraft sind kurz. Ich wünsche mir jedoch mehr feste Feedbackgespräche (ca. drei pro Jahr), die über Ziele und Boni hinausgehen und sich stärker auf persönliches Feedback, Lob und Weiterentwicklung konzentrieren.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist insgesamt gut. Was mich jedoch stört, sind wiederkehrende diskriminierende Aussagen am Mittagstisch, oft als „schwarzer Humor“ verpackt und von denselben Personen geäußert. Auch wenn sie nur an ein bestimmtes Publikum gerichtet sind, halte ich solche Witze – ob über Herkunft oder Religion – für unangebracht und fehl am Platz.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt gut, allerdings fehlen zwei zentrale Punkte: eine verlässliche Zeiterfassung und mehr Flexibilität beim Homeoffice. Ohne Zeiterfassung fehlt der Überblick – Mehrarbeit bleibt oft unbemerkt, während früheres Gehen trotz erledigter Aufgaben eher kritisch gesehen wird. Zudem sind zwei Homeoffice-Tage für eine vollständig remote-fähige Tätigkeit aus meiner Sicht zu wenig; viele andere Unternehmen bieten bereits drei oder mehr Tage an. Auch das Argument des Teamzusammenhalts überzeugt nur bedingt, da im Büro ohnehin oft wenig Austausch stattfindet.
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten unterscheiden sich je nach Stockwerk deutlich, von eher streng und distanziert bis hin zu locker und offen. Insgesamt habe ich es jedoch als gut erlebt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Während meiner Zeit sind mir keine größeren Umweltinitiativen aufgefallen. Es wird viel gedruckt, viel Post verschickt und Notizen werden häufig noch händisch gemacht. Auch einfache Maßnahmen wie eine Restcentspende fehlen, obwohl solche Modelle über viele Mitarbeitende hinweg einen spürbaren Beitrag leisten könnten. Auch Ansätze wie die Nutzung von Ecosia als Standardbrowser, der durch Suchanfragen Bäume pflanzt, könnten ohne großen Aufwand integriert werden. Insgesamt würde ich mir wünschen, dass sich das Unternehmen stärker und sichtbarer für Nachhaltigkeit engagiert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist unterdurchschnittlich und Aufstiegsmöglichkeiten sind kaum vorhanden, da Führungskräfte eher jung sind und es keine Zwischenstufen zwischen Mitarbeitenden und Führungsebene gibt. Zwar kann man innerhalb des Teams Sonderaufgaben übernehmen, diese unterscheiden sich jedoch meist nur gering vom täglichen Doing oder bestehen aus Unterstützung bei Jahresabschlüssen und Reportings. Insgesamt fehlt es an Struktur, regelmäßigerem Austausch und transparenteren Gehaltsstrukturen. Zudem gibt es kein Weihnachts oder Urlaubsgeld, und der Bonus ist vom Unternehmenserfolg abhängig und nicht garantiert.
Image
Relativ unbekannt
Karriere/Weiterbildung
Karriereentwicklung sehe ich als schwierig, da die Führungskräfte relativ jung sind und die Hierarchie sehr flach gehalten ist. Die Aufgaben sind zudem nicht breit genug gefächert, um sich ein zweites Standbein aufzubauen. Fortbildungen sind zwar möglich, jedoch oft an Bedingungen geknüpft. Gehaltsverhandlungen verlaufen eher enttäuschend, mit dem Hinweis, dass keine höhere Leistung erbracht werde. Gleichzeitig sind jedoch Lebenshaltungskosten in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, besteht aus meiner Sicht das Risiko, dass Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, was ich auch bereits von mehreren Kollegen gehört habe.