Mangelnde Wertschätzung
Verbesserungsvorschläge
Unternehmensführung und Wertschätzung
Während ich mit der direkten Führung durch meinen Marktleiter sehr zufrieden bin, sehe ich die Entscheidungen der übergeordneten Geschäftsführung zunehmend kritisch. Vor Ort herrscht ein respektvoller, kooperativer Umgang auf Augenhöhe, und der Marktleiter arbeitet selbst aktiv im Tagesgeschäft mit. Meine Kritik richtet sich daher ausdrücklich nicht gegen die Marktleitung, sondern gegen die von der Geschäftsführung vorgegebenen Rahmenbedingungen.
In den vergangenen Jahren wurden mehrere Leistungen bzw. Vergünstigungen für die Mitarbeitenden gestrichen. Kaffee, der früher während der Arbeitszeit kostenlos zur Verfügung stand, muss inzwischen selbst bezahlt werden. Seit September dürfen auch abgeschriebene Lebensmittel – darunter aussortiertes Obst und Gemüse sowie nicht mehr verkaufsfähige Produkte – nicht mehr von den Mitarbeitenden mitgenommen werden. Stattdessen werden noch verwendbare Waren anderweitig verwertet bzw. gespendet.
Gerade bei einer vergleichsweise niedrigen Bezahlung war die Mitnahme dieser Lebensmittel für viele Mitarbeitende ein geschätzter und teilweise finanziell durchaus relevanter Zusatz. Hinzu kommt, dass weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld gezahlt wird. Auch Trinkgelder, die Kunden den Mitarbeitenden geben, verbleiben nicht beim Personal, sondern müssen nach betrieblicher Vorgabe gespendet werden.
Jede dieser Entscheidungen mag für sich genommen begründbar sein. In ihrer Summe vermitteln sie jedoch den Eindruck, dass die Wertschätzung der Mitarbeitenden auf Unternehmensebene zunehmend zu kurz kommt. Gerade kleinere Vergünstigungen können bei Beschäftigten mit eher niedrigem Einkommen einen großen Unterschied machen und erheblich zur Motivation und Mitarbeiterbindung beitragen.
Für ein Unternehmen, das nach außen für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung steht, würde ich mir wünschen, dass sich dieser Anspruch stärker auch im Umgang mit den eigenen Mitarbeitenden widerspiegelt.