Preassure is a privilege/ makes diamonds - die Slogans der letzten beiden Jahre
Gut am Arbeitgeber finde ich
1. Die Kollegen, die Kollegen, die Kollegen (zumindest so 80%)
2. Meine direkte Führungskraft
3. Das Moderne Gebäude (wenn man mal die Macken mit der Telefonanlage, Heizung und Kühlung nicht berücksichtigt)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kein HO mehr ab 2026
Sinnvolle Verbesserungen brauchen ewig, bis sie umgesetzt werden (wenn überhaupt)
Manche Abteilungen werden nicht mit dem ,,Respekt" betrachtet, der ihnen zusteht.
IT/ Recruiting könnte mehr auf Zack sein
In schwierigen Zeiten wird mit noch mehr Druck von oben nach unten geantwortet
Teilweise kommt es einen so vor, als vertraut man den ,,einfachen" Mitarbeitern weniger. Man geht lieber direkt über den Abteilungsleiter, obwohl der auch nur das Gleiche antwortet wie man selbst.
Flache Hierarchien? Höchstens bis ins mittlere Management. Dann wirds eher ne Eiger-Nordwand (ganz besonders wenn die Grenzen von Frankenthal verlassen werden müssen)! Und du hast bei ner Frage von den Bossen besser eine zufriedenstellende Antwort parat.
Verbesserungsvorschläge
Lasst eure Mitarebeiter Probleme ansprechen und diese auch angehen. Sorgt dafür, dass junge und motivierte Mitarbeiter nicht nach kurzer Zeit jegliche Motivation verlieren, indem sie überarbeitet werden, fachfremd (in Bezug auf die Stelle, auf die sie sich beworben haben) eingesetzt werden oder das Gefühl bekommen, dass sich nichts ändert. Steckt klar die Themengebiete und Zuständigkeiten jeder einzelnen Abteilung ab.
Und um Himmels Willen, habt im Jahr 2026 eine vernünftige work-life-balance mit vernünftiger Vertrauensarbeitszeit und vernünftiger HO Regelung. Die Firma tut sich jetzt schon schwer, Stellen neu zu besetzen und hat seit die Abschaffung vor knapp 4 Monaten bekannt gegeben worden ist schon über 20 Jahre an Firmenzugehörigkeit (verteilt auf mehrere Köpfe) verloren. Und alle haben unter der Hand gesagt, dass die Abschaffung des Homeoffices eine nicht gerade kleine Rolle gespielt hat.
Manche Abteilungen würden es auch begrüßen, wenn das Recruitement schneller laufen würde. Ja, wir haben aktuell einen schweren Arbeitsmarkt, aber teilweise 2 -3 Monate auf einen neuen Sachbearbeiter zu warten, dass kommt mir dann doch etwas lange vor (wenn ich das richtig verstehe, dann haben wir momentan ja zu viele Bewerber für zu wenig Jobs und nicht umgekehrt).
Arbeitsatmosphäre
Seit Monaten herrscht ein sehr großer Druck von oben nach unten, den man an allen Ecken merkt. Auch ist die Moral miserabel momentan, gefühlt ist jede Woche ein noch tieferer Tiefpunkt.
Mit manchen Abteilungen kann man besser arbeiten, mit manchen weniger.
Innerhalb der eigenen Abteilung kann man mit der Führungskraft diskutieren und auch immer ansprechen, wenn etwas falsch läuft.
Kritik an Zuständen, Abläufen etc. auf einer höheren Ebene wird ganz gerne mal weggelächelt oder versanden gelassen.
Es kommt einem so vor, als wäre die einzige Zahl, nach der Entscheidungen getroffen werden, der Umsatz. Kostensenkung spielt scheinbar eine untergeordnete Rolle. Folglich hat der Außendienst eine sehr mächtige Position und manche, die das System verstanden haben, nutzen das auch entsprechend.
Image
Nach außen glaube ich hat man ein relativ gutes Image, v.a. in Frankenthal selbst.
Work-Life-Balance
Offiziell gibt es Vertrauensarbeitszeit von 40h. Überstunden und Mehrarbeit werden aber nicht erfasst. Da kann sich jetzt jeder sein Teil denken :D
Ausgleichstage für Arbeit am Wochenende muss teilweise aktiv in Anspruch genommen und angesprochen werden. Es gibt keinen automatischen Mechanismus.
Homeoffice wurde auf Entscheidung unseres Firmenchefs in China abgeschafft mit der Begründung, dass ,,große Firmen wie Amazon, Google und SAP ihre Leute ja auch wieder ins Büro holen" - leider wird völlig außer Acht gelassen, dass viele Eltern im Unternehmen darauf angewiesen sind und die Stimmung seit der Abschaffung am Boden liegt teilweise. Ah, und die Mitarbeiter werden in diesen Firmen auch bestimmt ein bisschen mehr verdienen :D
Man wird es nicht beweisen können, aber diese Entscheidung wirkt sich auf Kündigungen und Neueinstellungen aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sonnenkollektoren auf dem Dach, Klimaanlage bezieht ,,Energie" aus Erdbohrungen
Man unterstützt 2 soziale Projekte
Karriere/Weiterbildung
Von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich. Die meisten Jobs gibt es einmal, deshalb schwierig innerhalb der Jobstruktur aufzusteigen. Da die Abteilungen auch klein sind, kann man hauptsächlich durch Abgänge aufsteigen würde ich sagen. Es ist halt eine Firma mit knapp über 70 Mitarbeiter. Es wurden aber auch schon Mitarbeiter von der einfachen Sachbearbeiterin zur Managerin mit Personalverantwortung befördert
In der gesamten Zeit, in der ich hier bin, habe ich eine einzige firmeninterne Fortbildung erlebt, die stattgefunden hat. Eine Managementschulung (für die Managementebene). In der gleichen Zeit wurden aber 2 Fortbildungen abgesagt (1x weil angeblich zu teuer).
Flurfunk mit Abteilungsleitern lässt naheliegen, dass sie für Fortbildungen für ihre Mitarbeiter teilweise beim CEO kämpfen müssen.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilung alles super. Hier steht der eine für den anderen ein.
Vorgesetztenverhalten
Sterne nur auf meine Abteilung bezogen.
In anderen Abteilungen teilweise stark unterschiedlich. Man hört, dass Probleme/ Verbesserungsvorschläge nicht angegangen werden und Mitarbeiter jeglichen Elan und Motivation dadurch verlieren. Auch weil sie mit viel zu vielen Dingen beladen werden. Teilweise wird auch stark Druck (ob bewusst oder nicht) auf Mitarbeiter ausgeübt, damit Dinge zum Laufen kommen. Ich sage nicht, dass das falsch ist, aber in der aktuellen Situation ist das kontraproduktiv.
Von Führungskräften wird auch gerne mal von ,,nicht passendem Mindset" gesprochen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze sind modern eingerichtet (am Anfang zumindest, nen neuen Laptop gibt es erst nach 5-7 Jahren)
Die Temperatur wird durch die Klimaanlage im Sommer wie Winter (fast immer) um die 22°C gehalten. Außer die Klimaanlage fällt aus, was schon öfters passiert ist.
IT könnte insgesamt mehr auf Zack sein.
Kommunikation
Sehr abenteuerlich teilweise. Wenn man sich nicht selbst darum kümmert oder das Glück hat, dass Informationen mit einem geteilt werden, dann kann man teilweise lange auf Neuigkeiten warten (wobeibsie dann eher garnnicht kommen).
Gehalt/Benefits
Gehalt stimmt aktuell noch mit meiner Qualifikation und Berufserfahrung überein.
Bei der Einstellung habe ich auch mein Wunschgehalt bekommen. Was schade ist ist, dass ein Monatsgehalt als Bonus/ 13. Gehalt einbehalten wird.
Werdende Eltern bekommen eine Erstausstattung (Wagen, Schale, Sitz) von der Firma bezahlt
Man bekommt als Mitarbeiter Rabatt auf das Sortiment (was aber in den meisten Lebensabschnitten wenig bis nichts bringt)
Sozialleistungen: Es gibt Bikeleasing, die Firma zahlt in eine VWL ein und es gibt halbjährlich Informationsveranstaltungen für eine betriebliche Altersvorsorge, die man dann auch abschließen kann. Corporate Benefits gibt es auch noch.
Interessante Aufgaben
Es gibt eine Fülle an interessanten Aufgaben und Optimierungsmöglichkeiten wenn man den Willen hat, diese anzugehen und zu verfolgen. Leider merken viele Leute allerdings schnell, dass sie dann oftmals auf verlorenen Posten kämpfen. Entweder können die übergeordneten Stellen es nicht umsetzen, dürfen es nicht oder wollen es nicht.