Einst starkes Unternehmen, jetzt geprägt von Vertrauensverlust und Imageverlust
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen war vor drei Jahren ein wirklich herausragender Arbeitgeber. Es war stets ein Ort, der die Mitarbeitenden gesehen und gefördert hat, sie ermutigt hat, ihr volles Potenzial zu entfalten. Leider hat diese Kultur vor drei Jahren begonnen, sich dramatisch zu verschlechtern, und seitdem ist das positive Arbeitsumfeld leider verloren gegangen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die wesentlichen Kritikpunkte am Unternehmen sind vor allem die Führung und das fehlende Vertrauen. Seit der Veränderung auf Vorstandsebene gibt es eine massive Zunahme an arbeitsgerichtlichen Verfahren, die allesamt verloren gehen, während der Aufsichtsrat nicht eingreift. Die Kommunikation läuft einseitig von oben nach unten, was dazu führt, dass Mitarbeitende sich nicht mehr sicher fühlen und Angst haben, offen zu sprechen. Die Work-Life-Balance ist stark beeinträchtigt, und das Image ist erheblich geschädigt. Ältere Kolleginnen und Kollegen werden abgewertet, und trotz eines angemessenen Weiterbildungsetats müssen Mitarbeitende oft teure Fortbildungen selbst tragen. Das Unternehmen war früher ein sehr starker Arbeitgeber, hat jedoch vor drei Jahren begonnen, sich deutlich zum Negativen zu wandeln. In letzter Zeit reagiert der Vorstand zudem auf Kununu-Bewertungen mit leeren Floskeln und Phrasen und versucht, alles schönzureden, obwohl die Situation längst nicht mehr schön ist.
Verbesserungsvorschläge
Die wesentlichen Verbesserungsvorschläge liegen beim Aufsichtsrat, denn er ist die einzige Instanz, die hier wirklich eingreifen kann. Es müsste genau geprüft werden, wie viele Verfahren mittlerweile vor Gericht laufen und wie stark der Krankenstand im Unternehmen gestiegen ist, seit der neue Vorstand installiert wurde. Es muss überprüft werden, ob der Vorstand weiterhin mit dem Argument der querulatorischen Mitarbeitenden arbeiten kann, wenn doch alle Verfahren zugunsten der Belegschaft entschieden wurden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist von einem ausgeprägten Gefühl der Angst und Unsicherheit geprägt. Dies führt dazu, dass Mitarbeitende sich unter ständiger Beobachtung fühlen, was ihre Motivation und Produktivität erheblich beeinträchtigt. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um Vertrauen und eine konstruktive Kommunikationskultur wiederherzustellen.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen erfolgt durchgängig top-down, ohne die betroffenen Mitarbeitenden in die Prozesse einzubeziehen. Das führt dazu, dass wichtige Perspektiven und praktische Erfahrungen unberücksichtigt bleiben. Dadurch entsteht ein Gefühl der Entfremdung, es fehlen wichtige Inputs, und die vorhandenen Ressourcen werden nicht effektiv genutzt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitenden hat stark gelitten. Viele haben mittlerweile große Angst, sich zu vertrauen, weil sie befürchten, dass ihre Bedenken oder kritischen Hinweise anonym an den Vorstand weitergegeben werden. Diese permanente Besorgnis untergräbt das Vertrauen, erschwert den offenen Austausch und gefährdet die Zusammenarbeit auf lange Sicht
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance im Unternehmen wird erheblich beeinträchtigt, da eine Kultur der Angst und Repressalien vorherrscht. Dadurch sind die Mitarbeitenden nicht mehr in der Lage, am Wochenende wirklich abzuschalten. Die ständige Sorge, dass Arbeitsthemen sie auch außerhalb der regulären Zeiten einholen, verhindert echte Erholung und belastet die psychische Gesundheit langfristig.
Vorgesetztenverhalten
Seit drei Jahren hat sich die Vorstandsebene verändert, und seitdem ist das Verhalten der Vorgesetzten geprägt von Angriffen auf Mitarbeitende und einer Flut von arbeitsrechtlichen Verfahren, die alle scheitern. Der Aufsichtsrat reagiert darauf nicht, was für die Belegschaft unverständlich ist. Selbst im Freundeskreis führt es zu Ablehnung, wenn man nur subtil darauf hinweist, wie irrationale und destruktive diese Führung ist.
Interessante Aufgaben
Trotz aller widrigen Umstände und der schwierigen Rahmenbedingungen ist es letztlich die Arbeit selbst und die Menschen, für die wir verantwortlich sind, die die Mitarbeitenden noch im Unternehmen halten. Das Engagement für diese Aufgaben und die Verbundenheit mit den Kolleginnen und Kollegen sind die einzigen Faktoren, die trotz der schlechten Bedingungen noch halten.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung existiert nur auf dem Papier, denn tatsächlich wird nur als gleichberechtigt angesehen, wer dem Vorstand zustimmt. Sobald es kritische Nachfragen gibt, ist die Gleichberechtigung aufgehoben. Zudem gibt es mittlerweile sogar Prämien dafür, wenn man auf Plattformen wie Kununu positive Bewertungen schreibt, was die ganze Kultur der Offenheit noch weiter untergräbt.
Umgang mit älteren Kollegen
Also, der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist eher geprägt von Belächeln und Herabsetzung. Oft wird ihr Beitrag abgetan, und es scheint, als ob ihre Erfahrung und ihr Wissen systematisch unterspielt werden, was die Wertschätzung und die Diversität im Team massiv beeinträchtigt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind extrem belastend, denn wenn man keine vertrauenswürdige Leitung mehr hat und die Bereichsleitung komplett abgebaut wurde, sodass nur noch der Vorstand das Sagen hat, kann man sich leicht vorstellen, wie diese Bedingungen ausfallen: Sie sind geprägt von Misstrauen, Überforderung und einem völligen Mangel an Unterstützung, was die Motivation und die Effizienz massiv sinken lässt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein im Unternehmen ist stark eingeschränkt. Die einzigen E-Autos stammen vom Vorstand, und inzwischen werden einzelne Fachleitungen, die besonders gefördert werden, gezielt mit E-Autos ausgestattet, um sie als Motivationsfaktor gefügig zu halten. Dieses selektive Privileg verstärkt Ungleichgewichte und untergräbt eine glaubhafte Nachhaltigkeitsstrategie.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist der einzige wirklich positive Aspekt, denn es wird fair nach Tarifvertrag bezahlt. Trotz aller anderen Schwierigkeiten bietet die Vergütung eine verlässliche Grundlage, die im Vergleich zum Branchendurchschnitt durchaus als angemessen und stabil bewertet werden kann.
Image
Das Image des Unternehmens ist stark beschädigt, denn viele Kostenträger belächeln uns mittlerweile, weil sie sehr genau wissen, welche Vorstandsebene hinter uns steht. Man wird zwar hinter vorgehaltener Hand darauf angesprochen, doch eine direkte Ansprache findet nie statt. Dadurch ist das Image massiv beschädigt, und das Vertrauen in die Firma ist erheblich gesunken.
Karriere/Weiterbildung
Für Weiterbildung gibt es zwar einen festgelegten Etat, der durchaus angemessen ist, allerdings bleibt nur wenig Spielraum für Verhandlungen. Oft wird bei teureren Fortbildungen erwartet, dass die Mitarbeitenden selbst zahlen, obwohl diese klar dem Wohl des Vereins dienen. Das führt dazu, dass wichtige Qualifikationen oft auf Kosten der Mitarbeitenden gehen.