Solider Mittelstand mit Höhen und Tiefen wie in jedem Unternehmen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Die vorhandenen Benefits
- Die lockere Arbeitsatmosphäre
- Homeoffice
- "Bürohunde"
- Gute IT Ausstattung
- Man ist bemüht, die Motivation zu steigern
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Zu viele möchtegern-Führungskräfte
- keine PR mehr in der lokalen Umgebung
- Investitionsstau in vielen Bereichen
- Parkplatzsituation. Viele Fremdparker denen ausser einem Zettel am Scheibenwischer quasi nix passiert. Das sorgt für Frust wenn man mal später mit Auto kommt
Verbesserungsvorschläge
Vieles steht ja schon oben, zusammengefasst:
- Mehr Kommunikation
- Mehr auf die Frustration der Mitarbeiter eingehen BEVOR sie eine Kündigung auf dem Tisch liegt.
- Mehr Firmen/Abteilungsevents außer 1 Weihnachtsfeier im Jahr
- Maßregeln der Abteilungsleiter, die ihren Job nicht korrekt erledigen
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb meiner Abteilung nett und spaßig, aber auch viel Flurfunk und stille Post übers Gelände verteilt. Manchmal mehr, manchmal weniger wahr.
Überschattet wird das ganze leider von viel Fluktuation im Mitarbeiterstamm. Viele kündigen aus Frustration wegen der Vorgesetzten oder aus Ohnmacht aufgrund der langsamen Konzernbürokratie, da nötige Investitionen einfach ausgesetzt werden.
Image
Früher war Alulux ein starker Name im Ort, durch 2 Konzernübernahmen hat sich das leider geändert, da u.A. das Sponsoring und die Teilnahme an lokalen Events (Citylauf) auf 0 zurückgefahren wurde. Schade eigentlich.
Work-Life-Balance
Kann ich mich nicht beklagen. 2 Tage mobiles Arbeiten (auch spontan), Gleitzeit, und bei dringenden Angelegenheiten kann man auch während der Arbeitszeit nach Rücksprache ausstempeln und einen Termin wahrnehmen.
Es ist nicht offiziell, aber viele Mitarbeiter bringen sogar ihren Hund mit zur Arbeit, finde ich toll.
Karriere/Weiterbildung
Spricht man sinnvolle und nötige Schulungen / Weiterbildungen an, werden diese auch in der Regel genehmigt.
Es werden auch externe Englisch- und Office Schulungen angeboten.
Gehalt/Benefits
Man muss schon, wenn man die Möglichkeit hat, Gehaltsgespräche mit dem Vorgesetzten führen, da prozentuale Erhöhungen für alle leider nur sehr selten stattfinden und entsprechend niedrig ausfallen (2x 2% in 8 Jahren kompensieren die gestiegenen Preise nicht im geringsten)
Positiv zu erwähnen sind aber der Inflationsausgleich, der über 2 Jahre gezahlt wurde, weiterhin gibt es ein coperate-benefits Portal mit Rabatten bei vielen Unternehmen.
Zudem gibt einen 50€ Belonio Gutschein, sowie seit diesem Jahr eine 2%ige Prämie aufs Bruttogehalt pro Quartal. Allerdings sind diese beiden Benefits von der Abwesenheit abhängig. 1 Tag krank = Kein Belonio Gutschein, 3 Tage im Quartal krank = keine Prämie.
Bei chronisch kranken Mitarbeitern vielleicht etwas unfair, Hypchonder sollten vielleicht mal umdenken und nicht bei jedem Niesen zum Arzt rennen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In der Produktion wurden LED Lampen verbaut, In der Verwaltung leider noch viele Halogen und Leuchtstoffröhren, die auch mal das Wochenende durchleuchten.
Viele Unternehmen investieren in PV Anlagen auf den Hallendächern. Warum nicht hier?
Ebenfalls sollte mal darüber nachgedacht werden, die 35 Jahre alte Heizung in der Verwaltung zu modernisieren, um Gas zu sparen.
Kollegenzusammenhalt
Unter normalen Angestellten im Team großartig, Bei Führungskräften werden gerne Schuldzuweisungen getätigt, um besser dazustehen und die eigene Haut zu retten.
Vorgesetztenverhalten
Zu viele Köche verderben den Brei. Es gibt zuviele "Bereichs-Team-Abteilungsleiter-Manager", hauptsache man hat einen Fancy Titel in der Signatur stehen, worauf viele hier steil gehen.
Was früher 1 Abteilungsleiter erledigt hat, machen heute 3 Leute. Darunter leider auch Individuen mit 0 menschlicher oder fachlicher Kompetenz.
Arbeitsbedingungen
Höhenverstellbare Tische, überwiegend moderne IT Ausstattung am Arbeitsplatz (2 Monitore, Notebooks, hochwertige Headsets), es gibt Kaffee und Wasserflaschen. In der Produktion wurde ein bestehender Pausenraum sehr schön neu hergerichtet.
Allerdings nagt der Zahn der Zeit an der Gebäudeinfrastruktur. 30 Jahre alte Klimaanlagen die nicht regelmäßig gewartet werden, Regelmäßig undichte Dächer, alte Fenster auf der Rückseite der ansonsten schicken Fassade, teilweise unzureichender Sonnenschutz im Sommer, Küchen im 70er/80er Jahre Flair.
In der Verwaltung gibt es nur einen Pausenraum der sich im Keller ohne Tageslicht befindet.
Das wäre etwas ausbaufähig
Kommunikation
Ausbaufähig. Grade von höheren Ebenen dringen Informationen nicht zu dem einfachen Angestellten durch. Das gleiche gilt auch Innerhalb von Abteilungen.
Verbesserung ist allerdings durch geplante Infomonitore und eine neue Mitarbeiterzeitung in Sicht.
Interessante Aufgaben
Dadurch das die Firma 2012 erst von irischen, später dann von einem französischen Konzern übernommen wurde, halten sich interessante Aufgaben momentan eher in Grenzen. Vielmehr werden Entscheidungen von der Konzernspitze durchgedrückt, ob sie nun Sinn ergeben oder nicht.
Eher werden viele Dinge "kaputtgespart".
Alles in allem kommt man aber gerne zur Arbeit und erledigt selbige.
