Außen Hui, innen eher nicht so Hui.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt, hier kann kaum ein Mitbewerber mitgehen, sonst wär ich schon lang weg.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter in den Fachgeschäften sind komplett egal. Sie sind das unterste Glied in der Kette. Wertschätzung gibt es keine. Nicht mal ein "Danke" - sondern immer unrealistischere Ziele. Veraltete Hardware, unfassbar träge Software. Es gibt keinen roten Faden. Es gibt 20 laufende Kundenrabattkampagnen - reduziert doch einfach die Preise.
Verbesserungsvorschläge
Die Firma hat keine langfristige Strategie. Es wird an allen Ecken und Enden gespart. Ich habe mich wirklich jedes auf den Adventskalender gefreut - dieses Jahr wurde ich echt enttäuscht, dass es keinen gab.
Arbeitsatmosphäre
Im Team super, kommt aber auf die Kollegen an. Ich hatte Glück. Firmenintern ist das eine klassische Top-Down Hierarchie. Es wird fast monatlich die Strategie gewechselt - die MA im Geschäft werden zermürbt. Da fast jeden Tag neu Informationen, Verkaufsdruck, Überwachung etc. etc. etc stattfindet.
Kommunikation
Gibt wöchentliche Calls im Gebiet bei denen Hauptsächlich die Ampli-News wiederholt werden und auf Abschlüsse gebeten wird.
Kollegenzusammenhalt
Teamintern sehr gut. Kommt aber wie gesagt auf die Kollegen an.
Work-Life-Balance
Typischer 8-5 Job mit einer Stunde Mittagspause.
Vorgesetztenverhalten
Verkaufsdruck, Überwachung, Unterschiedlichste Excel-Tabellen, die man 3 mal ausfüllen soll. Mikromanagement vom Feinsten.
Interessante Aufgaben
Hörtest machen, Beratung durchführen, Hörgeräte anpassen und am besten direkt Abschließen. Wenig handwerkliche Tätigkeit - außer mal ein Schlauchwechsel oder Filtertausch.
Gleichberechtigung
Ist ok, wie jedes Unternehmen am Kapitalmarkt.
Arbeitsbedingungen
Wenn man sich zermürben lässt, dann ist man hier nach 2 Jahren durch. Ständig wechselnde Strategien und Ziele. Service wird kleingeschrieben, wichtig ist nur der Verkauf - Service soll am besten so weit wie es geht nach hinten geschoben werden, damit DANN dieser von der Zentrale Überbucht werden kann. Verkäufe MÜSSEN vorgezogen werden, auch wenn der Kunde sich vielleicht noch gar nicht entschieden hat. Storno soll kein Problem sein - ist es dann aber doch. Man hat kaum bis gar keine Zeit für die Nach- oder Vorbereitung. Wenn man Glück hat, sagt ein Kunde ab oder kommt nicht. Man hat teilweile, wenn man Pech hat, 6-7 Beratungstermine am Tag hintereinander. Die direkten Mitbewerber haben das besser geregelt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kaum bis gar keins. Durch das aggressive Marketing entsteht unfassbar viel Papiermüll.
Gehalt/Sozialleistungen
Gehalt ist gut, Bonusprogramm ist mir mittlerweile komplett egal. Ziele sind eh komplett utopisch und die Richtlinien werden sowieso wieder geändert, bis es mal Anlauf nimmt. Es gibt eine Betriebliche Altersvorsorge. Von der Geburtstagsprämie, wie sie auf der Landingpage angepriesen wird, höre ich zum ersten mal. Man beschenkt sich unter den Kollegen, von der Firma gibt es nicht mal eine automatisierte Mail. Goodies für die Mitarbeiter gibt es nicht.
Image
Amplifon ist hauptsächlich für das aggressive Marketing bekannt. Fachgeschäfte sehen alle sehr unterschiedlich aus. Mal hat man ein komplett modernes Fachgeschäft, mal komplett runtergekommene Gebäude. Es gibt kaum positives Marketing. Die Kunden kommen nicht zu Amplifon, sondern zu dem Akustiker, der sie Bedient. Amplifon ist nicht gleich Amplifon. Mal gucken, wie sich das mit A360 entwickelt.
Karriere/Weiterbildung
Ja, das ist gut. Wenn man will, kann man gut aufsteigen.

