Jetzt habe ich den Cafe auf in Hamburg
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass man (gezwungenermaßen) im Homeoffice bleiben darf, da das Büro eine Gesundheitsgefährdung wäre.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arroganz, Mitarbeiter in fensterlose Kammern stecken zu wollen.
Die unfassbare finanzielle Fehlplanung rund um die Hamburger Liegenschaft.
Das Fehlen jeglicher hanseatischer Vernunft bei der Immobilienwahl.
Verbesserungsvorschläge
Realitätscheck: Akzeptieren Sie, dass der Flagship-Store als Büro ungeeignet ist. Kündigen Sie den Mietvertrag oder bauen Sie ihn so um, dass er den Arbeitssicherheitsrichtlinien (Tageslicht!) entspricht.
Stoppt die Geldverbrennung: Nutzen Sie die 17.000 € monatlich lieber für Gehaltserhöhungen oder moderne IT-Ausstattung im Homeoffice.
Ehrlichkeit: Geben Sie zu, dass die Planung ein Fehler war, anstatt die Kollegen im unbestimmten Homeoffice-Vakuum hängen zu lassen.
Arbeitsatmosphäre
Welche Arbeitsatmosphäre??? Ich bin seit 3 Jahren im Homeoffice!!! Wir wurden über 2 Jahre vertröstet, dass man in ein "Flagship-Store" einziehen würde mit modernster Büroeinrichtung. Dieses "Flagship-Store" ist nun eine riesengroße Luftblase. Dieses Store hat nicht Platz für die noch übriggebliebenen Mitarbeiter in Hamburg. Denn man wollte uns Büroplätze zumuten, die eher einer Lageratmosphäre angemutet hätten, als eine wirkliche Arbeitsatmosphäre. Jetzt sind wir die Buhmänner, weil wir so kleinlich sind und so eine Arbeitsatmosphäre nicht akzeptieren. Das verstößt gegen alle Arbeitssicherheitsregeln.
Image
Nach außen hin will man mit dem Flagship-Store in Hamburg glänzen. Intern ist der Store jedoch zum Running Gag geworden – ein Symbol für „Großenwahnsinn trifft auf Planlosigkeit“. Wer in der Branche davon hört, dass Anex Hamburg seit Jahren Miete zahlt, aber kein Büro hat, kann nur noch mitleidig lächeln. Dann aus dem Flagship-Store auch noch ein Cafe machen zu wollen, ist ein Absudität nicht mehr zu übertreffen. Fehlt noch das die aus diesem Cafe, ein türkisches Cafe machen wollen. Der türkische Veranstalter wird jetzt zum türkischen Cafe. Habe auch erfahren, dass extra aus Düsseldorf, die Personalleitung und die Vertriebsleitung, um einen Barista einzustellen. Jetzt mal Butter bei die Fische Freunde, was hat ein Barista mit einem touristischen Veranstalter zu tun?
Work-Life-Balance
Ich bin im Dauer HomeOffice! Keine Ahnung, wie ich das hier bewerten soll. Die Arbeit fühlt sich nicht mehr wie richtige Arbeit an. Denn ausschließlich aus dem HomeOffice zu arbeiten zeugt nicht von besten Arbeitsbedingungen. Hier herrschen nicht beste Arbeitsbedinungen.
Karriere/Weiterbildung
Wer sich in einem Unternehmen weiterentwickeln will, das 17.000 € monatlich für „heiße Luft“ ausgibt, fragt sich zwangsläufig, wo die Prioritäten liegen. In die fachliche Entwicklung der Mitarbeiter wird jedenfalls nicht investiert – das Geld klebt ja bereits in den Wänden des unnutzbaren Flagship-Stores.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt am unteren Rand des touristischen Durchschnitts. Für die Lebenshaltungskosten in Hamburg ist es eigentlich zu wenig. Das einzige Trostpflaster hierbei ist die Internet-Pauschale in Höhe von 500€, welches man zusätzlich zum Gehalt überwiesen bekommt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein bedeutet auch Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter. Kollegen in fensterlose Räume ohne Frischluft setzen zu wollen, ist das Gegenteil davon. Zudem ist die massive Verschwendung von Kapital (über 200.000 € im Jahr für eine ungenutzte Immobilie) in Zeiten, in denen an anderer Stelle gespart wird, moralisch höchst fragwürdig.
Kollegenzusammenhalt
Keine Ahnung, wie man Kollegenzusammenhalt in dieser Form aufrechterhalten kann. Man sieht sich doch nur noch virtuell. Die persönliche Note fehlt.
Umgang mit älteren Kollegen
Wir älteren Kollegen, werden registriert, aber wirklich Erfolgserlebnissse oder einen Umgang, wo man das Gefühl bekommen könnte. Du wirst wahrgenommen, ist fehl am Platze. Die eine Kollegin aus dem Betriebsrat ist früher in die Rente, denn das Arbeitsverhältnis war einfach unzumutbar in den letzten Jahren. Jetzt genießt sie ihre Altersteilzeit und ich freue mich darauf, bald das auch nutzen zu dürfen.
Vorgesetztenverhalten
Die Planung des Flagship-Stores ist ein Denkmal für Management-Inkompetenz. Wer Arbeitsplätze in einem Bereich plant, der nicht einmal die einfachsten Richtlinien für Tageslicht und Belüftung erfüllt, zeigt deutlich, welchen Stellenwert die Belegschaft hat: gar keinen. Man investiert lieber in eine teure Adresse als in die Arbeitsfähigkeit der Menschen. Dass dieses Problem seit 2023 ausgesessen wird, ist ein Armutszeugnis für jede Führungskraft.
Arbeitsbedingungen
Note: Ungenügend.
Hier zeigt sich die ganze Absurdität:
Der Plan: Ein schicker Flagship-Store.
Die Realität: Ein „Dungeon“ ohne Fenster im hinteren Bereich.
Die Folge: Dauer-Homeoffice, weil die Räume rechtlich nicht als Arbeitsplätze durchgehen.
Die IT und die Ausstattung zu Hause muss man oft selbst optimieren, während im Store das Geld für nichts aus dem Fenster geworfen wird. Ein modern eingerichteter, gesunder Arbeitsplatz sieht anders aus.
Kommunikation
Ein Desaster. Dass man über Jahre hinweg 17.000 € Miete pro Monat zahlt, ohne die Räumlichkeiten gemäß Arbeitsschutzrichtlinien nutzbar zu machen, zeugt von einer massiven Fehlplanung. Die Kommunikation dazu ist vage: Man wird vertröstet, während die Realität (Arbeiten in fensterlosen Hinterzimmern unter Deckenluken) schlichtweg eine Missachtung der Mitarbeitergesundheit darstellt.
Gleichberechtigung
Hier gibt es keine Aufstiegschancen. Wir sind davon außen vor in Hamburg. In Düsseldorf passiert das ganze Geschehen. Wer da aufsteigt oder absteigt, keine Ahnung. Wir hören sehr viel, aber wir hören gar nichts, was uns hier in Hamburg wirklilch weiterbringt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind monoton und gleichbleibend. Hier kann man nicht von Vielfalt sprechen. Ich muss ehrlich zugeben, ich werde das Gefühl nicht los, dass man die Hamburger Mitarbeiter von der Führung aus der Türkei, aussitzen möchte. Wir werden nicht Ernst genommen.