Intransparenz und unterdurchschnittliche Bezahlung in New-Work-artigem Flair
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Gute work-life-balance
- Gute Verpflegung mit Getränken und Snacks
- Modernes Equipment
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Fehlende Transparenz und Kommunikation
- Falsche Versprechen bezüglich Weiterbildung und internem Wachstum
- Sehr niedriges, für die Branche unterdurchschnittliches Gehalt
- Kritik von Seiten der Geschäftsleitung wird über Vorgesetzte ohne Details kommuniziert
- Gefühl von Kontrolle (Vertrauensarbeitszeit, jedoch wird kontrolliert wann man sich einloggt)
- Ungenügende Untersützung von Vorgesetzten bezüglich Arbeitsinhalt: Man fühlt sich schnell wie ins kalte Wasser geworfen vor allem mit neuen AUfgaben und Kunden
Verbesserungsvorschläge
Artus sollte nicht alles mit einer New-Work-artigen Philosophie beschönigen, wenn die Realität dann doch sehr corporate und intransparent aussieht. Seit meinem 2. Monat wurde der Arbeitsalltag von Intransparenz und fehlender Kommunikation begleitet. Das Unternehmen und vor allem Vorgesetzte und Geschäftsleitung sollten ehrlich und direkt zu ihren Mitarbeiten sein. So wie es gelaufen ist, entsteht das Gefühl, dass rein nach Sympathie gehandelt wird.
Arbeitsatmosphäre
In den ersten Wochen wird ein umfassendes Onboarding durchgeführt bei dem von Führungsseite kommuniziert wird, dass alle Türen immer offen stehen, eine positive Fehlerkultur herrscht und es allen Führungskräften inklusive Geschäftsführung wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Nach dieser Onboardingphase wird leider keiner dieser Aspekte beibehalten. Bei kleineren Fehlern hat mich der Geschäftsführer unangekündigt angerufen und stellte mich führ Fehler zur Rede, die dadurch entstanden sind, dass mir in meiner Einarbeitungsphase niemand diese Dinge gezeigt hat.
Kommunikation
Man wird anfangs animiert Fragen zu stellen und bekommt jederzeit Hilfestellung. Diese Hilfe kommt jedoch eher von Kolleginnen und weniger von Führungskräften. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass ich mich intern auf eine andere Stelle beworben habe und habe dies mit der Personalabteilung, sowie mit meiner Vorgesetzten abgesprochen. Zunächst hieß es man könne sich das sehr gut vorstellen und müsste es noch mit der Geschäftsführung absprechen. Eine Woche später hieß es, das sei doch nicht möglich und man könne keine Auskunft dazu geben. Seit diesem Vorfall herrschte völlig Intransparenz in Bezug auf alle internen Prozesse. Viele Dinge sind nicht nachovollziehbar und teilweise gegensätzlich. Beispielsweise ein positives Zwischenfeedback, jedoch kurz darauf eine unbegründete Kündigung. Darauffolgend dann ein gemeinsames Gespräch bei dem nicht kommuniziert wird weshalb gekündigt wurde, jedoch betont wird, dass die Arbeitsleistung als gut empfunden wird und das Arbeitszeugnis auch dementsprechend ausgestellt wird und dann ein ungenügendes Arbeitszeugnis folgt. Es ist schwer vorstellbar, dass dies keine persönlichen Gründe hatte, was nach der Kündigung bestätigt wurde.
Kollegenzusammenhalt
Die größte Unterstützung habe ich von meinen Kolleginnen bekommen. Diese animierten mich jederzeit nach Unterstützung zu fragen und konnten mir tatsächlich am besten bei Problem oder Unklarheiten helfen.
Work-Life-Balance
Es gibt Kernarbeitszeiten in denen man erreichbar sein muss, kann sich die restliche Arbeitszeit selbst einteilen. Homeoffice ist jederzeit möglich und muss nicht angekündigt werden. Man kann sich also Homeoffice oder Office-Tage selbst legen. Nur in intensiven Arbeitsphasen sind Überstunden möglich. In der Regel muss man nach der Arbeit und am Wochenende nicht erreichbar sein.
Vorgesetztenverhalten
Bei arbeitsbezogenen Themen sind Vorgesetzte in der Regel hilfsbereit, geht es jedoch um andere Themen wie z.B. Umschulungen, private Themen oder ähnliches herrscht völlige Willkür und Intransparenz.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind leider sehr generisch und wiederholen sich. In Ausnahmefällen gibt es interessante Aufgaben und in der Regel nur wenn man andere Teams oder bei größeren Projekten unterstützt. Auch wenn aktiv nach zusätzlichen interessanteren Aufgaben gefragt wird, gibt es diese in der Regel nicht.
Gleichberechtigung
Zu meiner Zeit dort gab es deutlich mehr Frauen als Männer im Unternehmen und auch der Anteil an Frauen war bei den Führungskräften höher. Bei Gesprächen mit verschiedenen Mitarbeiterinnen schien es so als hätten Frauen die selben Aufstiegschancen und die selben Gehaltsspektren im Unternehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
Zu meiner Zeit im Unternehmen gab es mehrerer ältere Kollegen die vor allem als Freelancer oder in Teilzeit gearbeitet haben. In der Regel waren dies langjährige Mitarbeitende, die noch nicht in Rente gehen wollten, aber. auch nicht in Vollzeit bleiben wollten. Der Umgang war stets gleichberechtigt und respektvoll.
Arbeitsbedingungen
Alle Mitarbeiter bekommen unabhängig von ihrer Position oder Abteilung ein relativ neues Macbook Pro, auf dem durch die IT alle relevante Software draufgespielt ist. Man bekommt jederzeit unkompliziert Zubehör wie Mäuse, Tastaturen, Kopfhörer etc. Leider sind die Office-Räume vor allem im Sommer sehr warm. Im Großraumbüro kann der Lärm- und Hitzepegel wenn es voll ist hoch sein.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist deutlich unter dem Branchendurchschnitt und wird von der Personalabteilung versucht mit Unternehmensleistungen zu relativieren. Leider reicht ein Einstiegsgehalt nicht aus um Miete und Leben in Frankfurt zu bezahlen.
Karriere/Weiterbildung
Ich habe mich intern auf eine andere Stelle beworben, da in meiner Einarbeitungsphase von verschiedenen Führungskräften kommuniziert wurde, dass dies problemlos möglich sei und hier für jeden ihre/seine präferierte Position gefunden wird. Ich habe mich, nachdem bekannt wurde, dass die Stelle frei auf diese Stelle beworben und dies mit der Personalabteilung, sowie mit meiner Vorgesetzten abgesprochen, da ich nicht wollte, dass sich jemand übergangen fühlt. Zunächst hieß es von beiden, man könne sich das sehr gut vorstellen und müsste es noch mit der Geschäftsführung absprechen. Eine Woche später hieß es, das sei doch nicht möglich und man könne keine Auskunft dazu geben. Seit diesem Vorfall herrschte völlig Intransparenz in Bezug auf alle internen Prozesse. Nachdem ich das Unternehmen verlassen habe wurde mir nach intensiver Nachfrage kommuniziert, dass dies durch persönliche Gründe bei der Geschäftsführung begründet lag.


