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Bewertung

Intransparenz und unterdurchschnittliche Bezahlung in New-Work-artigem Flair

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Frankfurt am Main gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Gute work-life-balance
- Gute Verpflegung mit Getränken und Snacks
- Modernes Equipment

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Fehlende Transparenz und Kommunikation
- Falsche Versprechen bezüglich Weiterbildung und internem Wachstum
- Sehr niedriges, für die Branche unterdurchschnittliches Gehalt
- Kritik von Seiten der Geschäftsleitung wird über Vorgesetzte ohne Details kommuniziert
- Gefühl von Kontrolle (Vertrauensarbeitszeit, jedoch wird kontrolliert wann man sich einloggt)
- Ungenügende Untersützung von Vorgesetzten bezüglich Arbeitsinhalt: Man fühlt sich schnell wie ins kalte Wasser geworfen vor allem mit neuen AUfgaben und Kunden

Verbesserungsvorschläge

Artus sollte nicht alles mit einer New-Work-artigen Philosophie beschönigen, wenn die Realität dann doch sehr corporate und intransparent aussieht. Seit meinem 2. Monat wurde der Arbeitsalltag von Intransparenz und fehlender Kommunikation begleitet. Das Unternehmen und vor allem Vorgesetzte und Geschäftsleitung sollten ehrlich und direkt zu ihren Mitarbeiten sein. So wie es gelaufen ist, entsteht das Gefühl, dass rein nach Sympathie gehandelt wird.

Arbeitsatmosphäre

In den ersten Wochen wird ein umfassendes Onboarding durchgeführt bei dem von Führungsseite kommuniziert wird, dass alle Türen immer offen stehen, eine positive Fehlerkultur herrscht und es allen Führungskräften inklusive Geschäftsführung wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Nach dieser Onboardingphase wird leider keiner dieser Aspekte beibehalten. Bei kleineren Fehlern hat mich der Geschäftsführer unangekündigt angerufen und stellte mich führ Fehler zur Rede, die dadurch entstanden sind, dass mir in meiner Einarbeitungsphase niemand diese Dinge gezeigt hat.

Kommunikation

Man wird anfangs animiert Fragen zu stellen und bekommt jederzeit Hilfestellung. Diese Hilfe kommt jedoch eher von Kolleginnen und weniger von Führungskräften. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass ich mich intern auf eine andere Stelle beworben habe und habe dies mit der Personalabteilung, sowie mit meiner Vorgesetzten abgesprochen. Zunächst hieß es man könne sich das sehr gut vorstellen und müsste es noch mit der Geschäftsführung absprechen. Eine Woche später hieß es, das sei doch nicht möglich und man könne keine Auskunft dazu geben. Seit diesem Vorfall herrschte völlig Intransparenz in Bezug auf alle internen Prozesse. Viele Dinge sind nicht nachovollziehbar und teilweise gegensätzlich. Beispielsweise ein positives Zwischenfeedback, jedoch kurz darauf eine unbegründete Kündigung. Darauffolgend dann ein gemeinsames Gespräch bei dem nicht kommuniziert wird weshalb gekündigt wurde, jedoch betont wird, dass die Arbeitsleistung als gut empfunden wird und das Arbeitszeugnis auch dementsprechend ausgestellt wird und dann ein ungenügendes Arbeitszeugnis folgt. Es ist schwer vorstellbar, dass dies keine persönlichen Gründe hatte, was nach der Kündigung bestätigt wurde.

Kollegenzusammenhalt

Die größte Unterstützung habe ich von meinen Kolleginnen bekommen. Diese animierten mich jederzeit nach Unterstützung zu fragen und konnten mir tatsächlich am besten bei Problem oder Unklarheiten helfen.

Work-Life-Balance

Es gibt Kernarbeitszeiten in denen man erreichbar sein muss, kann sich die restliche Arbeitszeit selbst einteilen. Homeoffice ist jederzeit möglich und muss nicht angekündigt werden. Man kann sich also Homeoffice oder Office-Tage selbst legen. Nur in intensiven Arbeitsphasen sind Überstunden möglich. In der Regel muss man nach der Arbeit und am Wochenende nicht erreichbar sein.

Vorgesetztenverhalten

Bei arbeitsbezogenen Themen sind Vorgesetzte in der Regel hilfsbereit, geht es jedoch um andere Themen wie z.B. Umschulungen, private Themen oder ähnliches herrscht völlige Willkür und Intransparenz.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind leider sehr generisch und wiederholen sich. In Ausnahmefällen gibt es interessante Aufgaben und in der Regel nur wenn man andere Teams oder bei größeren Projekten unterstützt. Auch wenn aktiv nach zusätzlichen interessanteren Aufgaben gefragt wird, gibt es diese in der Regel nicht.

Gleichberechtigung

Zu meiner Zeit dort gab es deutlich mehr Frauen als Männer im Unternehmen und auch der Anteil an Frauen war bei den Führungskräften höher. Bei Gesprächen mit verschiedenen Mitarbeiterinnen schien es so als hätten Frauen die selben Aufstiegschancen und die selben Gehaltsspektren im Unternehmen.

Umgang mit älteren Kollegen

Zu meiner Zeit im Unternehmen gab es mehrerer ältere Kollegen die vor allem als Freelancer oder in Teilzeit gearbeitet haben. In der Regel waren dies langjährige Mitarbeitende, die noch nicht in Rente gehen wollten, aber. auch nicht in Vollzeit bleiben wollten. Der Umgang war stets gleichberechtigt und respektvoll.

Arbeitsbedingungen

Alle Mitarbeiter bekommen unabhängig von ihrer Position oder Abteilung ein relativ neues Macbook Pro, auf dem durch die IT alle relevante Software draufgespielt ist. Man bekommt jederzeit unkompliziert Zubehör wie Mäuse, Tastaturen, Kopfhörer etc. Leider sind die Office-Räume vor allem im Sommer sehr warm. Im Großraumbüro kann der Lärm- und Hitzepegel wenn es voll ist hoch sein.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist deutlich unter dem Branchendurchschnitt und wird von der Personalabteilung versucht mit Unternehmensleistungen zu relativieren. Leider reicht ein Einstiegsgehalt nicht aus um Miete und Leben in Frankfurt zu bezahlen.

Karriere/Weiterbildung

Ich habe mich intern auf eine andere Stelle beworben, da in meiner Einarbeitungsphase von verschiedenen Führungskräften kommuniziert wurde, dass dies problemlos möglich sei und hier für jeden ihre/seine präferierte Position gefunden wird. Ich habe mich, nachdem bekannt wurde, dass die Stelle frei auf diese Stelle beworben und dies mit der Personalabteilung, sowie mit meiner Vorgesetzten abgesprochen, da ich nicht wollte, dass sich jemand übergangen fühlt. Zunächst hieß es von beiden, man könne sich das sehr gut vorstellen und müsste es noch mit der Geschäftsführung absprechen. Eine Woche später hieß es, das sei doch nicht möglich und man könne keine Auskunft dazu geben. Seit diesem Vorfall herrschte völlig Intransparenz in Bezug auf alle internen Prozesse. Nachdem ich das Unternehmen verlassen habe wurde mir nach intensiver Nachfrage kommuniziert, dass dies durch persönliche Gründe bei der Geschäftsführung begründet lag.

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Arbeitgeber-Kommentar

ARTUS interactive, People-Team
ARTUS interactivePeople-Team

Danke für Deine Rückmeldung, auch wenn wir sie so natürlich nicht gern lesen. Wir nehmen das ernst und weil Kununu öffentlich ist, geben wir kurz Kontext zu ein paar Punkten.

Kommunikation:
Uns ist wichtig, direkt und transparent zu sprechen, gerade dann, wenn’s schwierig wird. Wenn das bei Dir nicht der Fall war, ist das ein Signal für uns, noch genauer hinzuschauen und konsequenter zu sein.

Flexibilität:
Freiraum ist uns wichtig. Wir arbeiten aber gleichzeitig für Kund:innen und Marken, die sich auf uns verlassen. Unsere Kernarbeitszeit ist der Rahmen, der beides für uns zusammenbringt. Außerhalb davon gibt’s flexible Start- und Endzeiten; außerdem versuchen wir, über Homeoffice und wenn es für alle passt, auch Workation-Spielräume zu ermöglichen. Freiraum klappt bei uns aber nur, wenn Absprachen eingehalten werden und Vertrauen in beide Richtungen da ist. Damit das von Anfang an fair ist, werden wir diese Rahmenbedingungen künftig noch früher und klarer ansprechen.

Gehalt & Entwicklung:
Es stimmt, „Konzerngehälter“ können wir nicht bieten. Das sagen wir im Bewerbungsprozess auch ganz offen. Dafür setzen wir bewusst auf ein Paket, das bei uns dazugehört: z. B. Überstundenausgleich, Gewinnbeteiligung, Weiterbildung und Mitgestaltung im Alltag. Wir stehen zu diesem Modell. Wichtig ist uns nur, dass Erwartungen von Anfang an klar sind und es später keine Überraschungen gibt, das scheint uns hier bedauerlicherweise nicht gelungen zu sein.

Probezeit & Erwartungsabgleich:
Für uns ist die Probezeit wichtig, um zu verstehen, ob Rolle, Tempo und Zusammenarbeit wirklich zusammenpassen. Wenn das nicht der Fall ist, ist das unangenehm, aber genau dafür gibt’s diese Phase. Dass wir in der Zeit über alternative Rollen gesprochen haben, heißt: Wir haben versucht, eine Lösung zu finden und nicht einfach schnell einen Haken dran zu machen – leider ist das nicht gelungen.

Büro & Hitze:
Ja, im Sommer wird’s warm, da können wir nichts schönreden. Eine fest installierte Klimaanlage ist in unseren Räumen leider nicht umsetzbar. Wir versuchen halt, das Beste draus zu machen (auch wenn Ventilatoren und Affogato ab 35 Grad nur begrenzt trösten).

Danke, dass Du Dir die Zeit für die Rückmeldung genommen hast. Und auch dafür, dass Du positive Seiten erwähnt hast. Für Deinen weiteren Weg wünschen wir Dir alles Gute.

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.