Titanic
Gut am Arbeitgeber finde ich
Home-Office
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Manchmal fühlt sich Atos wie ein Unternehmen an, das längst erkannt hat, dass es auf einen Eisberg zugesteuert ist, aber sich weigert den Kurs zu ändern. Es fehlt an Innovation, an mutigen Entscheidungen und an Führungspersönlichkeiten, die eine glaubwürdige Zukunftsvision vermitteln.
Der KI-Hype wird daran wenig ändern. Solange die grundlegenden strukturellen Probleme ungelöst bleiben, wirkt er eher wie ein Marketinginstrument als ein echter Hebel für die Transformation. Gleichzeitig fehlt mir ein klar erkennbares Alleinstellungsmerkmal, das Atos nachhaltig vom Wettbewerb differenziert.
Verbesserungsvorschläge
Das Top-Management ist seit vielen Jahren weitgehend unverändert, ohne dass bislang eine nachhaltige Trendwende erkennbar wäre. Gleichzeitig entsteht bei vielen Mitarbeitenden der Eindruck, dass frische Impulse und externe Perspektiven fehlen. Die Akzeptanz des Führungsteams innerhalb der Organisation scheint entsprechend begrenzt zu sein. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die aktuelle Führungs- und Transformationsstrategie ausreichend geeignet ist, um das Unternehmen langfristig wieder auf einen erfolgreichen Wachstumskurs zu bringen. Aus Mitarbeitersicht entsteht teilweise der Eindruck, dass kurzfristige finanzielle Maßnahmen stärker im Fokus stehen als nachhaltige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung innerhalb der Atos ist auf einem sehr niedrigen Level. Das obere Management versucht mit "Atos is back" und anderen "Tschaka" Meetings ein anderes Bild zu zeichnen, aber aufgrund der Restrukturierung, Streichung von Benefits (Dienstwagen), mehr statt weniger Prozesse und anhaltender Fluktuation verschlechtert sich die Atmosphäre täglich. Meine Abteilung hat nun den 4 Manager innerhalb von 2 Jahren.
Image
Unbekannt und die Kunden verlassen uns aufgrund abnehmender Qualität
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist sehr gut
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Spielt keiner wirkliche Rolle
Karriere/Weiterbildung
Sitzfleisch und politisches Geschick wird belohnt.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des direkten Teams ist der Zusammenhalt sehr positiv und vertrauensvoll. Teamübergreifend sind die Erfahrungen jedoch unterschiedlich. Teilweise erschweren ein unnötig harscher Kommunikationsstil, fehlende Kenntnisse sowie eine begrenzte Unterstützungsbereitschaft die bereichsübergreifende Zusammenarbeit.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Zuge der Restrukturierung haben wir alle älteren Kollegen im Team verloren.
Vorgesetztenverhalten
Auf persönlicher Ebene habe ich bislang durchweg positive Erfahrungen mit meinen direkten Führungskräften gemacht. Die hohe Fluktuation auf Führungsebene, mit Wechseln teilweise im Abstand von wenigen Monaten, erschwert jedoch Kontinuität und nachhaltige Teamentwicklung. Zudem nehme ich wahr, dass die Entscheidungsspielräume vieler Führungskräfte begrenzt sind und wesentliche Entscheidungen auf höheren Ebenen getroffen werden. Dadurch bleibt oft nur wenig Raum, das Team aktiv weiterzuentwickeln, individuelle Potenziale zu fördern und langfristig ein leistungsstarkes, erfolgreiches Team aufzubauen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist grundsätzlich in Ordnung. Allerdings wurde der Dienstwagen als wesentlicher Vergütungsbestandteil gestrichen, was den effektiven Gesamtwert des Pakets deutlich reduziert und für mich einer Gehaltskürzung gleichkommt.
Gleichberechtigung
Die Geschäftsführung besteht nur aus Männern.
Interessante Aufgaben
Der administrative Aufwand hat in den vergangenen Jahren ein Ausmaß erreicht, das aus meiner Sicht zulasten der eigentlichen Vertriebsarbeit geht. Ein großer Teil meiner Zeit fließt in Prozessvorgaben, Systempflege, interne Abstimmungen und kontinuierliche Status-Updates für verschiedene Managementebenen. Der direkte Kundenkontakt und die aktive Geschäftsentwicklung treten dadurch zunehmend in den Hintergrund. Da ich meine Stärken und Motivation insbesondere im Vertrieb und in der Kundenarbeit sehe, ist dies einer der wesentlichen Gründe, weshalb ich mich derzeit nach neuen beruflichen Möglichkeiten umsehe.