Ein Fiebertraum
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich fand das Homeoffice ganz gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im Nachgang wo man sich das alles so vor Augen führt fast alles, mir stellt sich die Frage, wie eine Firma zum einen unter solchen Umständen so groß werden konnte und zum anderen wie sie sich halten will.
Verbesserungsvorschläge
Besseres Führungspersonal, eine Geschäftsleitung die nicht direkt einen Ausraster an alle schickt wenn man der Sommerparty absagt und Vorwürfe macht, dass wegen der Absagen in Zukunft solche Feiern nicht mehr stattfinden, äußerst unprofessionell. Generell sollte man Führungskräfte , Buchhaltung, etc. durch fähiges Personal ersetzen, kostet dann bloß mehr.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich war die Atmosphäre sehr durch Überwachung geprägt. Alles, wirklich alles, wird getrackt. Man hat zusätzlich zu seiner 30 minütigen Mittagspause 15 Minuten, welche man sich für die Toilettengänge aufteilt, waren diese 15 Minuten verbraucht, hat man zu viel "Pausenzeit" in Anspruch genommen und somit Pech gehabt. Was bei einer Vollzeitstelle mit 8 Arbeitsstunden schwierig ist. Personen die man nicht kennt "ermahnen" darauf, dass man seine Nachbearbeitungszeit melden muss, ansonsten melden sie dich einfach aus Programmen ab.
Kommunikation
Kommunikation fand kaum statt, man wurde oft vom Team- sowie Projektleiter geghostet wenn man Fragen hatte, diese kamen oft nur auf einem zu wenn sie was wollten. Mit Glück hat man am nächsten Werktag mal eine Antwort bekommen, was einem natürlich nicht mehr half, aber auch das war eher selten der Fall. Allerdings zog sich dies bereits vom ersten bis zum letzten Kontakt wie ein roter Faden durch, anfangs hieß es man würde Zuschläge für Sonn- bzw Feiertagsarbeit erhalten, diese wurden aber durch frei abgegolten, etc. Aussagen die ungefragt getätigt wurden haben sich nie bewahrheitet
Kollegenzusammenhalt
Diesbezüglich kann ich mich kaum negativ äußern, man hat immer Kollegen die man nicht besonders mag, was ich hier erleben durfte war allerdings die Krönung. Aber es gab auch einige wenige Kollegen die ich wirklich mochte.
Work-Life-Balance
Durch das Homeoffice natürlich einfacher, da man keinen Arbeitsweg hatte. Normaler Schichtdienst
Vorgesetztenverhalten
Unterirdisch, ich habe in meiner ganzen beruflichen Laufbahn noch nie eine so passive Teamleitung erlebt. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal was diese gemacht hat, außer ab und zu Feedback von Kunden zu senden oder die wöchentliche Performancetabelle zu versenden. Der Projektleiter hat hier mehr die Aufgaben an sich gerissen, ich kann nicht sagen, ob es hier einen Kontrollzwang gab und man deshalb alle Zügel in der Hand behalten wollte und /oder Aufgaben nicht deligieren konnte oder ob dieser einfach kein Vertrauen zu seiner Teamleitung hatte. Allerdings gibt es wenig gutes über den Projektleiter zu berichten, dieser gibt Aussagen ab welche sich im Nachgang als falsch herausstellen, kann keine Kündigungsgepräche führen, man wird einfach aus den Programmen geschmissen und angeblich kümmert sich die IT bis zu einem bestimmten Tag und man kann das weiter voll durchstarten, 2 mal angelogen bis dann die Kündigung im Briefkasten ist. Hat unangebrachte Beziehungen zu Angestellten. Ob diese das auch so wollte sei dahingestellt, angeblich habe er aber ihr gegenüber die Position eines Vorgesetzten ausgenutzt und sie Angst um ihren Job gehabt. Es gab bzw gibt noch mehr.
Interessante Aufgaben
Für das Gehalt (Mindestlohn) zu komplexe Programme bzw Codierungen. Aber es variiert zwischen den Fällen.
Gleichberechtigung
Es gibt Lieblinge, für den Projektleiter ganz besonders.
Umgang mit älteren Kollegen
Kann ich mich nicht unbedingt zu äußern, aber es war ziemlich ausgeglichen.
Arbeitsbedingungen
Durch Homeoffice schafft man sie sich zum Zeil selbst, aber die Hardware ist nicht hochwertig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich mich nicht zu äußern
Gehalt/Benefits
Keine Zuschläge für Sonn- oder Feiertagsarbeit obwohl dies in den Anfangsgesprächen zugesagt wurde. Mindestlohn. In diesem Unternehmen hat man die Gegebenheiten auszusteigen, allerdings merkt man dadurch natürlich stark, dass unausgebildetes Personal z.B. bei HR sitzt und keine Ahnung hat.
Image
Leiharbeit halt, hatte dem ganzen eine Chance gegeben, allerdings hat sich das Image bewahrheitet
Karriere/Weiterbildung
Sowie schon in Karriere und Gehalt schon beschrieben kann jeder zu jeder Position aufsteigen, dass hier allerdings von Menschen ohne erforderliche Qualifikationen Jobs ausgeübt werden merkt man. Natürlich eine faire Geste, aber dann sollte das Personal wenigstens auch Schulungen erhalten um die erwähnten Qualifikationen zu erwerben. Wie oft ist es da passiert, dass HR falsche Abrechnungen erstellt hat oder sogar private Unterlagen per Post an die alte Anschrift schickt. Wo man wieder bei dem Thema Kommunikation und Vorgesetztenverhalten wäre.

