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für 
Migration 
und 
Flüchtlinge
Bewertung

Für mich ein Arbeitgeber, ob er Chancen gewährt und den Menschen im Blick hat sei meiner Meinung nach dahingestellt.

2,6
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Work-Life-Balance.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- Entwicklungsmöglichkeiten (siehe unter "Karriere/Weiterbildung" und "Gehalt/Sozialleistungen"), Leistung wird nicht belohnt und Entwicklung ist nicht möglich (der TvöD gäbe dies her, das Bundesamt hat scheinbar allerdings kein Interesse an einer Umsetzung)

Verbesserungsvorschläge

Wozu hier auflisten, wenn es sowieso auf taube Ohren stößt.

Arbeitsatmosphäre

Auf Referatsebene an sich relativ gut, wird für mein Empfinden jedoch durch das Gesamtkonstrukt des BAMF oft genug getrübt bis nachhaltig zerstört.

Kommunikation

Meiner Erfahrung nach eher mau, insbesondere sobald es über die eigenen Arbeitsbereiche bzw. die eigene Referatsebene hinausgeht. Jeder will mitreden und -beteiligt werden (auch und insbesondere solche Personen ohne Ahnung), dadurch teils starke Verzögerungen im Kommunikationsfluss merklich. Dafür wiederum auf eigener Organisationsebene teils 4-5 Meetings, die auch eine E-Mail hätten sein können. Spannende Nutzung von Kapazitäten.

Spannend wird es, wenn man etwas aus anderen Referaten benötigt. Ich warte seit 2020 ("wir melden uns bei Ihnen") auf ein Praktikumszeugnis für das Jahr 2018 (wobei - das Warten hab ich schon aufgegeben) - fühlt sich irgendwann keiner mehr zuständig und man wird hingehalten bis angelogen.

Kollegenzusammenhalt

Ich finde, dass dieser Punkt einer der wenigen Pluspunkte des BAMF ist. Innerhalb der eigenen Organisationseinheit und auf Teamebene oftmals sehr stark, schließlich ist man gemeinsam in diesem Elend.

Work-Life-Balance

Für mein Empfinden ein weiterer Pluspunkt: Die Work-Life-Balance ist zumindest innerhalb meines Referats ganz gut, auf Belange von Mitarbeitenden mit Kindern wird Rücksicht genommen, ebenso ist die Teilnahme am mobilen Arbeiten zumeist relativ problemlos möglich (also organisatorisch, technisch nochmal ein anderes Thema).

Vorgesetztenverhalten

Ich finde, dass dies sehr stark variieren kann. Mir wurde von vorherigen Vorgesetzten bspw. mehrfach ins Gesicht gelogen, die aktuellen Vorgesetzten hingegen sind bemüht das Beste aus den Möglichkeiten zu schlagen. Diese (wie ich bisher erfahren durfte) eher raren Vorgesetzten retten damit auch die Note auf zwei Sterne.

Interessante Aufgaben

Kann ich für meinen Bereich nur in Teilen bejahen, an sich relativ stupide und repetitive Tätigkeiten, das war jedoch bereits vorher bekannt.

Gleichberechtigung

Eine Benachteiligung ist zumindest aus meiner Sicht, auch mit Blick auf die Verteilung m/w/d in den jeweiligen Hierarchieebenen nicht erkennbar.

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich nur aus externer Sicht beurteilen, da noch nicht zu den altgedienten zugehörig. Aus meiner Perspektive scheint es jedoch keine Benachteiligung o.ä. auf Grund von Alter, etc. zu geben.

Arbeitsbedingungen

Ich finde, dass die Arbeitsbedingungen teils grenzwertig sind wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um eine Bundesbehörde handelt und diese eigentlich mit gutem Vorbild vorangehen sollte. Wenn bspw. im Sommer bereits um 06:00 Uhr 30 Grad im Büro herrschen, dann hilft ein "Lüftungskonzept" von wegen "hier sind ein paar Ventilatoren, der Wachdienst öffnet nach eigenem Gusto ab und zu nachts mal durch, viel Spaß", dann fühlt sich das nicht nach unbedingt guten Arbeitsbedingungen an.
Ansonsten Arbeitsplatzausstattung in Ordnung, aber alles andere als Premium, einzig hervorzuheben: Zumindest in unserer Liegenschaft wurden zwischenzeitliche alle Arbeitsplätze auf höhenverstellbare Schreibtische umgestellt - ergonomisch wertvoll.

Softwareausstattung nur bedingt brauchbar bzw. (teils nachvollziehbar) in den Funktionalitäten eingeschränkt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Auch nach all den Jahren noch einiges an Papier im Bestand. Die

Gehalt/Benefits

TvöD, entsprechend vorher einsehbar. Der eigenen Erfahrung nach auf Grund von fehlerhaften bis unvollständigen Stellenausschreibungen jedoch nicht tarifgerecht, was dann unter Umständen in jahrelangen Prozessen bis hin zur tatsächlichen, korrekten Eingruppierung mündet (welche dann wiederum direkt wieder weg ist, weil die Stelle durch andere Personen besetzt werden).

Viel Spaß an jede und jeden, der einmal das "Glück" hat auf einer falsch oder neu zu bewertenden Stelle zu landen. Das BAMF lässt sich hier teils 2-3 Jahre Zeit, in der Zeit liegt die Kohle erstmal auf Eis und ob man dann zukünftig überhaupt "seine" Tätigkeiten weiter ausführt ebenfalls offen.

Image

Ich finde, dass das Image des BAMF etwas ins positive gerückt ist, wenn man sich so umhört und den heutigen Zustand mit den Meldungen und Meinungen Externer aus den Vorjahren vergleicht. Sollten die Antragszahlen wieder steigen oder Geld Behördenseitig verbrannt werden, dann gehts eben vermutlich wieder nach unten. Circle of Behördenlife.

Karriere/Weiterbildung

Ich finde, dass insbesondere der Punkt "Karriere" nur für Beamte realistisch möglich ist (wobei das mit Blick auf den durch die Bundesregierung verordneten Stellenabbau, knappen Mitteln, etc. langfristig vermutlich auch nicht mehr so rosig wird. Ich finde, dass für Tarifangestellte kaum bis keine Möglichkeiten bestehen, insbesondere bei spitzbewerteten Dienstposten wird hier ein "normal" denkenden Menschen kaum zu vermittelndes Schema angewandt, was für Fairness sorgen soll, aber im Ende die Entwicklung einzelner Mitarbeitender beschränkt bis unmöglich macht. Und nein, auch Aufstiegsstudiengänge mit ein- bis zweistelliger Teilnehmendenzahl schaffen hier keine Abhilfe, wenn man zwischen 8000 und 9000 Mitarbeitende bzw. Beamte hat.
Weiterbildungsmöglichkeiten beschränken sich soweit mir bekannt auf das Angebot der Baköv und des QZN des BAMF, ansonsten gibts ab und zu Excelschulungen und ähnliche Späße. Nett für Einsteiger, im Lebenslauf aber nutzlos.
Also vonwegen "Chancen gewähren" etc. wenig zu spüren, aber evtl. gilt das Leitbild auch nur für die Kundschaft.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.