Sinnstiftende Arbeit mit gutem Kollegenzusammenhalt – Verbesserungsbedarf bei Prozessen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben ist die gesellschaftliche Relevanz der Arbeit und die Möglichkeit, an wichtigen migrationspolitischen Themen mitzuwirken. Der Kollegenzusammenhalt ist in vielen Bereichen sehr gut und man unterstützt sich gegenseitig bei fachlich anspruchsvollen Aufgaben. Außerdem bietet der öffentliche Dienst eine hohe Arbeitsplatzsicherheit sowie flexible Arbeitszeitmodelle.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teilweise sind Entscheidungsprozesse sehr bürokratisch und dauern lange. Veränderungen werden nicht immer schnell umgesetzt. Zudem sind Karrierewege und Entwicklungsmöglichkeiten im Vergleich zur freien Wirtschaft relativ begrenzt.
Verbesserungsvorschläge
Das Bewerbungsverfahren könnte insgesamt verschlankt und transparenter gestaltet werden. Teilweise sind die Prozesse sehr langwierig und für Bewerbende schwer nachvollziehbar. Insbesondere bei Absagen wären aussagekräftigere Begründungen wünschenswert, damit Bewerbende nachvollziehen können, woran eine Auswahlentscheidung letztlich gescheitert ist. Hier ist aber Nürnberg gefragt! Zudem könnten interne Kommunikationswege teilweise effizienter gestaltet werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist im direkten Kollegenkreis meist angenehm und kollegial. Gerade auf Referatsebene unterstützen sich viele Mitarbeitende gegenseitig, auch weil die Aufgaben fachlich anspruchsvoll sind. Gleichzeitig hängt das Arbeitsklima stark von der jeweiligen Führungskraft und der organisatorischen Situation ab.
Kommunikation
Die Kommunikation funktioniert im Team häufig gut. Auf übergeordneter Ebene könnten Informationen teilweise transparenter und früher weitergegeben werden. Entscheidungen werden nicht immer ausreichend erklärt.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht eine der großen Stärken. Gerade im operativen Bereich unterstützen sich Kolleginnen und Kollegen bei schwierigen Fällen und tauschen Erfahrungen aus.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt gut. Flexible Arbeitszeiten, Gleitzeit und die Möglichkeit zu mobilem Arbeiten erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten von Führungskräften ist sehr unterschiedlich und hängt stark von der jeweiligen Person ab. Gute Führungskräfte unterstützen fachlich und organisatorisch, bei anderen fehlt teilweise Feedback oder Kommunikation.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind fachlich sehr interessant und gesellschaftlich relevant. Man beschäftigt sich mit komplexen rechtlichen und tatsächlichen Fragen und gewinnt Einblicke in internationale Entwicklungen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird grundsätzlich ernst genommen. Unterschiedliche Hintergründe, Geschlechter und Kulturen sind im Arbeitsalltag selbstverständlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen und Kollegen werden respektiert und ihre Erfahrung wird geschätzt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt solide, wie im öffentlichen Dienst üblich. Technische Ausstattung und Prozesse könnten teilweise moderner und effizienter sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Als Behörde mit gesellschaftlichem Auftrag ist das soziale Bewusstsein stark ausgeprägt. Im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung besteht noch Entwicklungspotenzial.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt richtet sich nach dem TVöD bzw. Beamtenrecht und ist transparent. Die Bezahlung ist solide, allerdings sind leistungsbezogene Entwicklungsmöglichkeiten begrenzt.
Image
Das Image der Behörde wird stark von politischen Debatten geprägt. Intern erleben viele Mitarbeitende die Arbeit differenzierter als sie in der öffentlichen Wahrnehmung dargestellt wird.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten sind vorhanden, Karrierewege sind jedoch im öffentlichen Dienst naturgemäß begrenzt und stark an formale Voraussetzungen gebunden.


