Willkommen in der Vergangenheit
Gut am Arbeitgeber finde ich
Persönlich muss ich sagen, dass ich das Team und den Bereich in dem ich arbeite, sehr zu schätzen gelernt habe und auch darüber hinaus sehr gerne mit den Menschen in der Bank zusammenarbeite und ich nicht nur Kollegen sondern auch Freunde im Unternehmen gefunden habe. Das macht die Arbeit dann natürlich auch immer angenehmer.
Im Sommer gibt es Eis umsonst, ein paar Parkplätze sind vorhanden, wenn auch nicht genug, kann man natürlich jetzt auch endlich wieder für Geld fest mieten.
Auch ein Essensangebot gibt es, auch wenn ich sagen muss, dass ich das persönlich nie als notwendig angesehen habe (das RPC ist um die Ecke) und auch kur sehr selten nutze. Hier hätte man das Geld vielleicht lieber in die Mitarbeiter investieren können.
Mitarbeiterkonditionen für KFZ-Finanzierungen und Geldanlage werden angeboten.
Ich finde an sich sind das aber auch keine Benefits, die extrem herausstechen, sondern entsprechen eher dem Standard.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie wahrscheinlich auch den letzten Bewertungen zu entnehmen ist, finde ich die kommende Verdopplung der Bürotage, gerade auch mit der vorgeschobenen Argumentation vom Mutterkonzern der besseren Kreativität und Kommunikation, mit 80 % Büro pro Woche - vor allem bei der jetzigen wirtschaftlichen Situation - sehr negativ. Wenn noch nicht einmal die Mehrheit der Geschäftsführung hinter der Entscheidung steht, hat das auch eine Aussgekraft.
Den Mitabeitern dann aber bei der Vorstellung der Änderung vorzuschlagen zu gehen, wenn das nicht mehr zum aufgebauten Leben passt, zeigt mir allerings auch, dass leider keine richtige Wertschätzung den Mitarbeitern entgegengebracht wird.
Ich glaube ich bin da noch in einer privigilierteren Situation, aber solche Änderungen treffen gerade Mitarbeiter mit Kindern, Alleinerziehende und Mitarbeiter mit Stellen mit weniger Gehalt am härtesten. Es wurde immer mit Flexibilität und Familienfreundlichkeit geworben - wird zum Teil auch immer noch - das entspricht aber nicht mehr der Wahrheit. Wenn dann gesagt wird, dass jeder auf sich allein gestellt ist, was Organisation der Kinderbetreuung angeht und man an einer Kernarbeitszeit von 9-16 Uhr festhält, weiß ich nicht mehr, was ich dazu sagen soll.
Ich denke man hätte Möglichkeiten gehabt, um uns Mitarbeitern in einer solchen Situatuation zu signalisieren, dass an der Änderung zwar nicht mitgestaltet werden kann, aber die Rahmenbedingungen etwas abzuschwächen. Beispielsweise eine Kernarbeitszeit von 9 bis 12 würden vielen Kollegen die Möglichkeit geben die Kitazeiten abzudecken und aber auch vor Ort für den gweünschten kreativen Austausch bereitzustehen.
Anstatt, dass man in solchen Zeiten versucht die Situation so fair und gut wie möglich zu gestalten und vielleicht auch Möglichkeiten auszuschöpfen, die noch bestehen und damit einen Zusammenhalt im Unternehmen zu signalisieren, wird man zum Gehen aufgefordert.
Das finde ich sehr schade.
Verbesserungsvorschläge
Ich kann nur appellieren, die Kritik, die hier - gerade in den Bewerungen ab September 2026 - geäußert wird nicht einfach zu ignorieren, sondern diese erst zu nehmen.
So eine schlechte Stimmung unter den Mitarbeitern habe ich in meinen fast 10 Jahren Bank 11 noch nie erlebt.
Und auch ich überlege, wie viele momentan, ob ich hier weiterhin bleiben möchte.
Arbeitsatmosphäre
Momentan so schlecht, wie ich es noch nie vorher erlebt habe. Von einigen habe ich bereits gehört, dass sie kündigen.
Kommunikation
Es gibt Veranstaltungen der Geschäftsführung, wo diese über die aktuelle Lage informiert.
Es könnte aber noch mehr Austausch geben. Beispielsweise was die Ereignisse und Aufarbeitung von den Geschenissen und Entwicklungen des letzten Jahres ergeben hat.
Kollegenzusammenhalt
Für mich persönlich sind die Kollegen ein ganz großer Punkt, der mich an die Bank gebunden hat.
Work-Life-Balance
Wie bereits geschrieben, wird hierauf in Zukunft kein Fokus mehr gelegt.
Anscheinend soll jeder ausschließlich sein Leben an die Arbeit anpassen. In der heutigen Zeit finde ich das Konzeot schon längst überholt.
Vorgesetztenverhalten
Ich kann nur für mein Team sprechen, aber es wird fair miteinander umgegangen und es wird angeregt, dass man bei Problemen immer auch auf die Vorgesetzen zugehen kann. Ein offenes Ohr findet man immer und Kritik wird sich auch angehört auch wenn nicht immer alles umgesetzt wird.
Es ist hier aber immer ganz stark bereichsabhängig.
Interessante Aufgaben
Ich kann mich bei der Aufgabenvielfalt nicht beschweren.
Das ist aber auch sehr unterschiedlich, je nachdem im welchem Bereich man arbeitet.
Gleichberechtigung
Gerade auf Geschäftsführerebene ist die Frauenquote hoch, ändert sich dann aber leider auf Bereichsleiterebene.
Umgang mit älteren Kollegen
Hier kann ich nichts Negatives berichten.
Arbeitsbedingungen
In den ältesten Flügeln und Großraumbüros kann es gerne mal sehr laut werden.
In Zukunft wird das dann bestimmt noch schlimmer.
Die neuen, eigenen Headsets sind gut, wurde aber nach einer Testphase von einem Jahr auch Zeit, ich prrsönlich fand es etwas unhygienisch, wenn man am Platz sonst immer das Headset nehmen muss, was dort immer steht.
Es wird wohl noch in Tische investiert, damit dann in den nächsten vielleicht 2 bis 3 Jahre genug höhenverstellbare Tische für jeden da sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wie bereits in den anderen Bewertungen erwähnt, kann man nicht von einem großen Umweltbewusstsein sprechen, wenn die Mitarbeiter jetzt wieder doppelt so oft zur Bank fahren müssen. Auch sonst nehme ich wenig wahr, was hier getan wird. Beispielsweise keine Subvention vom Deutschlandticket oder ähnliches.
Gehalt/Benefits
Ich denke viele Mitarbeiter haben in den letzten Jahren, die Gehaltshöhe hingenommen, da die Bank als Arbeitgeber die Flexibilität durch Homeoffice und den damit ebenfalls größeren Freizeitanteil bereitgestellt hat. Das fällt nun weg- ohne irgendeine Gegenleistung- einen Inflationsausgleich wird es auch nicht geben. Gehaltserhöhungen werden zwar auf Einzelebene gewährleistet, aber wie wir aus dem letzten Jahr wissen, dürfen hier ja auch nicht pauschal alle profitieren.
In Summe wird dann das Gehalt weniger wert sein, wir zukünftig mehr Geld in Sprit, Autoversicherung und Instandhaltung usw. investieren und wir haben weniger Freizeit.
Image
Nach innen könnte es nicht schlechter sein.
Nach außen scheint es, zumindest bei den Händlern, noch gut zu sein.
Karriere/Weiterbildung
Wird entweder jahresweise komplett gestrichen oder man kann ich selber über das Internet, Youtube etc. fortbilden. In Kurse und Veranstaltungen wird eigentlich kaum investiert.

