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UNTERNEHMENSGRUPPE
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mein großer Fehler nach der FaSi-Ausbildung...

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 für dieses Unternehmen in Remscheid gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt wurde pünktlich aufs Konto überwiesen. Hatte ich in meinen 28 Berufsjahren nicht immer.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Obwohl viele – wie man hier auf Kununu deutlich sieht – ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie ich, zeigt das Unternehmen keinerlei Bereitschaft, sich zu ändern. Stattdessen wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Mitarbeitenden das Problem sind und die Geschäftsleitung alles richtig macht. Das Grundproblem beginnt meiner Meinung nach schon damit, dass die Geschäftsleitung als Privatpersonen einen sehr fragwürdigen Lebensstil und merkwürdige zwischenmenschliche Konstellationen pflegt, was sich spürbar auf das Arbeitsklima überträgt.

Verbesserungsvorschläge

Die Hierarchie sollte flacher gestaltet werden, und einer bestimmten Person im Büro sollte nicht so viel Macht eingeräumt werden. Außerdem sollte das Unternehmen aufhören, nach jeder schlechten Kununu-Bewertung sofort eine gute Bewertung zu veröffentlichen, um den Eindruck zu manipulieren.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war sehr belastend. Die Geschäftsleitung bestand komplett aus Familienmitgliedern – der Chefin, ihrem Ehemann und dem Ex-Ehemann. Für mich als Ü45 Sifa und Feuerwehrmann war das ungewöhnlich und problematisch. Häufig herrschte schlechte Laune, die offen gezeigt wurde und sich auf das Team übertrug. Private Gespräche unter Kolleg:innen wurden nicht geduldet und mit spöttischen Kommentaren wie „Möchtet ihr auch mal arbeiten?“ abgewertet. Es gab ständige Kontrolle durch die Chefin und die beiden Männer: Wer wann was und mit wem machte, wurde genau beobachtet. Kleine Pausen oder Gespräche unter Kolleg:innen war nicht erlaubt. Das führte zu Misstrauen und einem Klima voller Kritik, Lästereien und Ausgrenzung. Wer nicht mitmachte, war schnell Außenseiter.

Image

Nach außen wirkt alles top, weil Schulungsteilnehmer gute Google-Bewertungen abgeben müssen, bevor sie ihre Zertifikate erhalten. Von innen sieht es dagegen ganz anders.

Work-Life-Balance

Eine echte Work-Life-Balance gab es hier nicht. Es war eine 40-Stunden-Woche vorgesehen. Homeoffice war strikt verboten, weil die Geschäftsleitung die Mitarbeitenden nicht kontrollieren konnte. Stattdessen musste man manchmal noch spät nachmittags ins Büro fahren – nur für 10 Minuten – anstatt direkt nach Hause zu fahren um eine Stunde im Homeoffice zu arbeiten. Von 7 bis 17 Uhr war immer mindestens ein Mitglied der Familie aus der Geschäftsleitung im Büro präsent, denn, ich zitiere: „Wenn die Katze (die Geschäftsleitung) das Haus verlässt, fangen die Mäuse (die Mitarbeitenden) an zu tanzen.“

Karriere/Weiterbildung

Obwohl Potenzial vorhanden ist, gibt es für die eigenen Mitarbeitenden keine Weiterbildungsmöglichkeiten. Das liegt vor allem daran, dass Weiterbildung Geld kostet und gut qualifizierte Mitarbeitende möglicherweise auf die Idee kommen könnten, sich für etwas besseres zu halten. Deshalb lautet das Motto: immer schön kleinhalten. Anfragen zu Weiterbildungen werden sofort mit der Begründung abgelehnt, dass es nicht möglich sei.

Gehalt/Benefits

Man verdient durchschnittlich, allerdings ohne Aussicht auf Gehaltserhöhung.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Für die Umwelt wird getan: Müll wurde getrennt. Es gab Braune Recycling Toilettenpapiere einlagig. Heizung ist aus. Alte Arbeitsmitteln, da neue nicht gut für die Umwelt sind. Auch auf Weihnachtsfeiern und andere Mitarbeiterevents wurde verzichtet, um Geld zu sparen und natürlich aus Rücksicht auf die Umwelt...

Kollegenzusammenhalt

Eigentlich ist überall, wo man arbeitet Potenzial für guten Zusammenhalt da. Hier ist das jedoch unmöglich, weil man nicht einmal die Chance hat, sich richtig kennenzulernen. Private Gespräche sind nicht erlaubt, und jeder denkt leider nur an sich selbst. Die Kultur hier fördert Lästereien, Beschwerden und Misstrauen. Deshalb ist ein echtes Miteinander nicht möglich. Es gibt nur einen Zusammenhalt – und zwar im Führungsteam der Chefin. Wer dazugehört, darf mobben; der Rest bleibt Einzelgänger. Und als Einzelgänger überlebt man hier nicht lange. Kein Wunder, dass alle paar Monate Mitarbeitende kündigen.

Umgang mit älteren Kollegen

Wir waren alle zwischen 45 und 60 Jahre alt, bis auf ein paar Werkstudent:innen.

Vorgesetztenverhalten

Die Geschäftsleitung zeigte großes Interesse an den Mitarbeitenden. Man wurde gefühlt mehrmals pro Woche fertiggemacht und schlecht behandelt. Die sind schlichtweg nicht fähig, als Vorgesetzte zu agieren – niemand kommt mit ihnen klar, und sie selbst kommen untereinander auch nicht zurecht. Stattdessen herrschte ein Klima, in dem Fehler gesucht und Mitarbeitende gegeneinander ausgespielt wurden. Wer nicht perfekt passte, war schnell Außenseiter.

Arbeitsbedingungen

Das Unternehmen verfügt zwar über ein großes Gebäude, doch die Ausstattung ist sehr unterschiedlich. Ergonomische Tische gab es keine. Im Winter war es oft viel zu kalt im Büro, da die Heizungskosten aufgrund des Ukraine-Kriegs gestiegen sind und daher kaum geheizt wurde. Muss ja gespart werden.

Kommunikation

Kommunikation gab es zwar, aber in einer sehr fragwürdigen Form. Oft habe ich erst durch Kolleg:innen erfahren, was hinter meinem Rücken über mich gesagt wurde. Die Kommunikation war eher einseitig: Was die eigentliche Chefin (wie mein Vorredner es bereits beschrieben hat) sagte, war Gesetz – alles andere zählte nicht. Mitarbeiterbedürfnisse oder -meinungen wurden komplett ignoriert. Zum Beispiel habe ich nach 1,5 Jahren gefragt, ob ich etwas mehr Gehalt bekommen könnte. Daraufhin wurde mir gesagt: „Du kannst auch weniger verdienen, so wie du arbeitest“, und mir wurde wortlos die Tür vor der Nase zugeschlagen. Danach wurde ich von der GL bei allein schlecht dargestellt und jeder wusste – dank der Geschäftsleitung – von meinem Wunsch, ohne mein Einverständnis. Es wurde über mich und meinen Wunsch gelästert, und ich wurde als undankbarer Mensch hingestellt. Es gab keine echte Kommunikation auf Augenhöhe. Kritik oder Verbesserungsvorschläge wurden nicht angenommen, stattdessen herrschte ein Klima der Unterordnung und des Schweigens. Offene Kommunikation gab es nicht, es wurde lieber hinter dem Rücken gesprochen und gelästert.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung gibt es in diesem Unternehmen nicht. Die Chefin steht ganz oben in der Hierarchie, gefolgt vom Chef, und dann kommt der Rest – ganz unten stehen die Frauen. Frauen gelten hier anscheinend nicht als fähig für Arbeitssicherheit, da das als „Männerjob“ angesehen wird. Dementsprechend gibt es im Unternehmen keine Frauen als SiFa. Diese veraltete Haltung sorgt für ein sehr ungerechtes und diskriminierendes Arbeitsumfeld.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich sind gut und abwechslungsreich, allerdings macht es wenig Spaß, sie zu erledigen, wenn man ungern zur Arbeit geht. Am Ende wird man sowieso klein gehalten und ständig darauf hingewiesen, wie schlecht man als Mitarbeiter sei. Das nimmt jegliche Motivation und Freude an der Arbeit.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.