Chaotische Prozesse und angespannte Arbeitsatmosphäre
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war angespannt. Mehrere Kündigungen wurden entweder gar nicht oder nicht ausreichend transparent an das Team kommuniziert, wodurch Misstrauen entstand. Im vergangenen Jahr stellte sich keine nachhaltige Stabilität im Arbeitsalltag ein. Regelmäßige, teilweise monatliche Änderungen belasteten das Arbeitsklima zusätzlich.
Image
Leider entsprach das Unternehmen intern nicht dem modernen Start-up-Image, das nach außen vermittelt wird.
Work-Life-Balance
Anfangs war die Flexibilität und das Vertrauen ein großer Pluspunkt. Mit der Einführung einer Vier-Tage-Office-Pflicht war das jedoch nicht mehr gegeben. Zudem entstand ein schlechtes Gewissen, wenn man pünktlich Feierabend machte, da dies in Teammeetings mehrfach kritisiert wurde. Man fühlte sich kontrolliert.
Karriere/Weiterbildung
Es gab keine gezielten Weiterbildungsangebote. Während in einigen Teams Beförderungen relativ häufig erfolgten, gestaltete sich der Aufstieg in anderen Teams sehr schleppend. Es wurde kaum transparent kommuniziert, worauf man hinarbeiten kann und in welchen Bereichen noch Entwicklung nötig ist, um eine Beförderung zu erreichen.
Gehalt/Benefits
Das Startgehalt war angemessen, allerdings gestaltete sich die Durchsetzung von Gehaltserhöhungen sehr schwierig. Teilweise wurden diese nur verzögert umgesetzt. Auch hierbei spiegelte sich die geleistete Arbeit und der hohe Einsatz nicht angemessen wieder.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hat keinen Stellenwert in Unternehmensentscheidungen.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit im direkten Team war sehr harmonisch und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Auch im erweiterten Team funktionierte die Zusammenarbeit grundsätzlich gut. Durch die zahlreichen personellen Veränderungen war jedoch eine kontinuierliche Anpassung an neue Teammitglieder erforderlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab nur wenige ältere Kolleginnen und Kollegen, und ihre Erfahrung wurde nur selten angehört oder wertgeschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte waren teilweise eher unerfahren, insbesondere im Hinblick auf die Begleitung einiger Projekte mit langfristiger Ausrichtung. Hier wäre von Beginn an mehr Führungskompetenz und entsprechendes Know-how erforderlich gewesen.
Feedbackgespräche verliefen teilweise unprofessionell und wenig konstruktiv und hinterließen eher ein negatives Gefühl, anstatt Motivation und Zuversicht zu fördern.
Arbeitsbedingungen
Büro ist sehr zentral. Die Räume allerdings sehr eng und teilweise sehr laut.
Kommunikation
Die Kommunikation war wenig strukturiert. Projekte wurden offenbar nicht ausreichend im Voraus geplant, und die Vorgehensweise wurde häufig angepasst. Dies führte zu Verwirrung im Team und begünstigte Fehler, die in Meetings teilweise in einem sehr scharfen Tonfall angesprochen wurden.
Gleichberechtigung
Das Unternehmen war stark weiblich dominiert. Der Anteil männlicher Mitarbeitender war gering, und ihre Integration in das Team wirkte nicht immer vollständig gegeben.
Interessante Aufgaben
Es gab zahlreiche interessante Projekte, an denen man mitwirken konnte. Größtenteils nahm man jedoch eine ausführende Rolle ein und lernte vor allem, Probleme schnell zu beheben, während die langfristige Verbesserung von Prozessen weniger im Fokus stand.