Viel Masse und wenig Klasse
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das unterdurchschnittliche Gehalt kommt pünktlich
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man wird nicht geschätzt, höchstens im Moment wenn man glänzt. Im Jahr X kann man große Verantwortung tragen, Server administrieren, die ganze Unternehmen am Leben halten. Im Jahr darauf schwitzt man im Lager und die aufgebaute Expertise wird einfach weggeworfen. Manchmal wissen die Vorgesetzten nicht einmal mehr, dass man schon ganz oben mitgespielt hat. Ein Studium hat dort nur einen Wert wenn man im Management ist oder in der Buchhaltung vielleicht. Technische Expertise wird weder in Schulungen aufgebaut, noch abgefragt wenn notwendig. Ich bin mir sicher dass Bechtle oftmals gute Techniker benötigt, die in schlechten Zeiten in Bereiche gewechselt sind, wo sie unterfordert sind, um nicht noch tiefer zu sinken zB im Lager oder 0815 Arbeit. Viele verlassen in solchen Momenten das Unternehmen und dem Unternehmen scheint es tatsächlich egal zu sein. Man holt dann neue Masse an Board, billiger ist ohnehin besser bei Bechtle.
Verbesserungsvorschläge
Wasserkopf abbauen. Das Unternehmen könnte ohne weitere Bedenken 50% seiner Manager feuern. Diese sind ohnehin überbezahlt, mit eigenen Parkplätzen und neuen Elektroautos ausgestattet. Von A nach B zu fahren ist kein Beruf und bringt keinen Mehrwert für das Unternehmen. Von den frei gewordenen Ressourcen könnte man dann echte Techniker einstellen anstatt billiger Quereinsteiger. Im oberen Drittel haben es sich einige Leute sehr bequem gemacht. Das Kerngeschäft leidet sehr drunter. Technik zum Kunden bringen findet immer seltener statt, man bringt lieber Anzugträger und parfümierte Redner zum Kunden. Und die Anzüge sind nicht mal gut.
Arbeitsatmosphäre
Je nach Standort und Kunde, aber eher schlecht weil unorganisiert
Kommunikation
Die Manager wissen oft selbst nicht was sie tun. Ich habe bereits massive Fehleinschätzungen zB Personaldecke gehört
Kollegenzusammenhalt
Ist sogar relativ gut, Not fördert Zusammenhalt
Work-Life-Balance
40 Stundenwoche flat und keine Benefits wie Weihnachtsgeld
Vorgesetztenverhalten
Je nachdem aber meistens kennen diese nur das Ziel aber nicht den Weg dorthin. Es werden viele bunte Sprüche abgesondert die sehr allgemein sind.
Interessante Aufgaben
Man tut was ansteht, mal mehr aber meistens weniger interessant
Gleichberechtigung
Eine Mischung ist durchaus gegeben aber wahrscheinlich weil Ausländer und Frauen oftmals für weniger Geld arbeiten. Billige Arbeitskraft wird in diesem Unternehmen so sehr geschätzt dass man auf lange Sicht Expertise verliert und nicht aufbaut
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich beurteilen kann ok
Arbeitsbedingungen
Teilweise schlimm, ausgestattet mit ein paar warmen Worten und Forderungen vom Management, die die Lage nicht mal richtig übersehen können oder wollen, prügelt man die Ziele irgendwie durch. Wenn man merkt dass eine Vielzahl an Mitarbeitern nicht gut genug ausgebildet ist holt man sehr teure Externe die dann das schmale Budget auffressen und oftmals nicht sehr viel leisten. All das erzeugt Stress und manchmal auch negative Kundenreaktionen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Da das Unternehmen weder etwas produziert noch energieintensiv verarbeitet, ist die Umweltbilanz zwangsläufig in Ordnung
Gehalt/Sozialleistungen
Im Bekanntenkreis mit IG Metall Tarifverträgen wird man belächelt. Kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, keine Boni, nichts. Ein Bonusmodell existiert, ist aber nur eine geschönte Gehaltsauszahlung. Man zahlt 80% des Gehalts sofort aus und 20% am Ende des Jahres als Bonus. Sieht aus wie ein Bonusmodell, ist aber eine Milchmädchenrechnung.
Image
Es ist erstaunlich aber die Außenwirkung ist sehr gut. Aber innen brodelt es. Wer meint Bechtle sei modern, progressiv und erfolgreich, der hat dort noch nie gearbeitet.
Karriere/Weiterbildung
Karriere im Sinne man kommt dorthin nach der Ausbildung oder macht dort seine Ausbildung, arbeitet und lernt paar Sachen und geht dann nach 2-3 Jahren wieder weg. Das ist die einzig sinnvolle Karriere die man dort machen kann. Es kann sogar sehr gut passieren, dass man in wirtschaftlich guten Zeiten eine gute Position erreicht. Diese verliert man aber auch sofort wieder, wenn in schlechten Zeiten der Kunde abspringt. Und dann kann man wirklich sehr tief fallen. Um das zu ertragen braucht man eine starke Haut. Die extreme Kurzsichtigkeit des Unternehmens geht sogar so weit dass man bei einem Kunden X eine sehr hohe Verantwortung tragen kann und eine hohe technische Expertise entwickelt, die paar Monate später nichts wert ist, man schleppt dann Kisten. Das kann tatsächlich passieren!

