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Bewertung

Klingt komisch, ist aber nicht so. Es ist tragisch und prekär!

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Bechtle Logistik in Neckarsulm gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

z.T. andere Arbeitnehmer

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

den Arbeitgeber

Verbesserungsvorschläge

Wisst ihr alles schon und entscheidet euch bewusst dagegen.

Arbeitsatmosphäre

Leider seit Jahren jedes Jahr schlechter. GF trifft fixe Entscheidungen nach Gusto und überschätzt die eigene Fachkenntnis dabei zuverlässig. Kollegen werden so schlecht bezahlt dass es bestenfalls als Frechheit bezeichnet werden kann und identifizieren sich immer weniger mit ihren Aufgaben und dem Unternehmen. Dem Arbeitsalltag wird überwiegend mit Zynismus begegnet, da sie es anders nicht mehr aushalten. Der Spirit ist tot.

Kommunikation

Es finden regelmäßig Informationstermine statt, in denen man sich gegenseitig auf die Schulter klopft, dass man morgens den Weg zum Haupteingang gefunden hat. Auf die Fragen die die Leute interessieren wird seit Jahren nur in dem Maße eingegangen, dass man Versprechung macht, die nicht gehalten werden, dies dann mit der jeweils aktuellen Mondphase begründet und immer eine wohl temperierte Nachricht bereit hält, die jedem klar machen soll wie viel schlechter es einem gehen könnte.

Kollegenzusammenhalt

War besser, ist noch ok, aber wo möglich wird von Führungskräften Zwietracht und Misstrauen gefördert um davon abzulenken, dass nicht die paar Kollegen, die mehr bzw. "fair" verdienen, für die Arbeitsumstände verantwortlich sind. So wird gerne mal die eine oder andere Info durchgestochen damit man weiß der Chef hat einen eigentlich viel lieber als den faulen Kollegen von nebenan, aber Dinge lassen sich halt nicht wirklich ändern - weil, ist so.

Work-Life-Balance

So lange man sich mit der Arbeit identifiziert wird man sich krank arbeiten müssen um mit dem Ergebnis zufrieden sein zu können. Eine Zeiterfassung vermeidet man seit Jahren erfolgreich, da sich hierdurch die ganzen Missstände und Probleme nicht länger verheimlichen ließen. Delegieren kann man kaum weil man dann nur noch mehr Probleme zurück bekommt. Viele Leistungsträger haben seit Jahren keine wirkliche Vertretung mehr und arbeiten daher im Urlaub und Krankheit weiter.

Vorgesetztenverhalten

I.d.R. der unterirdischste "best-Friend" den man sich Vorstellen kann. Alle sind Freunde aber keiner darf auf den Kindergeburtstag, weil der Mama und dem Papa das dann noch zu weit geht. Alle 3 Monate gibt's ne Schokolade, dann wird man wieder 3 Monate durch den Kakao gezogen und pünktlich zum Gehaltsgespräch sind leider wieder alle Hände gebunden.

Interessante Aufgaben

Leider machen auch die irgendwann keinen Spaß mehr, wenn der Rest nicht passt.

Gleichberechtigung

Fällt mir schwer zu beurteilen. Im Umgang Mitarbeiter mit Mitarbeiter wird soweit mir bekannt ist keine Ungleichbehandlung geduldet. Gehaltstechnisch kann ich das nicht abschließend beurteilen.

Umgang mit älteren Kollegen

Die sind halt alle "faul" weil sie Dinge ggf. langsamer verstehen und sich nicht mehr so gut durch die Gegend scheuchen lassen. Sagen wir mal: Es wird ihnen schon gern mal ungemütlich gemacht. Kleine erarbeitete Privilegien gestrichen oder die Nichtinanspruchnahme nahegelegt.

Arbeitsbedingungen

Es ist sauber und Klopapier ist vorhanden. Homeoffice gibt es nicht nur "agile Working" was den AG von den weitgehendsten gesetzlichen Verpflichtungen des Homeoffices befreit und das gibt es einmal die Woche, bzw. falls man einen Tag krank wird oder Urlaub hat gar nicht. Man misstraut den Mitarbeitern und legt wert darauf, dass sie es wissen. Für welche mit Gewissen ist das der Horror, für die andern egal.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man hat ein paar alte Solarzellen auf dem Dach und nutz Erdwärme. Des Weiteren schreibt man gerne davon wie gut man sich verhalten könnte, wenn man sich an die veröffentlichten Guidelines, Compliance-Richtlinien und alles was gerade en vogue ist, halten würde. Irgendwo hat man außerdem die Auszeichnung "Top Employer" erschwindelt oder gekauft und eine Stiftung zur Frauenförderung geründet. Ein zu ausgeprägtes Gewissen hat in der Führungsetage ganz sicher niemand.

Gehalt/Sozialleistungen

Sie spielen das Spiel "wie sehr kann ich den Arbeitnehmer demütigen bis er/sie kündigt" ganz gut. Mindesterwartungen werden wohltemperiert untertroffen, so dass sich der brave Pleb dann so bescheiden fühlt, dass er sich am Ende notgedrungen selbst komplett in Frage stellt. Oberdrauf unterstützt man dann natürlich gerne mit üppigem Zuschuss zur Betriebsrente - die kann sich ja eh keiner außer den Günstlingen leisten. Ein Schelm der dabei böses denkt.

Image

Die Außendarstellung klappt noch.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt keine Weiterbildung. Es gibt Schulungen zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Betriebs. Es gibt Förderprogramme: "Werde vom Hintern zum Schuh" bzw. "Jump" oder "wie man richtig durchzieht wenn der Untergebene es gerade nicht erwartet". Expertise hat man wenn man eingestellt wird. Diese bringt man in das Unternehmen ein, dann geht man irgendwann frustriert. Es kommt jemand der billiger ist. Den verheizt man 2 Jahre lang und mit dem gesparten Geld kann man den nächsten mit Expertise bezahlen der dann wieder 4 Jahr durchhält - repeat.

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Arbeitgeber-Kommentar

Bechtle HR Team, Personalmarketing
Bechtle HR TeamPersonalmarketing

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Sie haben sicher viel Zeit in Ihre Bewertung investiert und arbeiten viele unterschiedliche Aspekte heraus, vielen Dank dafür.
Wir nehmen das Feedback unserer Mitarbeiter:innen sehr ernst, möchten gerne daraus lernen und stetig besser werden. Sie sprechen jedoch ein paar Punkte an, über die ich gerne mit Ihnen persönlich nochmal sprechen würde. Ich biete Ihnen daher an, sich persönlich und vertraulich bei mir unter hr-feedback@bechtle.com zu melden und in einem gemeinsamen Gespräch mögliche Missverständnisse und Ungereimtheiten aus dem Weg zu räumen. Es ist uns ein großes Anliegen, dass Sie sich bei uns wohlfühlen.

Viele Grüße aus Neckarsulm
Eileen aus dem Bechtle kununu Team

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