Auf dem Weg zur Hire-and-Fire-Kultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Vielfältige und spannende Aufgaben erwarten einen. Wer die richtige Führungskraft (und ein gutes Team) hat, kann sich theoretisch intern gut weiterentwickeln. Zumindest war das früher so – aktuell sind leider andere Entwicklungen zu beobachten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Willkürliche Kündigungen. Menschlichkeit fehlt genauso wie Augenhöhe.
Verbesserungsvorschläge
Eine echte Führungskultur zu etablieren und konsequent zu leben – mit mehr Transparenz bei Entscheidungen und Kommunikation. Dabei sollte wieder mehr Menschlichkeit Einzug halten, wie es früher einmal war.
Das Bottleneck bei der Geschäftsführung sollte beseitigt werden, indem Führungskräfte befähigt werden, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen.
Zielsetzungen überdenken: Statt starrer und konkurrierender Ziele sollten echte Anreize geschaffen werden, die die Zusammenarbeit fördern und das gesamte Unternehmen voranbringen.
Arbeitsatmosphäre
Derzeit vermehrt willkürliche Kündigungen. Zudem wurden Urlaubssperren für Q4 verhangen - Mitarbeiter wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Es bestehen selbst geschaffene Zielkonflikte, da Vertriebsziele häufig nicht mit den Zielsetzungen anderer Abteilungen und der Weiterentwicklung des Unternehmens vereinbar sind. Konstruktives Feedback ist nicht erwünscht.
Image
Die Unzufriedenheit wächst deutlich, die Fluktuation nimmt zu. Interne Feiern als positives Highlight.
Work-Life-Balance
Arbeitszeiterfassung ist nicht erwünscht. Ein so genannter Pilotversuch scheint vor allem der Außendarstellung/Pflichterfüllung zu dienen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind grundsätzlich möglich – vorausgesetzt, die Führungskraft unterstützt diese. Sowohl die hausinterne Akademie als auch externe Angebote stehen zur Verfügung.
Gehalt/Sozialleistungen
Auch hier spielen vor allem persönliche Beziehungen („Nasenfaktor“) eine große Rolle. In einigen Bereichen gibt es einen variablen, leistungsabhängigen Anteil, während in anderen Bereichen keine Weiterentwicklungen vorgesehen sind.
Kollegenzusammenhalt
Abteilungsabhängig trifft man entweder auf Kollegialität oder auf sprichwörtliche Messer im Rücken – manchmal beides zugleich.
Vorgesetztenverhalten
Die Qualität der Führung variiert stark – eine einheitliche Führungskultur gibt es nicht. Viele Führungskräfte scheinen ihre Position eher aufgrund langer Betriebszugehörigkeit als aufgrund echter Führungskompetenz erhalten zu haben – das zeigt sich im Alltag deutlich. Auch auf Geschäftsführungsebene fehlt eine klare Linie; persönliche Präferenzen spielen eine größere Rolle als objektive Kriterien.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze entsprechen nicht dem Niveau des Hauptsitzes in Neckarsulm. Insbesondere die im Keller gelegenen Arbeitsplätze bieten schlechte Belichtung und unzureichende Belüftung.
Kommunikation
Intransparente Kommunikation. Wichtige Informationen meist nur innerhalb auserwählter Kreise, darüber hinaus Flurfunk.
Gleichberechtigung
Es gibt eine Zunahme willkürlicher Kündigungen, die auffällig oft Frauen betreffen.
Interessante Aufgaben
Es gibt viele interessante Aufgaben – mit der richtigen Führungskraft hat man gute Chancen, hier wirklich etwas zu bewegen und zufrieden zu arbeiten.

