Hohe Verantwortung, geringe Bezahlung, gute Zusatzleistungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Kollegenzusammenhalt: Fast alle Kollegen sind hilfsbereit, engagiert und unterstützen sich gegenseitig. Wo die Führung versagt, gleichen die Mitarbeiter dies mit Teamgeist und Fleiß aus.
- Interessante Aufgaben: Grundsätzlich gibt es spannende Projekte, die vielfältige Erfahrungen ermöglichen (je nach Abteilung).
- Benefits: Überstunden werden fair bezahlt, Bereitschaft ebenfalls. Die Kantine ist gut, auch wenn man die Kosten beachten muss.
- Homeoffice: Je nach Abteilung ist die Möglichkeit für Homeoffice gegeben, was die Work-Life-Balance unterstützt.
- Kompetenz beim Kunden: Die Systemhäuser, die vor Ort arbeiten, wirken professionell und kompetent.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsbelastung ist sehr hoch, viele Projekte und Verantwortlichkeiten liegen bei einzelnen Mitarbeitern, Stellvertreter gibt es kaum. Führung und Teamleiter sind stark abhängig von der Abteilung – teilweise gibt es Micromanagement, Innovationsblockade und Sympathie statt Leistung wird belohnt. Gehalt liegt unter dem Marktdurchschnitt, insbesondere ehemalige Azubis werden unterbezahlt, während Zusatzleistungen und Überstundenvergütung die Situation nur teilweise ausgleichen. Projektmanagement ist eng mit dem Tagesgeschäft verwoben, manuelle Prozesse und ineffiziente Meetings erschweren die Arbeit zusätzlich. Arbeitsbedingungen wie Großraumbüros und Shared Desks bieten wenig Ruhe oder Privatsphäre, und Umweltmaßnahmen werden intern kaum umgesetzt. Kommunikation und Entscheidungsprozesse sind oft unklar, Modernisierungen werden nur schleppend oder umständlich umgesetzt. Karrierechancen und Weiterbildung hängen stark von Anpassung und Sympathie ab, während innovatives Denken und eigenständige Ideen häufig blockiert werden.
Verbesserungsvorschläge
Zentrale Verbesserungsempfehlung
Gute und innovative Mitarbeiter nicht gehen lassen. In letzter Zeit haben viele engagierte, moderne und kreative Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Stattdessen setzt man stark auf „brave Soldaten“, die Anweisungen folgen, anstatt auf Menschen, die kritisch denken und echte Veränderung vorantreiben könnten.
Weitere Verbesserungsvorschläge:
- Teamleiter sollten nicht überlastet werden
- Micromanagement reduzieren. Teamleiter besser schulen.
- Leistung anerkennen statt „Sympathie“ oder reines Befolgen von Anweisungen belohnen.
- Förderung innovativer Ideen ermöglichen, statt diese zu blockieren oder zu stark zu kontrollieren.
- Klarere Richtlinien für Karriereentwicklung etablieren.
- Verantwortlichkeiten besser verteilen, um Überlastung zu vermeiden.
- Stellvertretersysteme einführen, um Kopfmonopole zu vermeiden.
- Meetings effizienter gestalten: klare Agenda, relevante Teilnehmer, zielgerichtete Inhalte. (Wurde schon oft angesprochen)
- Zeitmanagement verbessern, um langfristige Belastung zu reduzieren.
- Gehälter marktgerecht anpassen, insbesondere für ehemalige Azubis und junge Mitarbeiter.
- Transparente Kriterien für Gehaltserhöhungen und Boni einführen.
- Verantwortlichkeiten besser abgrenzen, damit nicht alles auf Einzelne lastet.
- Projektmanagement modernisieren, unnötige Doppelarbeit und manuelle Prozesse reduzieren.
- Projektmanagement stärker vom Tagesgeschäft trennen, damit Projekte effizienter geplant und umgesetzt werden können. Aktuell wurde dies offenbar bewusst nicht getan. Jedoch werden dadurch die Mitarbeiter überlastet und die Projekte leiden unter der fehlenden Fokussierung.
- Großraumbüros und Shared Desks überdenken oder alternative ruhige Arbeitsplätze schaffen. Der Vorhang in den Separees ist keine sinnvolle Lösung, da er kaum Privatsphäre oder Ruhe bietet.
- Firmenwagen- und Reiserichtlinien nachhaltiger gestalten.
- Umweltprojekte mit echtem ökologischem Nutzen priorisieren.
- Schulungen und Zertifikate kontrollierter planen, damit Ressourcen nicht verschwendet werden.
- Karrierechancen auf Leistung und Engagement basieren lassen, nicht auf „Anpassung“ oder Sympathie.
- Kommunikationskanäle reduzieren oder besser koordinieren, damit Informationen nicht untergehen.
- Entscheidungsprozesse klarer und transparenter gestalten.
- Modernisierung der Arbeitsweise konsequenter vorantreiben, z. B. digitale Tools statt veralteter Excel-Methoden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist stark vom jeweiligen Teamleiter abhängig. Oft herrscht hoher Druck, weil man große Projekte allein stemmen muss und viele Aufgaben manuell erledigt werden. Das führt schnell zu Überlastung. Hinzu kommen unlogische oder wenig sinnvolle Projekte, die eher Frust als Innovation bringen. Die guten Zusatzleistungen können das nur bedingt ausgleichen.
Image
Nach außen wirkt die Firma sehr positiv. Besonders die einzelnen Systemhäuser, die direkt beim Kunden vor Ort sind und sehr kompetent auftreten, hinterlassen einen guten Eindruck. Intern bröckelt das Bild jedoch langsam: Es werden oft Versprechen gemacht, die nicht gehalten werden können, was zu langen Arbeitsnächten und unnötiger Arbeit führt. Meetings finden häufig statt, ohne dass klar ist, was eigentlich besprochen werden soll. Die Arbeitsweise wirkt veraltet und wird nur sehr langsam oder umständlich modernisiert. Macht natürlich keinen guten Eindruck, wenn man beim Kunden mit einer Exceltabelle aufschlägt.
Work-Life-Balance
In vielen Bereichen herrscht völlige Überforderung. Teamleiter bekommen zusätzliche Projekte, die sie kaum ablehnen können, und die Mitarbeiter müssen vieles ausgleichen. Wichtige Aufgaben fallen oft unter den Tisch und werden von den Mitarbeitern übernommen. Für Extra-Arbeit gibt es weder mehr Gehalt noch eine höhere Position, und meist wird auch nicht nach Meinungen oder Vorschlägen gefragt. Positiv ist, dass in vielen Abteilungen Homeoffice möglich ist, was die Situation zumindest etwas erleichtert. Allerdings kann es vorkommen, dass man einen Micromanagement-Teamleiter bekommt, der lieber vor Ort kontrolliert, statt sein Team effektiv zu führen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung und Schulungen werden grundsätzlich gefördert, allerdings nur, wenn man Zeit dafür hat, und die Umsetzung wird wenig kontrolliert. Oft wird Geld für Schulungen ausgegeben, doch das dazugehörige Zertifikat wird anschließend gar nicht gemacht. Karriere ist grundsätzlich möglich, allerdings eher für Mitarbeiter, die den vorgegebenen Prozessen folgen und wenig gegen den Strom schwimmen oder eine eigene Meinung äußern.
Gehalt/Sozialleistungen
Das Gehalt liegt deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Erhöhungen werden häufig nach „Sympathie“ vergeben und sind oft fragwürdig begründet. Besonders problematisch ist die Behandlung von ehemaligen Auszubildenden: Diese arbeiten häufig mehr als ältere Kollegen, erhalten aber deutlich weniger Gehalt. Dies führt zu großem Unmut, und viele sehr gute ehemalige Azubis/Junioren haben das Unternehmen verlassen, weil ihre Leistung und ihr Engagement nicht angemessen honoriert wurden. Zwar zählt unterschiedliche Erfahrung von vorherigen Firmen, dennoch sollte auch die investierte Leistung und das erworbene Wissen gewürdigt werden.
Positiv hervorzuheben sind die Extras: z.B. Überstunden werden fair vergütet, und auch die Bereitschaft wird angemessen bezahlt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen präsentiert sich die Firma sehr umweltbewusst, intern wird dies jedoch kaum umgesetzt. Mitarbeiter legen oft weite Strecken zurück, um an Teambuildingmaßnahmen, Schulungen oder Meetings teilzunehmen. Sehr viele haben einen eigenen Firmenwagen – je größer und teurer, desto besser. Gleichzeitig werden Bienen auf dem Firmengelände angesiedelt, was zwar nach Umweltengagement aussieht, aber ökologisch fragwürdig ist, da Wildbienen zusätzlich um Nahrung konkurrieren müssen. Insgesamt wirkt das Umweltmanagement der Firma oft kurz gedacht und inkonsequent.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist ein absoluter Pluspunkt. Fast alle sind hilfsbereit, engagiert und unterstützen sich gegenseitig, wo sie nur können. Wo die Führung versagt, gleichen die Mitarbeiter durch Teamgeist und Fleiß aus. Man kann jederzeit jeden ansprechen – auch privat –, weil wirklich alle wollen, dass man gemeinsam vorankommt. Absolut top!
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten hängt stark von der Abteilung ab – es gibt sowohl sehr gute als auch sehr schlechte Teamleiter. Einige betreiben starkes Micromanagement und kontrollieren das Team eng, wodurch wenig Raum für eigenständige oder innovative Arbeit bleibt. Versucht man, Neues umzusetzen, versuchen Teamleiter oft, ihren Stempel aufzudrücken. Häufig zählt dabei weniger die tatsächliche Leistung, sondern eher, wer ein stiller, kooperativer „guter Soldat“ ist, der brav Listen abarbeitet. Zudem kann es passieren, dass man bei fehlender „Sympathie“ beim Teamleiter schnell aus dem Team ausscheidet.
Es gibt jedoch auch sehr gute Teamleiter, die engagiert und kompetent führen – leider werden sie oft mit Arbeit zugeschüttet (weil sie so gut sind), sodass dies automatisch die Führung und Unterstützung der Mitarbeiter beeinträchtigt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind stark verbesserungswürdig. Es gibt Großraumbüros und Shared Desks, was wenig Ruhe und persönliche Arbeitsbereiche ermöglicht. Das einzige wirklich Positive ist die Kantine – allerdings muss man sich das Essen auch leisten können.
Kommunikation
Die Kommunikation hängt stark vom jeweiligen Teamleiter ab – mal läuft sie gut, mal eher chaotisch. Häufig wird der Druck von oben einfach weitergegeben, ohne sinnvolle Filterung. Zudem gibt es zu viele Eingangskanäle, wodurch man schnell den Überblick verliert. Wichtige Informationen werden oft nur einmal im Meeting erwähnt, und wer dort fehlt, hat meist das Nachsehen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind stark von der Abteilung abhängig. Grundsätzlich gibt es viele interessante Projekte und Aufgaben, jedoch trägt man oft die Verantwortung für alles allein, was schnell zu Überforderung führen kann. Stellvertreter gibt es kaum, und oft liegen Entscheidungen und das notwendige Wissen in „Kopfmonopolen“, wodurch die Verantwortung zusätzlich konzentriert wird.


