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Bewertung

Wenn die Kununu Bewertung fast solange dauert wie die Ausstellung des Arbeitszeugnis.

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT bei Bechtle GmbH & Co. KG Karlsruhe in Karlsruhe gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das viele Mitarbeiter in einen anderen Standort wechseln konnten. So blieb die Kompetenz wenigsten irgendwie im Unternehmen. Das wurde zum Glück noch irgendwie akzeptiert.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das die Zentrale AG sich nicht eher eingeschaltet hat. Die beiden Systemhäuser standen einigermaßen gut da. Die Transformation hatte das Potential: Für die Mitarbeiter, für die Kunden, für die Entwicklung neuer Prozesse. Das Management hat dies durch totales Versagen und bewussten Handlungen gegen die Wand gefahren. Das Ergebnis ist leider immer noch sichtbar und es wird Jahre dauern bis dies wieder korrigiert ist. Wenn es denn überhaupt noch gelingt. Ich hoffe sehr das man dieses Beispiel in anderen Zusammenschlüssen aufzeigt, wie man es nicht machen sollte. Meiner Ansicht nach hat auch der Bereichsvorstand mitzuverantworten, was hier in den letzten 2,5 Jahren passiert ist.

Verbesserungsvorschläge

Das komplette Management, vom GF bis zum Teamleiter gehört komplett ausgetauscht. Einmal durch die Bank. Schickt von den noch da gebliebenen Mitarbeitern (5 Jahre+) Leute auf die Bechtle Führungskraft Trainings und fangt an wieder die Bechtle Werte zu leben.

Arbeitsatmosphäre

Gibt es nicht. Jegliche Art von Arbeitsatmosphäre wurde hingerichtet. Und dann so tief vergraben, dass keiner auf die Idee kommen könnte jemals auch nur wieder das Wort in einem Atemzug zu erwähnen. Die mittlerweile ehemalige Geschäftsführung (zumindest ein Teil davon) hat diese bewusst sterben lassen. Mit allem was dazu gehört. Führungskräfte haben von heut auf morgen Ihre Prinzipien und Werte verloren. Wurden unter Druck gesetzt dem neuen Management zu folgen oder zu gehen. Die Mitarbeiter schlecht behandelt und darauf gewartet das diese gehen. Was ja auch geklappt hat. Leistungsträger, junge motivierte Kollegen und Mitarbeiter mit Potential und Bechtle Werten (zumindest das was laut AG HR in einem Personalentwicklungsprogramm existiert) sind reihenweise gegangen. Was als gute Idee von der AG kam und als Transformation betitelt wurde (der Zusammenschluss zweier Systemhäuser) wurde zur schlecht umgesetzten Aufräum Aktion. Langjährige Mitarbeiter wurden entlassen um die „teuren“ zu entsorgen. Dem Rest wurde das Arbeitsumfeld so schlecht gemacht, dass viele von allein gegangen sind. Ein Trauerspiel, dass die Bereichsvorstände so lange schweigend zugesehen haben.

Image

Der Standort hat bei seinen Kunden ein mittlerweile absurd schlechtes Image. Nicht nur das der mittlerweile ehemalige GF sich bei einigen Kunden nicht sehr beliebt gemacht hatte. Es funktioniert auch vieles selten reibungslos. Das Projektmanagement sollte in Eskalationsmanagement umbenannt werden. Die Kunden spüren die Abgänge im Systemhaus deutlich. Kompetenz ist verloren gegangen auf allen Gebieten. Die schlechte Stimmung wirkt sich auch auf die Moral gegenüber den Kunden wieder. Die kriegen das mit, ob gewollt oder nicht. Zudem hat man sich 1,5 Jahre zu sehr damit beschäftigt gegenüber der AG ein tollen Eindruck und intern ein schlechten Stil zu etablieren. Da war die Außenwirkung eher zweitrangig.

Work-Life-Balance

Leistungsträger und Mitarbeiter denen die Firma zu diesem Zeitpunkt noch wichtig war haben weiterhin mehr als notwendig gearbeitet. Versucht das sinkende Schiff nicht sehend gegen jeglichen Fels zu fahren. Homeoffice war eigentlich Standard. Mit der Verschmelzung der Systemhäuser musste man auf einmal anstatt 20km ins Büro jetzt auch an den anderen Standort fahren. 70km. Klingt auch logisch. Nur um dort angekommen festzustellen, dass gerade mal 3-4 andere Kollegen da sind. Mikromanagement funktioniert halt so. Vertrauensarbeitszeit war nur ein Wort auf der nie aktualisierten Intranet Seite des lokalen HR. Die Erwartungshaltung war vor Ort, 7-18 Uhr. Die extrameile gehen. Wurde am Ende des Jahres gedankt in dem es keine Wertschätzung dafür gab.

Karriere/Weiterbildung

Gefördert wird nur was Umsatz bringt. Der Mitarbeiter muss Geld fürs Unternehmen verdienen. Wenn dieser eine Woche auf Schulung oder Fortbildung geht bringt das kein Umsatz. Es kostet sogar Geld. Eine Investition wollte man sich nicht leisten. Wenn der Mitarbeiter eine Schulung unbedingt wollte wurde dies unter Bedingungen gesetzt. Zum Teil mit Vertragskauseln zur Rückzahlung bei Kündigung oder Bindung an das Unternehmen für die nächsten x Jahre.
Ja so bindet und motiviert man Mitarbeiter langfristig. Man zeigt ihnen welche Karriere hier auf einen wartet und nebenbei erlebt der Mitarbeiter dieses gute Gefühl der ehrlichen Wertschätzung vom Vorgesetzten.

Gehalt/Benefits

Benefits gab es einige. Wasser mit Geschmack zum Beispiel. Ab und zu in der Küche.
Zudem kann man getrost sagen, dass es Jobrad gab (ist mittlerweile denke ich Standard). Und hier und da ein paar Nettigkeiten. Sonst nichts herausragendes.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Diese Kategorie wird übersprungen.
Im zentralen Intranet gab es wie in jeder anderen Firma auf der Welt auch einen Bereich für irgendwas mit Umwelt und irgendwas mit Sozialem. Die normalen 0/8/15 Greenwashing Geschichten. Es ist halt eine Firma. Da zählt Umsatz, Gewinn, etc. Wenn das alles läuft kann man auch mal überlegen ein wenig was für die Umwelt zu machen. Fair enough. Wenn dem Mitarbeiter das wichtig ist, konnte er aber gezielt Angebote erhalten und annehmen.

Kollegenzusammenhalt

Der normale Mitarbeiter hat versucht irgendwie das Beste aus der Situation zu machen. Das wurde mit allen Mitteln vom Management erschwert. Ganze Teams (funktionierende!) wurden innerhalb des Transformationsprozess zerrissen. Neu gemischt. Wild durcheinander gewürfelt). Exzellente Teamgefüge wurden bewusst zerstört. Mit dem Bewusstsein, dass dadurch Unruhe und Unbehagen ausgelöst wird. Man wollte dies so bewusst.

Umgang mit älteren Kollegen

Umgang mit teuren Mitarbeitern, Ähm älteren Kollegen war bis zur Transformation nicht spührbar. Sie waren einfach Mitarbeiter wie alle anderen auch. Mit der Transformation hat man sich einigen entledigt. Andere wurden irgendwo auf dem Abstellgleis geparkt. Viele haben das akzeptiert. Was will man auch anderes machen. Auch hier wurden Sozialkompetenz und Werte des Management (was bis dahin noch übrig geblieben ist) schnell beseitigt und aus undefinierbaren Gründen mit wirklich langjährigen treuen Mitarbeitern umgegangen als wären sie gestern eingestellt und auf einem Berufslevel wie ein unausgebildeter Quereinsteiger.

Vorgesetztenverhalten

Mit das unterirdischste was ich je erlebt habe. Langjährige Vorgesetzte haben über Nacht sämtliche Werte, Bechtle Führungsleitlinien und alles andere was auch nur ansatzweise in Richtung Sozialkompetenz geht abgelegt. Die meisten müssten daheim Ihre Spiegel abgehangen haben.
Das lokale HR war davor schon langsam und altbacken, hat im Transformationsprozess aber sämtliche Arbeiten gänzlich eingestellt. Die AG hat dies etwas abfedern können da Sie eine kompetente Mitarbeiterin gestellt hat. Aber sie konnte auch nicht alles retten. Lokales HR war zu beschäftigt mit Wasser mit Geschmack in den Küchen zu verteilen. Da kann man schon mal 1 Jahr für eine Anpassung im Arbeitsvertrag vor Einstellung brauchen. Oder 8 Monate für ein Zwischenzeugnis. Oder sonstige Anfrage vom Mitarbeiter. Nachfragen direkt oder über den Vorgesetzten blieben weitestgehend unbeantwortet.

Arbeitsbedingungen

Hier muss man tatsächlich mal ein Lichtblick geben. Es gab alles was man zum Arbeiten brauch. Manchmal auch Wasser mit Geschmack vom HR bereitgestellt. So wurde der langweilige Gang zum Wasserspender zum richtigen Highlight und Erlebnis. Grandios.

Kommunikation

Innerhalb der Transformation wurde viel gearbeitet. Das Management hat sich zurückgezogen. Wochenweise unsichtbar geblieben und dann via billigem KI Text Ergebnisse präsentiert die aus Buzzword floskelei und inhaltslosem KI-Wortzauber in einer Mail oder einer vom lokalen HR schlecht erstellten Foliensatz präsentiert wurden. Nur die Verwaltung als Bereich hat es hinbekommen in diesen Meetings noch mit einer Art Menschlichkeit und Ansätzen von gesundem Menschenverstand ihre Themen zu präsentieren. Der Rest bediente sich an inhaltslosem Geplänkel über die Meilensteine die man erreicht hätte. Beim Mitarbeiter kam das real folgendermaßen an: Chef trommelt alle zusammen. Ab jetzt habt ihr das so und so zu machen. Fertig. Wer in diesem Theater eine Meinung hatte und diese Kund tun wollte wurde direkt in eine Schublade gesteckt. Kritik oder allein der Wille in Teilen mitwirken zu wollen = gegen die Transformation = gegen das Konstrukt = aussortiert. Offene Kommunikation existierte nicht. Alles war ein Theater. Das Management hat die Führungskraftleitlinien (zur Kommunikation wie auch alle anderen) komplett vergessen, bewusst ignoriert und das offen vorgelebt.

Gleichberechtigung

Gab es nur wenn der Kollege gleichzeitig der langjährige Freund oder ggf. Verwandte etc. war. Alle anderen wurden gleichberechtigt schlecht behandelt.

Interessante Aufgaben

Es gab mal eine Zeit wo Aufgaben durchaus interessant waren. Mit der Transformation wurde dies umgewandelt in eine Prozesslandkarte wo der Mitarbeiter als hoffentlich schweigender Roboter seiner Aufgaben durchführt. Kein über den Tellerrand blicken gewünscht. Keine Verbesserungsvorschläge gewünscht. Keine Meinung gewünscht. Mach das was du machen sollst. Frag nicht nach. Das Verlangen nach persönlicher Weiterentwicklung oder erlernen neuer Technologien. Nicht gewünscht. Ein nicht existierendes Rollenmodell gab es auch.nsch 5-6 Jahren kriegt der Mitarbeiter eventuell einen neuen Titel. Regular. Senior. Oder Consultant. Arbeit bleibt die gleiche. Wehe man denkt sich auch nur eine Sekunde dass sich damit Aufgabengebiet, Gehalt oder was anderes ändert.

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Arbeitgeber-Kommentar

Bechtle HR Team, Personalmarketing
Bechtle HR TeamPersonalmarketing

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für eine ausführliche Bewertung genommen haben.
Gerne möchten wir Ihre Anmerkungen besser nachvollziehen und würden uns über einen vertraulichen Austausch unter hr-feedback@bechtle.com freuen.

Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen alles Gute.

Viele Grüße
Eileen aus dem Bechtle HR Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.