Man erlebt ein deutliches Unwohlsein sowie einen starken Rückgang der Motivation der Mitarbeiter
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Work-Life-Balance: Die Work-Life-Balance wird häufig nicht ernst genommen und leider auch mal belächelt, was zur Unzufriedenheit führt.
Vorgesetzte: Die Professionalität mancher Vorgesetzten könnte in einigen Fällen verbessert werden, da es an einem respektvollen Umgang fehlt.
Arbeitsanforderungen: Es wird stetig immer mehr von den Mitarbeitenden gefordert.
Verbesserungsvorschläge
Ich bin nicht der Erste, der das anspricht – aber bitte fangt endlich an, auf eure Mitarbeiter zu hören. Seit Jahresbeginn herrscht eine unglaublich schlechte Stimmung unter den Mitarbeitern. In vielen Systemhäusern kündigt ein Kollege nach dem anderen, und die Motivation ist auf einem absoluten Tiefpunkt.
Ich bin normalerweise nicht der Typ, der Bewertungen auf Kununu schreibt, aber vielleicht bringt die Masse an negativen Rückmeldungen ja endlich etwas Bewegung. Es wäre schön, wenn auf die tatsächlichen Sorgen der Mitarbeiter gehört wird. Und bitte spart euch die Standardantwort à la „ob man noch persönliches Feedback geben möchte“ – nein, möchte ich nicht. Kümmert euch lieber darum, dass nicht noch mehr Mitarbeiter kündigen.
Arbeitsatmosphäre
Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen gestaltet sich angenehm, sofern keine Vorgesetzten anwesend sind.
Image
Nach außen hin präsentiert sich das Unternehmen mit einem starken Image, während die Mitarbeitenden im Hintergrund mit den tatsächlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten konfrontiert sind.
Work-Life-Balance
Der größte Negativpunkt – und da sind sich viele einig.
40-Stunden-Woche ohne Gleitzeit oder Stundenkonto. Viele arbeiten mehr als 40. Die festen Kernarbeitszeiten bis 17 Uhr lassen kaum Spielraum und widersprechen dem, was in der Stellenausschreibung versprochen wurde.
Private Termine unter der Woche? So gut wie unmöglich. Alles muss aufs Wochenende geschoben werden, was auf Dauer ziemlich belastend ist.
Richtig frustrierend war auch die Kürzung der Homeoffice- Tage – von acht Tagen im Monat auf nur noch vier.
Besonders widersprüchlich, wenn man bedenkt, dass wir genau solche IT-Lösungen verkaufen, mit denen unsere Kunden flexibel von zuhause arbeiten können – wir selbst es dann aber nicht dürfen.
Urlaubs- und Weinachtsgeld gibt es auch nicht.
Trotz des Rekordjahres im Dortmunder Systemhaus 2024 gab es keinen Bonus aber gefeiert wurde mit Konfetti und Getränken.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durch die Streichung von Homeoffice-Tagen wird die Umwelt zusätzlich belastet – etwa durch vermehrte Pendelfahrten, die eigentlich vermeidbar wären.
Vorgesetztenverhalten
Solange man dem Vorgesetzten nicht widerspricht, läuft alles.
Allerdings gibt es in einigen Führungspositionen Personen, bei denen es an Professionalität mangelt. Entscheidungen wirken teils willkürlich, Kritik wird schnell persönlich genommen – was das Arbeitsklima und den konstruktiven Austausch erheblich erschwert. Bei Fehlern und Problemen möchte man erst gar nicht die Führung in das Thema einbeziehen aus Angst. Gesprochen und gelobt wird aber die ach so tolle Fehlerkultur.
Es fällt mir schwer nachzuvollziehen, dass an diesem Standort, an dem über 200 Mitarbeitende tätig sind, kein Betriebsrat existiert. Der Geschäftsführer trifft Entscheidungen häufig ohne Möglichkeit zur Rückmeldung oder Einbeziehung der Mitarbeitenden. Als Mitarbeiter fühlt man sich oft ohne Mitspracherecht, und wenn man etwas ansprechen möchte, stößt man leider auf wenig Gehör.
Arbeitsbedingungen
Moderne Büros und ansprechende Umgebung.
Teilweise sitzt man jedoch in überhitzten Räumen, da die Kühlung nicht funktioniert.
Gehalt/Sozialleistungen
Nicht der Überhit und für eine Gehaltserhöhung muss man kämpfen.
Interessante Aufgaben
Die Mitarbeiter werden immer wieder mit neuen Aufgaben betraut, während die ohnehin hohe Arbeitsbelastung weiter zunimmt – ohne, dass dafür eine angemessene Gegenleistung, sei es in finanzieller oder anderer Form, erfolgt. Man versucht, die Mitarbeiter mit der Aussage zu beruhigen, dass es sich nicht um neue Aufgaben handelt, sondern um andere und deswegen gibt es kein entgegenkommen des Arbeitgebers.


