Modernes Unternehmen mit deutlichem Verbesserungsbedarf bei der Mitarbeiterführung
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders negativ empfand ich die Kommunikation und den Umgang mit neuen Mitarbeitenden während der Probezeit. Wenn die Leistung aus Sicht des Unternehmens nicht den Erwartungen entspricht, sollte dies frühzeitig, offen und konkret angesprochen werden, damit überhaupt die Möglichkeit besteht, darauf zu reagieren und sich zu verbessern.
In meinem Fall hatte ich nicht das Gefühl, dass eine solche transparente Kommunikation stattgefunden hat. Besonders enttäuschend war für mich, dass die entsprechende Stelle bereits erneut ausgeschrieben war, bevor mit mir ein klärendes Gespräch über meine Leistung bzw. die weitere Zusammenarbeit geführt wurde.
Auch die Einarbeitung empfand ich als verbesserungswürdig. Rückfragen wurden teilweise mit genervten Reaktionen aufgenommen oder an andere Mitarbeitende weitergegeben. Gerade bei neuen Mitarbeitenden sollte eine offene Fehler- und Fragekultur selbstverständlich sein. Insgesamt hätte ich mir mehr Unterstützung, konstruktives Feedback und eine fairere Chance gewünscht, auf Kritik reagieren und mich entsprechend entwickeln zu können
Verbesserungsvorschläge
Bei der Auswahl von Ansprechpartnern bzw. Paten für neue Mitarbeitende sollte stärker darauf geachtet werden, ob die jeweilige Person sowohl die nötige Zeit als auch die Bereitschaft für eine strukturierte Einarbeitung mitbringt. Fragen sollten nicht regelmäßig mit genervten Reaktionen oder Seufzen beantwortet bzw. an andere Mitarbeitende weitergegeben werden. Gerade in der Einarbeitungsphase sollte ein fester Ansprechpartner Fragen ernst nehmen, Wissen vermitteln und neuen Mitarbeitenden das Gefühl geben, dass Rückfragen ausdrücklich erwünscht sind.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war für mich stark davon abhängig, mit wem man zusammenarbeitete. Einige Kollegen waren freundlich und hilfsbereit. In der direkten Zusammenarbeit und während der Einarbeitung empfand ich die Atmosphäre jedoch häufig als angespannt. Bei Rückfragen entstand teilweise das Gefühl, eher zu stören, anstatt Unterstützung zu erhalten. Gerade als neuer Mitarbeiter hat das die Einarbeitung unnötig erschwert.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich als sehr verbesserungswürdig. Kritik an meiner Leistung wurde aus meiner Sicht nicht frühzeitig und konkret mit mir besprochen. Besonders enttäuschend war, dass die Stelle bereits erneut ausgeschrieben war, bevor überhaupt ein klärendes Gespräch mit mir über meine Leistung und die weitere Zusammenarbeit stattgefunden hatte. Eine offenere und transparentere Kommunikation hätte ich mir gerade während der Probezeit gewünscht.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war überwiegend gut. Viele Kollegen waren freundlich, hilfsbereit und haben sich bei Fragen Zeit genommen. Gerade wenn es bei der eigentlichen Einarbeitung an Unterstützung fehlte, konnte man sich häufig an andere Kollegen wenden, die unkompliziert weitergeholfen haben.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten waren grundsätzlich planbar, allerdings durch die feste Zeit von 8 bis 17 Uhr wenig flexibel. Die einstündige Mittagspause empfand ich persönlich als zu lang, da sich dadurch der Arbeitstag unnötig in die Länge zieht. Etwas mehr Flexibilität bei Arbeits- und Pausenzeiten würde die Work-Life-Balance deutlich verbessern.
Vorgesetztenverhalten
Kritik oder Unzufriedenheit mit meiner Leistung wurde aus meiner Sicht nicht frühzeitig und konkret angesprochen. Dadurch hatte ich kaum die Möglichkeit, auf die genannten Punkte zu reagieren oder mich entsprechend zu verbessern. Besonders enttäuschend empfand ich, dass die Stelle bereits erneut ausgeschrieben war, bevor mit mir überhaupt ein klärendes Gespräch über meine Leistung und die weitere Zusammenarbeit geführt wurde. Gerade in der Probezeit hätte ich mir von den Vorgesetzten eine offenere Kommunikation, regelmäßiges Feedback und die Möglichkeit gewünscht, auf Kritik reagieren zu können.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich in Ordnung und teilweise abwechslungsreich. Der tatsächliche Aufgabenbereich war während meiner Beschäftigungszeit allerdings eher überschaubar. Mit einer längeren und strukturierteren Einarbeitung hätte sich hier vermutlich noch mehr entwickeln können.
Gleichberechtigung
Während meiner Beschäftigungszeit sind mir hinsichtlich der Gleichberechtigung keine negativen Punkte aufgefallen. Alle Mitarbeitenden wurden nach meinem Eindruck unabhängig vom Geschlecht gleich behandelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Während meiner Beschäftigungszeit sind mir beim Umgang mit älteren und langjährig beschäftigten Kollegen keine negativen Punkte aufgefallen. Der Umgang wirkte auf mich respektvoll und wertschätzend.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt gut. Der Arbeitsplatz und die technische Ausstattung waren modern und für die tägliche Arbeit vollkommen ausreichend. In diesem Bereich gab es aus meiner Sicht wenig zu beanstanden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In meiner Beschäftigungszeit sind mir in diesem Bereich keine negativen Punkte aufgefallen. Für eine umfassende Bewertung des Umwelt- und Sozialbewusstseins war meine Zeit im Unternehmen allerdings zu kurz.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich als fair und angemessen. Auch die angebotenen Benefits waren insgesamt ordentlich. In diesem Bereich hatte ich während meiner Beschäftigungszeit wenig zu beanstanden.
Es gibt kein Urlaubs/Weihnachtsgeld.
Image
Bechtle hat nach außen das Image eines modernen und professionellen Arbeitgebers. Meine persönlichen Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich Einarbeitung, Kommunikation und Führung, haben dieses Bild allerdings nur teilweise bestätigt.
Karriere/Weiterbildung
Aufgrund meiner relativ kurzen Beschäftigungsdauer kann ich die langfristigen Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten nur eingeschränkt beurteilen. Grundsätzlich scheint es in einem Unternehmen dieser Größe entsprechende Möglichkeiten zu geben. Bei der persönlichen Einarbeitung und Entwicklung hätte ich mir allerdings deutlich mehr Unterstützung und strukturiertes Feedback gewünscht.


