Wer hier bleibt, gibt nicht nur seine berufliche Entwicklung an der Tür ab, sondern verliert jegliche Ansprüche an sich.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Abgesehen von der pünktlichen Vergütung gibt es leider keine positiven Aspekte. Man hat das Gefühl, lediglich für die bloße Anwesenheit beim Kunden bezahlt zu werden, ohne dass die eigene Expertise gefragt ist oder gefördert wird. Es findet keine fachliche Weiterentwicklung statt. Man stagniert beruflich in einem Umfeld ohne Perspektive.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hierarchie statt Teamgeist: Es herrscht eine extrem veraltete "Top-Down"-Kultur. Als einzelner Mitarbeiter hat man keinerlei Mitspracherecht oder Gehör. Führungskräfte agieren nicht als Teil des Teams, sondern definieren sich rein über ihren Status, statt durch fachliche oder soziale Kompetenz.
Fehlende Fachkompetenz der Führung: Die Managementebene hat den Bezug zum operativen Geschäft und den tatsächlichen Bedürfnissen der Kunden komplett verloren. Entscheidungen werden "vom grünen Tisch" aus getroffen, ohne die Praxis zu kennen.
Wissenstransfer nur unter Kollegen: Wertvolles Fachwissen wird ausschließlich auf Arbeitsebene unter den Kollegen geteilt. Von der Führungsebene kommt diesbezüglich kein Input dort scheint man gar nicht zu wissen, was an der Front eigentlich passiert.
Mangelnde Gesprächskultur: Eine offene Kommunikation existiert nicht. Es wird von oben herab dikriert, anstatt einen Dialog auf Augenhöhe zu führen.
Verbesserungsvorschläge
Wertschätzung zeigt sich auf dem Konto, nicht nur in Floskeln. Die aktuelle Lohnpolitik spiegelt weder die Verantwortung noch die Marktüblichen Standards wider. Wenn das Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben will, muss in die eigenen Mitarbeiter investiert werden und zwar durch marktgerechte Gehälter, die über symbolische Kleinstbeträge hinausgehen.
Arbeitsatmosphäre
Vorsicht vor der Fassade: Was zu Beginn als wertschätzendes Miteinander verkauft wird, entpuppt sich schnell als Desinteresse. Die menschliche Wahrnehmung reduziert sich auf das Funktionieren. Solange man liefert, herrscht Stille; bei kleinsten Abweichungen folgt sofortige Kritik. Eine echte Wertschätzung der Person findet nicht statt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt zwischen den Mitarbeitern ist in Ordnung aus Notwendigkeit. Wenn man ständig von oben ignoriert wird, bleibt nur das Team.
Work-Life-Balance
Normale Arbeitszeiten. Mehr gibt dazu nicht zu sagen, weil einfach nichts aktiv gestaltet wird.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskultur lässt sich am besten als organisierter Stillstand beschreiben. Der Dienstleistungschef agiert weniger als Enabler, sondern vielmehr als Innovationsbremse: Konstruktive Vorschläge werden reflexartig abgeblockt, statt gefördert.
In der IT-Leitung setzt sich dieses Muster fort: Statt lösungsorientiertem Handeln dominiert die Verwaltung von Ausreden. Ein 'IT-Experte' sollte Wege ebnen, hier werden sie jedoch systematisch versperrt. Über allem steht eine Geschäftsführung, die zwar physisch präsent, aber operativ und strategisch völlig entkoppelt wirkt. Es fehlt an Vision und Führung; das Unternehmen wird im Modus 'Autopilot' verwaltet, während die Substanz erodiert.
Interessante Aufgaben
Monotonie. Vielfalt wurde versprochen, geliefert wurde Routine. Weiterbildungen? Fehlanzeige.
Gehalt/Sozialleistungen
Die Vergütung bewegt sich am absoluten Minimum und ist im Vergleich zum Branchenstandard als deutlich unterdurchschnittlich zu bewerten. Während der IT-Markt sich dynamisch entwickelt, stagniert das Gehaltsgefüge hier nahezu komplett.
Karriere/Weiterbildung
Hinter den schönen Floskeln im Vorstellungsgespräch verbirgt sich leider eine leere Hülle. Das Unternehmen schmückt sich im Vertrag mit hohen Idealen über die Qualität der Mitarbeiter, lässt einen in der Realität aber komplett am ausgestreckten Arm verhungern. Diese Diskrepanz zwischen dem geschriebenen Wort und der gelebten Kultur ist purer Hohn und beschädigt jegliche Glaubwürdigkeit der Führungsebene.


