Kollegenzusammenhalt positiv, Work-Life-Balance und Kommunikation verbesserungswürdig
Arbeitsatmosphäre
Der kollegiale Umgang im Team war angenehm und locker. Allerdings waren die räumlichen Bedingungen in meinem Bereich herausfordernd. Der Arbeitsplatz befand sich in einem Raum ohne Fenster oder direkte Lüftungsmöglichkeit, was sich langfristig auf die Atmosphäre und das Wohlbefinden auswirkte. Alternativ gab es zwar ein Sofa im Eingangsbereich, dort konnte man jedoch nicht sinnvoll mit zwei Bildschirmen arbeiten, weshalb das keine echte Alternative war.
Image
Ich habe das Team als stark belastet wahrgenommen. Die allgemeine Stimmung war eher angespannt.
Work-Life-Balance
Durch häufige kurzfristige Prioritätsänderungen und längere Wartezeiten auf Rückmeldungen entstanden regelmäßig Überstunden.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt wurde zugunsten eines Prämiensystems gekürzt. Durch die Prämien lag das Gesamteinkommen etwas höher.
Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gab es nicht.
Kollegenzusammenhalt
Im direkten Team herrschte ein guter Zusammenhalt. Man hat sich gegenseitig unterstützt, Hilfestellung gegeben und ein offenes Miteinander gepflegt. Die Zusammenarbeit war insgesamt sehr harmonisch.
Vorgesetztenverhalten
Der Vorgesetzte war oft stark eingebunden und dadurch nicht immer gut erreichbar. Entscheidungen und Freigaben kamen gelegentlich verspätet, was den Arbeitsablauf beeinflusste. Der Umgang war grundsätzlich respektvoll, jedoch wäre eine klarere und konstantere Kommunikation hilfreich gewesen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren wegen des fensterlosen Büros sehr unvorteilhaft. Keine Frischluft, kein Tageslicht – langfristig sehr belastend. Gleichzeitig ist der Bereich seit einem Jahr personell unterbesetzt, da die Projektleitung seit längerem fehlt und keine echte Vertretung eingestellt wurde. Dadurch kam es zu dauerhafter Überlastung.
Kommunikation
Die interne Kommunikation empfand ich als ausbaufähig. Informationen zu Projekten oder Kundenanforderungen wurden teilweise nicht vollständig oder kurzfristig weitergegeben. Dies führte häufiger zu zeitlichem Druck sowie zu notwendigen Nacharbeiten. Rückmeldungen und Freigaben waren nicht immer zeitnah verfügbar, was Prozesse verlängerte und Planungen erschwerte.
Gleichberechtigung
In einzelnen Bereichen gab es unterschiedliche Handhabungen, z.B bei Pausenregelungen. (z.B. nicht gestochene Raucherpause oder sehr lange Kaffeepausen)
Zudem gab es Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen zwischen den Abteilungen. In dem Büro mit GF und Vertrieb standen mehrere Fenster für Tageslicht und Frischluft sowie (zum Zeitpunkt meiner Einstellung) auch eine Klimaanlage zur Verfügung.
Im Grafikbüro, in dem ich gearbeitet habe, war dies nicht gegeben.
Auch empfand ich den Umgang mit Krankheitszeiten als nicht ganz nachvollziehbar: Während eine verwandte Mitarbeiterin der GF über einen sehr sehr langen Zeitraum krankgeschrieben war, wurde mein Arbeitsverhältnis nach ein paar Wochen zusammenhängender Erkrankung beendet, obwohl meine gesamten Krankheitstage über zwei Jahre hinweg insgesamt sehr viel geringer waren.
Während meines Krankenstands gab es keinen Kontakt seitens der GF, sodass auch keine Nachfrage zu meiner gesundheitlichen Situation erfolgte. Die Kündigung wurde in dieser Zeit ohne Begründung per Post zugestellt.
Interessante Aufgaben
Die inhaltlichen Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und kreativ. Mit der Zeit gab es jedoch viele wiederkehrende Tätigkeiten auf Basis bereits bestehender Vorlagen, wodurch der kreative Anteil etwas reduziert wurde.