Super Firma mit kleinen Fehlern und jeder Menge Potenzial.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sehr vieles, viel mehr als man hier aufzählen kann. Zwei Dinge würde ich trotzdem gerne hervorheben.
Zum einen die Kollegen. Durch einen wirklich guten Auswahl Prozess landen am Ende eigentlich nur Leute bei Bentley, die wirklich ins Team passen und so ist die Arbeitsatmosphäre echt klasse. Sehr viele sehr nette Leute. Da macht das Arbeiten echt Spaß.
Zum Anderen die Benefits. Bentley gibt sich alle Mühe jede noch so kleine Möglichkeit auszuschöpfen, um den Mitarbeitern Vorteile zu bieten. Jobrad, Wellpass, Gym-Mitgliedschaft, Corporate Benefits, Essenszuschuss in der (grandiosen) Kantine, Großmarktkarte, Events, Verlosungen und noch einiges mehr. Das ist nicht selbstverständlich.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
… dass von der Führungsebene manchmal mehr nach persönlicher Vorliebe über den Kurs der Firma entschieden wird, als nach objektiven Maßstäben.
… jeder immer im Stress ist. Obwohl gefühlt jeden Monat 10 neue Mitarbeiter anfangen, kommt es nicht zu einer Entspannung der Arbeitssituation, weil man ja laut Führungsebene möchte, dass alle immer auf 110% arbeiten müssen.
… dass besonders in kleinen Teams keine direkte Entwicklung in Aussicht gestellt werden kann. Man muss dann wiederum nach zusätzlicher Arbeit suchen, um sich aus einer Struktur zu lösen und aufzusteigen. Dass man für eine Beförderung mehr arbeiten muss ist ok, dass man die Struktur aufbrechen und verlassen muss, weil sie Wachstum nicht zulässt, ist es nicht
Verbesserungsvorschläge
Nicht immer alles mit „Bentley Style“ erklären, sondern einfach auch mal einsehen, dass man Sachen auch mal anders machen kann. Sonst bekommt man den Eindruck vermittelt, dass man das nur so macht, „weil man das schon immer so gemacht hat“.
Außerdem könnten mehr Möglichkeiten für Personalentwicklung innerhalb der engen Strukturen geboten werden, sodass man jedem Mitarbeiter eine Aussicht anbieten kann.
Die Homeoffice Regelung ist ein bisschen seltsam. Man kann seinen Vorgesetzten nach Homeoffice fragen, und der kann es dann bewilligen oder ablehnen. Das sorgt für unterschiedliche Handhabungen im ganzen Unternehmen. Grundsätzlich möchte man aber, dass die Leute ins Büro kommen und schafft auch gute Anreize dafür. Da aber häufig Leute von zu Hause arbeiten, fragt man sich warum da nicht einfach pauschal ein Tag die Woche erlaubt wird oder so.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist super!
Image
Das Image der Firma ist gut und gerade in der Region ist das Ansehen denke ich sehr gut. Wenn man dort arbeitet merkt man an manchen Stellen, dass das Unternehmen ein kleines bisschen mehr sein möchte als es eigentlich ist.
Work-Life-Balance
Durch die flexiblen Arbeitszeiten (man muss zwischen 07 und 19 Uhr arbeiten) kann sich gut an die hohen Erwartungen anpassen. Allerdings wird die Firma, auch laut Aussage der Führungsebene, immer auf 110% ihrer Leistungsfähigkeit geführt, wodurch jeder immer im Stress ist.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten werden angeboten, sind aber leider qualitativ nicht so gut, was aber eher an dem Dienstleister liegt, der die Weiterbildungen anbietet, als an Bentley selber. Die Karriere hängt stark von der Abteilung ab und dem vorhandenen „Platz“ um sich zu entwickeln.
Gehalt/Benefits
Leider wird eher unterdurchschnittlich bezahlt, aber durch viele wirklich gute Benefits, wie die Kantine, gleicht sich das ganz gut aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch hier ist leider noch Potenzial nach oben. Zwar scheint in letzter Zeit ein stärkerer Fokus auf Ökologische Aspekte der Firma gelegt zu werden, aber auch hier wird gefühlt kein konsequenter Kurs verfolgt. Das Sozialbewusstsein ist wiederum eine Münze mit zwei Seiten. Auf der einen Seite engagiert sich die Firma stark in der Region und sponsert sehr viele Vereine und Initiativen, auf der anderen Seite wird groß bei einer Versammlung über das Thema gendern geredet, nur um dann zu sagen „Wenn wir Mitarbeiter sagen, meinen wir natürlich alle“. Das ist leider etwas rückständig und verträgt sich nicht mit dem Image, das die Firma ansonsten haben möchte.
Kollegenzusammenhalt
Auch hier gibt es nichts zu beanstanden. Ich habe selten so ein unterstützendes und freund(schaft)liches Arbeitsklima erlebt.
Vorgesetztenverhalten
Leider gibt es hier meines Erachtens einige Probleme. Viele Dinge werden gefühlt nach persönlichem Gusto entschieden und nicht nach der Notwendigkeit. So wir die Firma schnell zum Spiegel der Führungskräfte und nicht der Zeit in der sie erfolgreich sein möchte. Außerdem wird im Bewerbungsprozess mit flachen Hierarchien und interner Personalentwicklung geworben, aber viele Abteilungen sind so flach, dass eine Entwicklung de facto nicht möglich ist.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist ein bisschen abhängig vom Gebäude in dem man sitzt, aber grundsätzlich über das gesamte Gelände hinweg kann man mit Ausstattung und Angeboten der Firma sehr zufrieden sein.
Kommunikation
Die Kommunikation ist schwierig zu bewerten. Auf der einen Seite gibt es eine Mitarbeiterapp, die immer über aktuelle Entwicklungen informiert und eine gute Anlaufstelle bei allen Fragen ist. Auf der anderen Seite lässt die Kommunikation innerhalb der Mitarbeiterschaft manchmal zu wünschen übrig. Da wird man manchmal auch nicht ausreichend informiert oder abgeholt, sodass man sich mühsam seine Informationen zusammenstückeln muss. Begründet wird das dann meist mit dem schnellen Wachstum der Firma und dass man es nicht gewohnt sei, sich mit so vielen Leuten abzustimmen.
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung verschiedener Gruppen von Menschen ist schwer zu schätzen, aber von der Putzkraft bis zum C-Level wird an alle immer gleich gedacht und das ist schon bemerkenswert.

