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Bentley 
InnoMed 
GmbH
Bewertung

Ist das dieser Bentley-Style?

2,0
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Hechingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

1. Kantine und Kantinen-Team: Absolutes Top-Essen, super Service, immer offen für Vorschläge - jeden Tag ein echtes Highlight!
2. Kollegen: Es arbeiten hier unglaublich viele gute, herzliche Menschen an der Basis, die das Beste aus der Situation machen.
3. Du-Kultur: Das unkomplizierte „Du“ sorgt zumindest unter den Kollegen für ein gutes Gefühl der Nahbarkeit.
4. Konsequente Verwendung des Corporate Design

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

1. Die Personalabteilung (HR) fungiert zu 100 % im Sinne der Geschäftsführung und absolut nicht im Sinne der Mitarbeitenden. Es gibt im Haus keine verlässliche neutrale Instanz, an die man sich bei Problemen oder Ungerechtigkeiten wenden kann. Man steht mit Problemen komplett alleine da.
2. Wirklich alles heißt irgendwas mit "Be... " und ist anthrazit / hellblau - irgendwann ist auch genug - vor allem wenn das x-fache an Geld ausgegeben wird, nur damit das CD durchgesetzt wird
3. CEO hat seinen Hintergrund im Sales / Marketing und das merkt man auch

Verbesserungsvorschläge

1. Betriebsrat etablieren, um die Rechte der Arbeitnehmenden (besonders in der Produktion) nachhaltig zu stärken und auf Augenhöhe zu verhandeln.
2. Weniger Privilegien und Sonderlocken für das Management – Vorbildfunktion statt Zweiklassengesellschaft
3. Das Alibi-Format "BeOpen" begraben oder radikal reformieren: Der Ansatz für anonyme Fragen war gut, die Umsetzung ist jedoch eine Farce. Wenn kritische Fragen (z. B. zu starren Regeln wie nur einem Gleittag pro Monat) vorab strategisch seziert und im Meeting dann nur mit billigen Ausreden oder Verweisen auf eine noch schlechtere Vergangenheit wegerklärt werden, zerstört das jegliches Vertrauen. Mittlerweile ist das Format in der Belegschaft ohnehin tot, da das Vertrauen komplett verspielt wurde und sich niemand mehr traut, wichtige Fragen einzureichen.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung wird immer schlechter. Die einst familiäre Atmosphäre verschwindet, während die Ellenbogen-Mentalität zunimmt. Es herrscht eine spürbare Zweiklassengesellschaft: Viele Ingenieure grüßen die Mitarbeitenden in der Produktion nicht einmal mehr. Befeuert wird diese Kluft durch schlecht ausgewählte Führungskräfte, die Abteilungen gegeneinander ausspielen, anstatt sie im Sinne der Firma zusammenzuführen.

Image

Außenwirkung erste Klasse. Das Marketing läuft auf Hochtouren, um die Firma als tollen und modernen Arbeitgeber darzustellen gibt es sogar eigens angestellte Content Creator. Aktuelles Beispiel ist auch die neue Marketingkampagne mit den künstlichen Superhelden („Heroes of Dedication“) – das Ganze wirkt extrem aufgesetzt, bedient veraltete Rollenbilder (übersexualisierte Frau in knappem Outfit neben muskulösen Männern in Führungsrolle). Hier wird eine Hochglanz-Scheinwelt inszeniert, die mit der Realität und dem herrschenden Druck absolut gar nichts zu tun hat. Regelmäßig wird vom "Bentley-Style" gesprochen, ich weiß jedoch bis heute nicht, was das genau sein soll. Neue Mitarbeitende werden angehalten in der Probezeit eine kununu-Bewertung abzusenden.

Work-Life-Balance

Hier gilt ganz klar: WORK! Eine gesunde Balance sucht man wegen knapper, häufig unrealistischer Timelines und ständig wechselnder Prioritäten vergeblich. Man arbeitet gefühlt permanent bei der "Berufs-Feuerwehr" und rennt von einem Brand zum nächsten. Besonders in der Produktion wird die Belastungsgrenze überschritten: Hier gibt es häufig angeordnete Überstunden, sodass regelmäßig mehr als 40 Stunden pro Woche gearbeitet werden müssen, um die erforderlichen Zahlen produzieren zu können. Positiv zu erwähnen sind zwar die wöchentliche Massage vor Ort und die Wellpass-Mitgliedschaft – diese Vorteile wiegen die massiven Nachteile, die Mehrarbeit (wobei dir mehr als 30 Überstunden am Monatsende auch ersatzlos gestrichen werden) und den permanenten Druck im Alltag aber absolut nicht auf.

Karriere/Weiterbildung

Hier gilt das Prinzip: Wer sich fügt und alles abnickt, bekommt Chancen. Wer hingegen eine eigene Meinung hat, die dem Management möglicherweise unbequem ist, wird gezielt klein gehalten. Echte berufliche Weiterentwicklung basiert hier primär auf Anpassung, nicht auf tatsächlicher Leistung oder Fachkompetenz.

Gehalt/Benefits

In der Produktion gibt es ein strenges Gehaltsmodell, bei dem man zwar mehr Geld bekommt, wenn man mehrere Produkte beherrscht. Es wurde versucht, ein faires System zu schaffen, aber die Praxis spricht eine andere Sprache: Das Grundgehalt ist so niedrig, dass viele Mitarbeitende regelmäßig samstags zur Arbeit kommen oder einen Nebenjob betreiben müssen, um finanziell über die Runden zu kommen. Was die Benefits betrifft: Für pompöse Firmenfeiern werden regelmäßig sechsstellige Beträge in die Hand genommen. Als Trostpflaster für die Belegschaft gibt es immer wieder Give-aways wie Thermosbecher oder Berliner an Fasnet. Das steht in keinem Verhältnis zur Realität.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gesetzliche Vorgaben und Compliance im Arbeitsschutz werden von der Führungsebene eher als lästiger Kostenfaktor wahrgenommen und das Risiko von Verstößen wird bewusst in Kauf genommen.

Kollegenzusammenhalt

Sehr stark abhängig von der jeweiligen Abteilung und den Personen, mit denen man zusammenarbeiten darf oder auch muss. Während es im eigenen Team oft passt, gibt es zwischen verschiedenen Abteilungen starke Reibereien und völlig unnötige interne Machtspielchen. Anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen, blockiert man sich lieber gegenseitig.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt generell recht wenige ältere Kollegen. Betrachtet man jedoch den Umgang mit den erfahrenen Mitarbeitenden, ist das Bild äußerst durchwachsen. Die Zahl an besserwisserischen neuen Kollegen nimmt spürbar zu, während jahrelanges, wertvolles Praxiswissen im Alltag kaum noch geschätzt oder abgefragt wird. Hier fehlt es oft an Respekt vor der Erfahrung.

Vorgesetztenverhalten

Was auf Hochglanz-Prospekten und Websites von Führungstrainings gut klingt, verkommt in diesem Betrieb zu einem reinen Machtinstrument. Die Vorgesetzten nutzen Schulungen und das DISG-Modell nur, um Mitarbeitende abzustempeln und in Farb-Schubladen zu stecken. Zusammen mit den willkürlichen Bewertungsbögen für das jährliche Mitarbeitergespräch führt das zu einem unfairen Vorgesetztenverhalten, das jegliche Motivation im Keim erstickt. Zudem herrscht ein Klima der Unsicherheit: Immer wieder werden langjährige Mitarbeitende aus nicht nachvollziehbaren Gründen gekündigt. Die einzige Chance, sich würdevoll zu verabschieden, ist selbst zu kündigen. Wer gekickt wird, wird direkt zum Auto eskortiert und darf keinen Kontakt mehr zu den Kollegen aufnehmen, um sich zu verabschieden. Moderne Führung und Wertschätzung sehen anders aus!

Arbeitsbedingungen

Hier gilt das Motto: Friss oder stirb! Die Bedingungen sind je nach Arbeitsort extrem unterschiedlich. Teilweise sitzen Kollegen in einem alten Bürogebäude, in das es hineinregnet, oder in Containern auf dem Hof. Die Ausstattung der Büros ist zwar auf dem Stand der Technik, jedoch ist der IT-Support bei akuten Problemen selten erreichbar. Positiv ist die Gleitzeit für die Administration, allerdings ist das Zeitfenster von 7 bis 19 Uhr nicht allzu groß. Besonders im Sommer würden viele Mitarbeitende gerne schon ab 6 Uhr anfangen, was jedoch starr blockiert wird. Zudem ist die Möglichkeit auf Homeoffice extrem stark von der jeweiligen Führungskraft abhängig. Man möchte sich nach außen hin modern geben, aber eigentlich wird verlangt, dass alle ganz konservativ jeden Tag vor Ort im Büro sitzen. Insgeheim wird das klassische Vorurteil gelebt: Wer im Homeoffice sitzt, arbeitet sowieso nichts. Dieses tiefsitzende Misstrauen blockiert jede moderne Flexibilität.

Kommunikation

Kurz: Schlecht und intransparent. Wichtige Infos zu Personalwechseln gehen exklusiv an alle Führungskräfte (Ausnahme: Gruppenleiter Produktion). Der Rest erfährt wenig darüber oder ist auf den starken Flurfunk angewiesen. Über das Intranet "OurBentley" werden zwar Infos geteilt und man kann sich informieren, jedoch hat man auf wichtige Themen keinen Einfluss und bekommt Entscheidungen einfach vorgesetzt. Relevante Themen, wie Baustellen oder Einschränkungen werden oft extrem kurzfristig, erst am Tag des Geschehens, mitgeteilt. Man fühlt sich wie ein Mitarbeiter zweiter Klasse. Wer die "OurBentley"-App nicht auf dem privaten Gerät nutzen möchte, erfährt Unverständnis.

Gleichberechtigung

Der CEO nimmt sich ständig Sonderlocken heraus (darf z. B. als Einziger direkt vor der Eingangstür parken). Für Produktion und Administration gelten völlig andere Regeln: Während die Administration sich in der Arbeitszeit beim Kaffeeholen vernetzen darf, müssen die Mitarbeitenden in der Produktion für jeden Kaffee strikt ausstempeln. Passend dazu feiert der Vertrieb pompöse Events mit Kunden und Ärzten auf Bali, während die Mitarbeitenden in der Produktion unter maximalem Druck die Zahlen wegarbeiten müssen. Von echter Gleichberechtigung oder Augenhöhe ist man hier meilenweit entfernt. Aber hey, alle sind per Du!

Interessante Aufgaben

Langweilig wird einem hier nie! Man kann den ganzen Tag im Viereck springen.

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.