Belastendes Arbeitsumfeld mit wenig Unterstützung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv war, dass das Unternehmen einen stabilen Marktauftritt hat und die Möglichkeit bot, Erfahrungen in einem großen, bekannten Unternehmen zu sammeln.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen könnte von klareren Prozessen, besserer Personalplanung und einer offenen, respektvollen Kommunikationskultur stark profitieren. Ein gezieltes Fördern von Kollegialität und Teamzusammenhalt sowie ein transparenterer Umgang mit Informationen würden das Arbeitsumfeld deutlich verbessern. Außerdem wäre es hilfreich, wenn Entscheidungen nachvollziehbarer getroffen und regelmäßig überprüft würden, um die Arbeitsbelastung gerechter zu verteilen und die Motivation der Mitarbeitenden zu erhöhen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt sehr belastend. Der Umgangston war oft harsch und wenig wertschätzend. Kollegialität war kaum vorhanden – stattdessen herrschte Lästern, Ausgrenzen und ein sehr ungesundes Hierarchiegefühl, besonders bei Mitarbeitenden, die sich bei der Führungskraft einschmeichelten oder sie privat besser kannten. Man fühlte sich schnell kleingehalten oder belächelt, anstatt unterstützt. Dazu kam ein konstant hoher Arbeitsdruck bei viel zu wenig Personal, was die Stimmung zusätzlich vergiftete. Insgesamt war die Atmosphäre eher kalt, unprofessionell und alles andere als förderlich für produktives oder respektvolles Arbeiten.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war für mich in dieser Position kaum möglich. Durch den hohen Arbeitsdruck, den ständigen Stress und die dauerhaft zu geringe Personalbesetzung blieb selten Raum, um Aufgaben in normalem Tempo oder ohne Überlastung zu erledigen. Zusätzlich wurde ich häufig von anderen Mitarbeitenden mit Arbeit überhäuft, ohne dass Unterstützung oder Hilfestellung angeboten wurde, was die Belastung noch weiter erhöhte. Insgesamt empfand ich die Arbeitsbelastung als deutlich zu hoch und wenig nachhaltig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Während meiner Zeit im Unternehmen fiel auf, dass interne Prozesse sehr starr und langwierig waren. Dadurch entstanden unnötige Verzögerungen und Belastungen für externe Partner, die die Situation teilweise als schwierig empfanden. Trotz wiederholter Erfahrungen mit diesen Problemen wurden die Abläufe nicht angepasst oder verbessert. Meiner Wahrnehmung nach wurde das soziale Bewusstsein gegenüber Partnern und Mitarbeitenden nur begrenzt berücksichtigt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team war leider sehr gering. Statt Unterstützung oder ein kollegiales Miteinander habe ich häufig Konkurrenzdenken, Ausgrenzung und wenig Hilfsbereitschaft erlebt. Besonders auffällig war, dass einige Kollegen keine Zeit hatten, direkt zu helfen, aber sobald der Vorgesetzte fragte, wer Aufgaben übernehmen könne, sehr schnell zur Stelle waren. Einige Mitarbeitende wirkten mehr daran interessiert, sich bei der Führungskraft gut darzustellen, anstatt gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Dadurch entstand ein Klima, in dem man sich schnell allein gelassen fühlte. Ein solidarisches Arbeiten auf Augenhöhe habe ich dort leider kaum erlebt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskraft empfand ich als teilweise sehr einseitig und wenig unterstützend. Entscheidungen wurden oft ohne transparente Kommunikation getroffen.
Kommunikation
Ich habe im Arbeitsalltag leider mehrfach erlebt, dass Informationen nicht zuverlässig oder widersprüchlich weitergegeben wurden. Dadurch entstand oft der Eindruck, dass nicht immer offen oder ehrlich kommuniziert wurde. Für mich hat das Vertrauen innerhalb des Teams deutlich erschwert, weil man nie genau wusste, welche Aussagen tatsächlich verlässlich waren.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass offene, respektvolle Kommunikation nicht gefördert wurde und man eher damit beschäftigt war, sich intern zu positionieren, anstatt gemeinsam Lösungen zu finden.

