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Stuttgart 
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Bewertung

Stark zahlengetrieben, viel Politik, wenig Wertschätzung

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Boerse Stuttgart GmbH in Stuttgart gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Ein strukturiertes, angemessen ausgestattetes Weiterbildungsprogramm für alle Ebenen aufsetzen. Wieder mehr auf Verantwortung gegenüber dem Mitarbeiter setzen und eine Kultur fördern, in der Mitarbeitende langfristig wertgeschätzt werden – mit realistischer Arbeitsbelastung, fairer Bezahlung und klarer Anerkennung.

Arbeitsatmosphäre

Im Unternehmen ist in den letzten Jahren eine Entwicklung zu beobachten, bei der wirtschaftliche Kennzahlen deutlich stärker im Mittelpunkt stehen als die Mitarbeitenden selbst.
Die Kultur ist insgesamt stark auf Leistung, Effizienz und Mehrarbeit ausgerichtet. Themen wie Menschlichkeit, nachhaltige Mitarbeiterbindung oder eine konstruktive Fehlerkultur geraten dabei leicht in den Hintergrund.

Image

Nach außen und bei Kunden sehr gut

Work-Life-Balance

Es wurde ein Modell von 60/40 für mobiles Arbeiten zugesagt, bei dem eine begrenzte Anzahl an Präsenztagen (2) im Büro vereinbart ist. Offiziell bleiben diese Regelungen zwar bestehen, inoffiziell wird jedoch erwartet, dass man deutlich häufiger im Büro erscheint, um „Sichtbarkeit“ zu zeigen. Wer das nicht mitmacht, ist bei Themen wie Wahrnehmung, Projekten und Entwicklungschancen klar im Nachteil. Dieses politische Spiel rund um Präsenz wird von vielen als unnötig und unprofessionell empfunden. Dabei darf man dann seinen Parkplatz selbst zahlen und Vergünstigungen werden gestrichen ohne weiteres.
Gleichzeitig wird regelmäßig betont, dass es sich nicht um einen „9-to-5-Job“ handle. Praktisch bedeutet das, dass Überstunden als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Es existiert zwar ein System zur Erfassung von Stunden, genutzt wird es jedoch kaum konsequent. Wer seine Arbeitszeit wirklich vollständig dokumentiert und auf Ausgleich besteht, passt kulturell schnell nicht mehr ins Bild. So entsteht ein Umfeld, in dem Überstunden nicht oder nur teilweise kompensiert werden und es schwerfällt, eine Work-Life-Balance zu halten.

Karriere/Weiterbildung

In Weiterbildung und Entwicklung der Belegschaft wird nur begrenzt investiert. Ein wirklich strukturiertes, unternehmensweites Weiterbildungsangebot fehlt; ein konsistenter Trainingskatalog, der allen Mitarbeitenden offensteht, ist nicht erkennbar. Gleichzeitig wirkt es so, als stünden für die obere Führungsebene deutlich mehr Mittel und individuelle Programme zur Verfügung als für die breite Belegschaft.

Kollegenzusammenhalt

Kollegen unterstützen sich in der Regel gut untereinander.

Arbeitsbedingungen

Auch der Umgang mit Personal wird von vielen als stark zahlen- und austauschbar getrieben wahrgenommen. Es ist von „Talentupgrades“ die Rede, während die Fluktuation hoch ist und auffällig viele Beschäftigte das Unternehmen bereits in der Probezeit wieder verlassen. Statt diese Quote kritisch zu analysieren, scheint sie eher einkalkuliert zu werden – mit dem Signal, dass Menschen vor allem als Ressource gelten, die schnell ersetzt werden kann. In Performance-Reviews wird diese Haltung teilweise noch verstärkt: Es wird sehr deutlich kommuniziert, dass „wer nicht liefert, raus ist“ – ohne nennenswerte Diskussion, gezielte Weiterentwicklung oder zweite Chance.

Kommunikation

Kommunikation ist okay, es gibt Townhalls und Updates durch die Führungskräfte, da unterscheiden sich die Führungskräfte allerdings.

Gehalt/Benefits

Es ist okay, aber für die Branche auch nicht überdurchschnittlich. Gehaltserhöhungen fallen – wenn überhaupt – eher gering aus, obwohl intern regelmäßig betont wird, wie gut die Zahlen und Ergebnisse seien. Es wird regelmäßig betont, dass es sich nicht um einen „9-to-5-Job“ handle, in der Praxis bedeutet das vor allem die Erwartung von Überstunden. Parallel dazu wird an vielen Stellen beim Mitarbeiter gespart: Vergünstigungen, etwa bei Parkplätzen, werden gestrichen. Insgesamt entsteht der Eindruck einer ausgeprägten Sparmentalität, bei der vor allem auf Kosten der Mitarbeitenden optimiert wird.

Interessante Aufgaben

Sehr spannende Tätigkeiten mit der Möglichkeit, wenn man Verantwortung übernehmen möchte auch einiges zu leisten und einzubringen.


Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Gleichberechtigung

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Giovanni De PaloLead HR-Projects & Transformation

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für ein ausführliches Feedback an uns. Und schön, dass du den Zusammenhalt unter den Kollegen und die Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen, positiv einschätzt. Das freut mich sehr.

Die Entwicklung unserer Mitarbeitenden ist auch für uns ein wichtiger Aspekt. Deshalb rollen wir Anfang nächsten Jahres ein Programm aus, aus dem sich Mitarbeitende nach ihren Feedback-Gespräch mit ihrer Führungskraft ein passendes Weiterbildungsangebot aussuchen können, das auf die identifizierten Lernfelder abzielt.

Was die Vergütung angeht, überprüfen wir jedes Jahr unsere Gehälter dahingehend, ob sie marktüblich sind. Die letzte Auswertung hat gezeigt, dass wir hier absolut mit anderen Unternehmen aus der Finanzbranche mithalten können.

Jede Veränderung braucht einen Anstoß. Deshalb sind wir natürlich dankbar über dein Feedback über diese Plattform. Denn es hilft uns, besser zu werden. Uns ist allerdings auch klar, dass Veränderung Zeit braucht und wir da auf einem sehr guten Weg sind.

Wenn du deine Erfahrungen oder Anregungen im direkten Austausch mit uns besprechen möchtest, freuen wir uns über deine Nachricht an jobs@boerse-stuttgart.de.
Für deine weitere berufliche und persönliche Zukunft wünschen wir dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen,
dein HR-Team der Boerse Stuttgart Group

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.