Viel Potential, jedoch einige interne Herausforderungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der kollegiale Zusammenhalt ist grundsätzlich gut. Im Team kann man sich aufeinander verlassen und es gibt viele hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen.
Positiv finde ich außerdem, dass man grundsätzlich die Möglichkeit bekommt, neue Themen zu übernehmen und Verantwortung zu übernehmen. Wer Eigeninitiative zeigt, kann Themen aufbauen und gestalten. Die Hierarchien sind vergleichsweise flach und es gibt grundsätzlich die Möglichkeit, einen sichtbaren Beitrag zu leisten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Stimmung habe ich häufig als angespannt erlebt. Der Umgangston ist teilweise sehr rau; auch lautstarke Auseinandersetzungen und Anschreien kommen vor. Viele Mitarbeitende waren mit der Führung unzufrieden.
Besonders kritisch sehe ich die fehlende Transparenz bei Entwicklung, Beförderungen und Gehaltsentscheidungen. Es gibt aus meiner Erfahrung kein nachvollziehbares Raster, anhand dessen solche Entscheidungen getroffen werden. Vieles wirkt eher von individueller Wahrnehmung und persönlicher Nähe zur jeweiligen Führungskraft abhängig.
Auch die internen Prozesse und Strukturen sind aus meiner Sicht nicht ausreichend entwickelt. Das beginnt bei vergleichsweise einfachen administrativen Themen und zieht sich bis hin zu Mitarbeiterentwicklung und Karrierepfaden. Man wird häufig sich selbst überlassen, sofern man nicht sehr stark selbst einfordert, was man benötigt – oder zu den Mitarbeitenden gehört, die von der jeweiligen Führungskraft besonders gefördert werden.
Hinzu kommt eine ausgeprägte „Hauruck“-Mentalität: Themen werden kurzfristig zur höchsten Priorität erklärt. Wenn anschließend die notwendigen Ressourcen oder die Zeit fehlen, werden Projekte wieder fallen gelassen und nicht konsequent zu Ende geführt. Dadurch entsteht viel Unruhe und es fehlt aus meiner Sicht an nachhaltigem Aufbau.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre habe ich häufig als angespannt erlebt. Ein rauer Umgangston und teilweise lautstarke Kommunikation von Führungskräften prägen die Stimmung spürbar.
Image
Nach außen wird ein modernes und dynamisches Arbeitsumfeld vermittelt. Intern habe ich allerdings einige strukturelle und kulturelle Probleme erlebt, die diesem Eindruck nicht immer entsprechen.
Work-Life-Balance
Für eine Beratung gut.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt grundsätzlich Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen, aber wenig transparente Entwicklungspfade. Vieles muss man selbst sehr aktiv einfordern, und Entscheidungen wirken teilweise stark von der jeweiligen Führungskraft abhängig.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung und insbesondere Gehaltsentwicklungen habe ich als wenig transparent erlebt. Aus meiner Sicht ist nicht immer nachvollziehbar, nach welchen Kriterien Erhöhungen oder Weiterentwicklungen entschieden werden
Kollegenzusammenhalt
Einer der klaren Pluspunkte: Die Kolleginnen und Kollegen halten gut zusammen und unterstützen sich auch in schwierigen Situationen.
Vorgesetztenverhalten
Führung ist teilweise sehr personenabhängig, und Entscheidungen zu Entwicklung, Verantwortung und Vergütung wirken nicht immer nachvollziehbar oder einheitlich.
Arbeitsbedingungen
Man bekommt ein Arbeitsgerät sowie Diensthandy. Büro ist modern und gut ausgestattet. Jedoch sind die meiste Zeit nur wenig Kolleg:innen vor Ort.
Kommunikation
Kommunikation ist manchmal zu kurzfristig; Prioritäten wechseln schnell und wichtige Entscheidungen werden nicht immer transparent vermittelt.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht bestehen deutliche Unterschiede bei Entwicklung, Förderung und Vergütung.
Interessante Aufgaben
Positiv ist die Möglichkeit, eigene Themen zu übernehmen und Verantwortung aufzubauen. Aufgaben sind grundsätzlich vielfältig.
