Ein Arbeitgeber, der sein Potential vollkommen auf der Strecke lässt..
Gut am Arbeitgeber finde ich
a) Kollegen
b) Diversität der Arbeiten
c) grundsätzliche (zeitl.) Rahmenbedingungen innerhalb meiner Abteilung
d) gut ausgestattete Küche
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die schlechten Punkte lassen sich aus den o.g. Verbesserungsvorschlägen herleiten.
Verbesserungsvorschläge
Oben habe ich bereits ausführlich beschrieben, wie aus einem Unternehmen der Note 3- ein Unternehmen mit der Note 1-2 werden könnte.
a) Fixe Zusatzvergütung: 13. Gehalt (nicht zwangsläufig 100%, aber mindestens 50%)
b) Bezuschussung des Fitnessstudios bzw. Dinge, die die einzelnen monatl. Kostenpunkte der Mitarbeiter reduzieren würde
c) finanzielle Anreize über Verbesserungswesen (Kaizen) ermöglichen
d) Social-Media-Auftritt, um den Menschen auch Nahbarkeit zu bieten (Qualitative Ergebnisse)
e) Kommunikation der GL: Das ist ein schwieriges und sehr komplexes Thema, zumal das "Abholen" bei vereinzelten Mitarbeitern gelingt. Aber im Gesamten kann man hier sicherlich noch mehr aus dem Kollektiv der Belegschaft rausholen.
Arbeitsatmosphäre
Die Kollegen und auch die direkten Vorgesetzten (abteilungsabhängig) sind gut, teilweise sogar sehr gut - sie bilden die Achse, die das bestmöglichste aus der Unternehmenskultur rausholen, um die Arbeitsatmosphäre so angenehm wie möglich zu halten. Es muss jedoch zwingend erwähnt werden, dass das stark zwischen den verschiedenen Abteilungen (und den Vorgaben der GL) schwanken kann.
Kommunikation
Es gibt stellenweise eine große Informationsflut. Als Neuling muss man sich in diversen Oberflächen und Masken bewegen, um eine entsprechende Information zu finden. Das stellt bereits eine Herausforderung für neue Mitarbeiter dar.
Die grundsätzliche Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und den direkten Vorgesetzten funktioniert einwandfrei.
Den Kommunikationsinhalten der GL mangelt es auf der anderen Seite an Integrität. Wenn die Belegschaft Vertrauen in das Gesagte der GL hat, müssen die Aussagen nicht immer plausibel sein. Da das Vertrauen in das Gesagte der GL jedoch nicht grundsätzlich gegeben ist, bezweifeln nicht wenige Mitarbeiter jene Aussagen (strategische Ausrichtungen und Zukunftsprognosen) und dadurch wirken die Aussagen der GL manchmal wie Floskeln und Parolen(ähnlich wie in der Politik). Auf der anderen Seite glaube ich aber, dass es im Unternehmen ausreichend Mitarbeiter gibt, die gemeinsam das Optimum rausholen wollen würden (und die berühmte Extra-Meile gehen würden), wenn man wirklich offen und ehrlich kommuniziert und glaubhaft(!) vermittelt, dass die Mitarbeiter nicht nur quantitative Ergebnisse, sondern auch qualitative Ergebnisse erzielen sollen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt funktioniert gut bis sehr gut. Grundsätzlich möchte man sich gegenseitig unterstützen. 5/5 Sterne würde ich keinem Unternehmen geben können, da dafür die Mitarbeiter eines jeden Unternehmens zu individuell sind - auch bei Breuer gibt es vereinzelte Kollegen, die dir keine helfende Hand reichen.
Work-Life-Balance
(Arzt-)Termine während der eigentlichen Arbeitszeit sind möglich.
HO ist an Tagen möglich, die bspw. aufgrund von Handwerkerterminen zu Hause notwendig sind. Urlaub kann (in der Regel auch kurzfristig für vereinzelte 1-2 Tage) flexibel genommen werden in Absprache mit den Kollegen.
Grundsätzlich ist das ein immens großer Pluspunkt - sofern man persönliche Belange mit dem Vorgesetzten bespricht, wird versucht gemeinsame eine Lösung zu finden. (Beispiel Termin bei einer Behörde, die zwischen Arbeit und zu Hause liegen: Man startet im HO, fährt dann zum Termin bei der Behörde und fährt im Anschluss in die Firma).
Vorgesetztenverhalten
Mein Vorgesetzter ist herausragend (subjektiv). In anderen Abteilung kann ich das weder bestätigen noch dementieren.
Interessante Aufgaben
Teilweise sind Aufgaben sehr "komplex", weil die Prozesse und Abläufe in die Jahre gekommen sind. Dennoch verlieren die Aufgaben nicht ihren Reiz, weil sie sehr divers sind.
Gleichberechtigung
In den Teamleiterposition ist es ca. eine 50/50-Aufteilung zwischen M & F. Da drüber ist es jedoch sehr männerlastig. Das ist ein Relikt aus der Vergangenheit, weil solche Stellen selten neu besetzt werden. Hier könnte man in Zukunft daran arbeiten, dass die Aufteilung ausgeglichener erfolgt.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wurden ältere Kollegen eingestellt. Man versucht auch hier zu unterstützen, wo es notwendig ist.
Arbeitsbedingungen
Gut ausgestattete Küchen und höhenverstellbare Tische sind top. Eine funktionierende Klimaanlage wäre top. Anscheinend gibt es immer Probleme mit der Klimaanlage, wenn die Temperatur im Sommer einen bestimmten Wert überschreitet. Dennoch hat man sich um Alternativen wie Ventilatoren bemüht. (Etwas spät Ende August, aber immerhin!) Die Heizung scheint nun einwandfrei zu funktionieren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier kann ich nur sehr kleine und bedingte Aussage treffen: Wenn Sonderfahrten bzw. Sonderanlieferungen aufgrund des Kundendrucks notwendig sind, wird keine Sekunde an die Umwelt verschwendet. Man blendet das teilweise komplett aus, obwohl man das auf der anderen Seite eigentlich auch als Argument beim Kunden nutzen könnte, dass eine Lieferung bspw. erst am folgenden Tag rausgeht der Umwelt zuliebe.
In den Büros arbeiten die Mitarbeiter stellenweise papierlos und in der Produktion hat man bereits Verpackungen auf Kartons und recycelbare Möglichkeiten umgestellt.
Gehalt/Benefits
Das ist der vermeintlich schlechteste Aspekt, wo man partout nicht "investieren" möchte: Die Vergütung!
13. Gehalt/Urlaubsgeld: Hier am Jahresende Weihnachtsgeld (zumindest 50% des regulären Bruttolohnes) auszuzahlen, würde das Unternehmen sehr aufwerten. Oder eine Aufteilung wie bspw. 25% als Weihnachtsgeld und 25% als Urlaubsgeld auszuzahlen.
Oder aber man führt Verbesserungsprämien (über Kaizen) ein: Indem man bspw. 10% der resultierenden Kostenersparnis im Jahr über einen eingebrachten Kaizenvorschlag dem entsprechenden Mitarbeiter auszahlt. Dann würden Mitarbeiter auch wirklich aktiv an der Verbesserung teilhaben wollen. Bei Kaizen muss nämlich auch folgendes erwähnt werden: Wenn man einen Verbesserungsvorschlag einbringt, ist man auch eigenständig in der Verantwortung die Idee und das Konzept dahinter auszuarbeiten und das mit den betreffenden Abteilungen zu besprechen. Wenn sich parallel die Arbeit dazu türmt, überlegt man sich zweimal, ob man sich durch einen Verbesserungsvorschlag noch mehr Arbeit "ans Bein bindet". Durch fehlende Anreize und ausschließlich folgende Mehrarbeit, kann keine Verbesserung durch die Mitarbeiter erfolgen.
Image
Der Social-Media-Auftritt fehlt weiterhin.. Mittlerweile gibt es bereits Agenturen, die fast ausschließlich mit KI funktionieren und dieser Firma fehlt es an einem Social-Media-Auftritt.. Das ist nicht mehr lustig, sondern traurig mittlerweile. Dabei bieten tatsächlich die Kollegen (Stichwort Kollegenzusammenhalt) ausreichend Charme, um das Image auf einer Social-Media Plattform wieder gerade zu biegen. In meinen Augen versteift man sich zu sehr auf quantitative Ergebnisse und qualitative Ergebnisse fallen dadurch hinten runter, so wie bspw. der Social-Media-Auftritt.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung und Engagement wird (teilweise) honoriert. Um Weiterbildungen muss man sich allerdings eigenständig bemühen - es gibt keine vorgefertigte Laufbahn etc.