Unter jeder Menschenwürde
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ziemlich viel. Der Arbeitgeber sollte sich mal in anderen Unternehmen umhörenden und einfach mal mit der Zeit mit gehen. Weg von veralteten Vorgehensweisen oder Firmenwerten an die sich nicht gehalten wird.
Verbesserungsvorschläge
Bitte nehmt euch die Bewertungen doch mal zu Herzen und sprecht in Vorstandsbesprechungen darüber. Immer zu antworten, dass ihr bereits an Themen dran seid ist nicht die Lösung. Taten würden mehr als Worte sprechen.
Arbeitsatmosphäre
Von Wertschätzung bis vertrauenswürdigem Umgang ist hier keine Spur. Es fehlt an Vertrauen den eigenen Mitarbeitern gegenüber, man fühlt sich beobachtet wenn man sich mal kurz auf dem Flur mit Kollegen unterhält oder einen Kaffee holen geht und merkt offensichtlich, dass diese Dinge nicht erwünscht sind. Teilweise werden utopische Ziele und Umsetzungen in kürzester Zeit erwartet mit dem Hinweis „ist doch alles kein Hexenwerk“. Das zeigt wie weit entfernt die Vorstellungen und die Realität auseinander liegen, oder liegt es doch an mangelnder Kompetenz der Vorgesetzten-Etage? Abschließend hat man hier leider kein angenehmes arbeiten mehr.
Kommunikation
Wenn hier die Kommunikation der Führung gemeint ist, kann ich definitiv keine gute Bewertung abgeben. (Kommunikation unter den Mitarbeitern ist schließlich auch nicht erwünscht, denn man könnte sich ja als Gruppe gegen jemanden verbünden ;))
Der Flurfunk funktioniert gut, alles andere leider nicht. An Diskretion wird sich ebenfalls nicht gehalten, denn offensichtlich ist es egal, wenn man im Großraumbüro personelle Dinge kund tut oder negativ über seine Mitarbeiter spricht. Wichtige und für Mitarbeiter relevante Themen werden vertuscht oder gar nicht erst besprochen.
Kollegenzusammenhalt
In meinem Team war der Kollegenzusammenhalt bis zum Schluss zu 100% gegeben, nur die Kollegen machen das Arbeiten hier erträglich.
Umso bedauerlicher ist es, wenn in ein gut funktionierendes Team ein Bruch hineingebracht wird, obwohl gerade die Harmonie untereinander viel zur Motivation beigetragen hat. Die Aussage „Jeder ist ersetzbar“ nachdem ein Kollege gekündigt hat zeigt wohl ausreichend wie viel Wert auf ein funktionierendes und freundschaftliches Miteinander gelegt wird.
Work-Life-Balance
Homeoffice und halbwegs flexible Arbeitszeiten sind zwar möglich, doch wird das Thema Home Office immer kritischer angesehen und hinterfragt, oder man bekommt indirekt gesagt, dass man im Büro doch viel effektiver arbeitet und zuhause nur faulenzt (= mangelndes Vertrauen dem eigenen Mitarbeiter gegenüber). Super ist es auch, wenn man ein genanntes Gleitzeitmodell hat, aber abends das Büro zusperren muss, weil an einem richtigen/externen Schließedienst gespart wird. Kommt der Firma eben günstiger wenn einfach die eigenen Mitarbeiter so lange da bleiben müssen, bis abgesperrt werden kann.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten einzelner Führungskräfte war aus meiner Sicht äußerst problematisch. Empathie, Wertschätzung und ein respektvoller Umgang mit Mitarbeitern waren leider nicht erkennbar. Stattdessen entstand häufig der Eindruck, dass Gleichbehandlung und ein faires Miteinander keine große Rolle spielen. Besonders enttäuschend ist, dass grundlegende Kompetenzen in der Personalführung fehlen. Eine Führungsposition zu haben, bedeutet nicht automatisch auch führen zu können. Genau dieser Unterschied wurde hier deutlich. Mitarbeiter fühlen sich weder ernst genommen, noch unterstützt.
Besonders problematisch ist der Eindruck, dass bei der Besetzung von Führungspositionen nicht unbedingt fachliche oder soziale Qualifikationen im Vordergrund stehen. Teilweise fragt man sich, welche Kriterien hier eigentlich entscheidend sind. Gute Mitarbeiterführung bedeutet schließlich mehr als nur eine Position zu haben. Sie erfordert Kompetenz im Umgang mit Menschen, Kommunikation und Fairness. Grundlegende Schulungen in moderner Personalführung wären dringend notwendig.
Offensichtlich ist strategisches einschleimen wohl erfolgsversprechender als fachliche Kompetenz.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind grundsätzlich in Ordnung, vorausgesetzt es werden einem nicht mehr Aufgaben gegen den eigenen Willen aufgebrummt, nur weil es kein ausreichendes Personal gibt oder alle weg kündigen.
Gleichberechtigung
Von echter Gleichberechtigung kann hier leider keine Rede sein. Rahmenbedingungen und Vorteile sind sehr unterschiedlich verteilt und wirken oft willkürlich. Während einige Mitarbeiter Dienstwagen erhalten und nahezu uneingeschränkt im Home-Office arbeiten dürfen, gelten für andere strikte Büroanwesenheitspflichten oder Home-Office wird gar nicht erst ermöglicht. Auch beim Gehalt fehlt eine transparente oder nachvollziehbare Struktur. Statt klarer Gehaltsbänder oder einheitlicher Kriterien hängt es stark vom individuellen Verhandlungsgeschick ab wie jemand eingestuft wird. Das führt zwangsläufig zu großen Unterschieden zwischen Mitarbeitern mit vergleichbaren Aufgaben. Bei Themen wie Küchendienst könnte man meinen, es hängt vom Titel ab wer hier dazu helfen muss oder wer sich zu schade dafür ist. Also auch hier keine klare Gleichbehandlung.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Wort „ältere“ würde ich mal ausschließen. Allgemein gesagt, wenn jemand nicht ins Bild passt oder nicht zu allem Ja sagt oder auch mal eine kritische Meinung äußert, wird die Person einfach ganz schnell ausgesondert.
Arbeitsbedingungen
In die alten Büros wird leider kein Cent investiert. Es ist eine Zumutung in Räumlichkeiten zu arbeiten, in welchen die Klamotten anfangen modrig zu riechen und keine guten Durchlüftungsmöglichkeiten gegeben sind. Wenn das Fundament faul ist, hilft auch die schönste Fassade nichts. Aber immerhin ist die Area für externe Besucher renoviert. Wo das eigene Personal sitzt ist offensichtlich nicht von Relevanz geprägt.
Gehalt/Benefits
Keine transparente Gehaltsstruktur, kein Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld. Es ist alles Verhandlungssache und Entwicklungsmöglichkeiten sind begrenzt. Für die kleinste Gehaltserhöhung muss man sich rechtfertigen. Es gibt keine Vertrauenspersonen oder Personen die für das Recht der Arbeitnehmer kämpfen. Die Mitarbeitersprecher sind zwar bemüht, jedoch sind auch ihnen die Hände gebunden oder sie werden vom Arbeitgeber so sehr auf deren Vorgehensweise getriezt sodass kein Platz für das Recht des Mitarbeiters möglich gemacht wird.
Image
Außerhalb hat die Firma keinen guten Ruf. Die Menschen sind eher darüber verwundert, dass diese Firma noch existiert.
