Kollektives Versagen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Firmen können leider durchaus mal in finanzielle Schwierigkeiten kommen und auch in die Not, einen Teil der Belegschaft "freisetzen" zu müssen aus wirtschaftlichen Gründen (wie jüngst passiert).
Sehr bitter stößt aus Entwicklersicht aber folgendes auf: seit Jahren wurden "Titanic" Großprojekte bearbeitet, bei denen die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit schon von Anfang fraglich erschien.
Gut. Das passiert den Besten der Besten einmal. Aber eben "einmal".
Wenn aber aus Entwicklerkreisen Missstände in der Gesamtplanung und Durchführung mehrfach versucht werden "nach oben" zu eskalieren und dies jedes Mal komplett folgenlos verpufft, fängt man an, sich seine Gedanken zu machen (die Schlauen Kollegen haben zu diesem Zeitpunkt gekündigt).
Wie kann es sein, dass "Projektsteuergremien" erst nach Jahren (!) feststellen, dass ein Projekt "völlig überraschend" viel länger dauern wird? Wenn genau das mehrfach vorher versucht wurde, nach oben zu eskalieren?
Schon bei der Umzugsplanung hatte man den Eindruck, dass die Neuentwicklung nicht hoch prior gesehen wurde. Man könnte auf die Idee kommen, dass am Ende das Scheitern im Entwicklungsbereich nicht ungern gesehen wurde. Auftragsfertigung sei ja eh lukrativer und in Ungarn kann man ja auch sehr gut entwickeln.
Kollegen-Sätze der Art "hoffentlich hält es mich noch aus" lassen tief blicken in die Sicht, die die "unteren Chargen" aus das Gesamtkunstwerk haben.
Arbeitsatmosphäre
Unter Kollegen!
Work-Life-Balance
Sehr entgegenkommend, was "Spezial" Lösungen bei Arbeitszeit usw angeht.
Karriere/Weiterbildung
Beinahe alles wurde genehmigt.
Vorgesetztenverhalten
Unter Führungsebene "gut", danach "mangelhaft"
Interessante Aufgaben
Zu viel Titanic Projekte