Guter Arbeitgeber mit Schwächen bei Führung und Entwicklung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliches Gehalt, Benefits wie z.B. Edenred-Karte. Gute IT-Ausstattung. Gleitzeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Transparenz und teilweise mangelhafte Kommunikation. Gehalts- und Karriereentwicklung sind schwierig, und viele Entscheidungen werden je nach Abteilung unterschiedlich gehandhabt. Leistung und zusätzliche Verantwortung werden nicht immer angemessen berücksichtigt.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz und Verbindlichkeit bei Kommunikation, Gehalt und Karriereentwicklung. Leistungen und zusätzliche Verantwortung sollten stärker berücksichtigt werden. Einheitlichere Regelungen zwischen den Abteilungen wären ebenfalls wünschenswert.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich ein gutes Arbeitsumfeld, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Abteilungen. Vereinzelt kann das Arbeitsklima als belastend oder wenig konstruktiv empfunden werden, dies ist jedoch nicht repräsentativ für das gesamte Unternehmen.
Image
Nach außen hin verfügt das Unternehmen über ein gutes und professionelles Image, was sicherlich auch auf die umfangreichen Marketing- und Werbemaßnahmen zurückzuführen ist. Im Arbeitsalltag sollte man jedoch berücksichtigen, dass man beim kleinen Mittelständler BWT Pharma & Biotech tätig ist und nicht im Konzern BWT mit mehreren tausend Mitarbeitern. Dies spiegelt sich unter anderem auch bei den Möglichkeiten der Gehaltsentwicklung wider.
Work-Life-Balance
Insgesamt gut. Das Gleitzeitkonto bietet viel Flexibilität und kann weitgehend eigenständig genutzt werden. Auch beim Thema Urlaub gibt es je nach Abteilung unterschiedliche Regelungen: Während in einigen Bereichen eine flexible Urlaubsplanung möglich ist, gelten in anderen Abteilungen verbindlichere Vorgaben und feste Urlaubspläne.
Karriere/Weiterbildung
Die internen Aufstiegsmöglichkeiten sind eher begrenzt. In den vergangenen Jahren wurden die meisten Führungspositionen mit jüngeren Mitarbeitern besetzt, wodurch sich für langjährige Mitarbeiter nur wenige Entwicklungsmöglichkeiten ergeben. Weiterbildung ist kaum möglich und nicht gewollt. Rudimentäres Wissen wird vermittelt. Tiefergehendes Wissen behalten Vorgesetzte oder langjährige Mitarbeiter gerne für sich.
Als Sprungbrett für die persönliche Weiterentwicklung kann BWT dennoch interessant sein. Nach 3-5 Jahren Berufserfahrung kann ein Wechsel zu einem anderen Unternehmen durchaus bessere Möglichkeiten eröffnen. Auch eine spätere Rückkehr zu BWT kann sich lohnen. Hat bei vielen Kollegen bereits geklappt. Rückkehr mit besserem Gehalt und ggf. Führungsposition.
Gehalt/Benefits
Insgesamt akzeptabel, allerdings ohne besondere Highlights. Das Gehaltsniveau hängt stark davon ab, wie gut bereits bei der Einstellung verhandelt wurde. Spätere Gehaltsanpassungen sind kaum zu erreichen.
Die im Rahmen der aktuellen Stellenausschreibungen kommunizierte Möglichkeit, durch die Übernahme zusätzlicher Aufgaben eine entsprechende finanzielle Anerkennung zu erhalten, entspricht aus meiner Erfahrung nicht der tatsächlichen Praxis. Auch im Jahresgespräch besteht nur begrenzter Spielraum bei der Gehaltsentwicklung. Die eigentliche Verhandlung erfolgt immer vorab durch die Führungskräfte - ohne Mitspracherecht durch den Arbeitnehmer. Gute Argumente oder überdurchschnittliche Leistungen führen nicht automatisch zu einer Gehaltsanpassung.
Jährliche Gehaltserhöhungen im Bereich von etwa 1–3 % sind üblich. Zusätzlich gibt es meist einen Bonus, der von 0 € bis knapp zu einem Monatsgehalt reichen kann.
Auch wenn die Firma das Beste Jahr aller Zeiten hat, hat das keinen Einfluss auf das Gehalt oder den Bonus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nein, kein "For you and planet blue". Hier besteht deutlicher Verbesserungsbedarf. Abgesehen von rudimentärer Mülltrennung ist im Arbeitsalltag wenig konkretes Umweltbewusstsein erkennbar. Gleichzeitig werden regelmäßig noch verwendbare Materialien und Neuware entsorgt. Auch Aktivitäten wie das Engagement im Motorsport wirken eher auf Prestige und Außenwirkung ausgerichtet als auf einen konsequenten Nachhaltigkeitsgedanken. Allerdings sind einige dieser Entscheidungen übergeordnete Konzernvorgaben.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilung sehr gut, abteilungsübergreifend jedoch stark personenabhängig. Insbesondere für neue Kollegen ist die Unterstützung nicht überall selbstverständlich. Einzelne Mitarbeiter tragen eher zu einem schwierigen Arbeitsklima bei, anstatt eine konstruktive Zusammenarbeit zu fördern.
Umgang mit älteren Kollegen
Insgesamt unauffällig. Besondere Benachteiligungen oder Auffälligkeiten im Umgang mit älteren Kollegen sind mir nicht bekannt. Der "Generationenwechsel" ist abgeschlossen, aber ohne ältere Kollegen aus dem Unternehmen zu drängen.
Vorgesetztenverhalten
Deutlich verbesserungsbedürftig. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden zwar häufig aufgenommen und grundsätzlich bestätigt, konkrete Maßnahmen oder Veränderungen bleiben jedoch aus. Hinzu kommen teilweise unklare, fehlerhafte oder fehlende Informationen. Bei Abwesenheiten von Vorgesetzten fehlt es an transparenter Kommunikation und einer geregelten Übergabe von Aufgaben. Dadurch entstehen unnötige Unsicherheiten und zusätzlicher Abstimmungsaufwand.
Arbeitsbedingungen
Insgesamt gut. Die Büroräume und das Arbeitsumfeld sind modern und gut ausgestattet. Benötigte Arbeitsmittel können in der Regel unkompliziert beantragt und beschafft werden. Auch auf die Sicherheit am Arbeitsplatz wird sowohl im Innen- als auch im Außendienst geachtet. Psychische Belastung am Arbeitsplatz ist immer wieder ein Thema, da die Arbeitslast nur auf wenige High Performer verteilt ist. Deren Belastbarkeit ist begrenzt.
Kommunikation
Die Kommunikation ist insgesamt verbesserungsbedürftig. Innerhalb der eigenen Abteilung funktioniert sie teilweise gut, während der Austausch mit anderen Abteilungen und Vorgesetzten häufig mangelhaft ist. Rückmeldungen erfolgen teilweise gar nicht oder verspätet, zudem werden mitunter widersprüchliche oder unzutreffende Informationen weitergegeben. Eine verlässliche und transparente Kommunikation ist dadurch nicht immer gewährleistet.
Gleichberechtigung
Verbesserungsbedürftig. Es besteht teilweise der Eindruck, dass vergleichbare Situationen je nach Person oder Abteilung unterschiedlich gehandhabt werden. In der Vergangenheit gab es insbesondere bei der Gleichbehandlung von Frauen deutliche Unterschiede, wobei sich die Situation in den letzten 2-3 Jahren verbessert hat.
Bei den Homeoffice-Regelungen gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Abteilungen und Einzelpersonen. Während teilweise nur ein Präsenztag pro Woche vorgesehen ist oder Mitarbeiter nur sehr selten vor Ort sind, gelten in anderen Bereichen deutlich strengere Vorgaben. Teilweise wird trotz geeigneter Tätigkeiten wenig Spielraum für individuelle Lösungen eingeräumt.
Teilweise erhebliche Gehaltsunterschiede bei vergleichbarer Tätigkeit. Leistung und tatsächlicher Beitrag zur Unternehmensentwicklung spiegeln sich nicht immer entsprechend im Gehalt wider. Teilweise entsteht der Eindruck, dass Mitarbeiter mit deutlich unterschiedlicher Leistung auf einem vergleichbaren oder sogar umgekehrten Gehaltsniveau liegen.
Interessante Aufgaben
Insgesamt abwechslungsreich und vielfältig. Je nach Eigeninitiative und Abteilung bestehen gute Möglichkeiten, zusätzliche Aufgaben und unterschiedliche Tätigkeitsbereiche zu übernehmen - aber immer ohne Benefits.